Buchhandlung hält Verordnung für unklar

Die bundesweit agierende Buchhandlung Thalia hat den Text der sächsischen Corona-Schutzverordnung als "unklar formuliert" bezeichnet. Wie das Unternehmen am Donnerstag auf "Freie Presse"-Anfrage mitteilte, hatte man die seit Montag gültige Verordnung des Sozialministeriums so interpretiert, dass Buchhandlungen in Sachsen "im Rahmen der Grundversorgung ohne Einschränkungen" öffnen dürfen. Dazu habe man sich auch beim Ministerium abgesichert. Das Chemnitzer Ordnungsamt hingegen vertrete "leider eine andere Auffassung", wie es von Unternehmensseite heißt. Die Behörde hatte am Mittwoch die Thalia-Geschäfte in der Galerie Roter Turm sowie in der Sachsen-Allee mit Verweis darauf geschlossen, dass Läden in Einkaufszentren generell nicht öffnen dürfen - es sei denn, sie dienten wie Lebensmittelmärkte oder Drogerien der Grundversorgung. Thalia stehe, so heißt es in der Erklärung, einer einvernehmlichen Klärung weiter offen gegenüber. (su)


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    cn3boj00
    24.04.2020

    Also ich kann den §7 der Corona-Schutz-Verordnung rauf und runter lesen, ich kann beim besten Willen nicht erkennen, woraus Thalia eine Erlaubnis zur Öffnung ableitet. Alle Geschäfte, die öffnen dürfen, sind im Detail benannt, Buchhandlungen sind nicht dabei. Nun kann man trefflich diskutieren, warum das eine Geschäft öffnen darf und das andere nicht, aber nur mit Einschränkungen kann die Kundenfrequenz nun mal klein genug gehalten werden. Ich hab genug Bücher zu hause und muss mir nicht unbedingt jetzt eins kaufen.