Bürgermeisterkandidaten für Claußnitz stehen fest

Der Vereinschef der Eisenbahnfreunde hat den Ministerpräsidenten im Museumsbahnhof empfangen. Er nutzte den Besuch auch ganz persönlich.

Markersdorf/Taura.

Den Eisenbahnfreunden Chemnitztal und dem Museumsbahnhof Markersbach-Taura galt am Donnerstagnachmittag eine Stippvisite von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Bei Sommerhitze machte sich der CDU-Politiker auf der stillgelegten Strecke im Kleinschienenwagen von Diethensdorf aus mit Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt, der die Einladung zur Tour durch seinen Wahlkreis ausgesprochen hatte, auf Entdeckertour.

Mit dabei waren der Tauraer Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) und der Vereinsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Robin Helmert. Was in der CDU-Runde bekannt, aber noch nicht öffentlich verkündet wurde, Helmert ist dieses Jahr in die CDU eingetreten und hat sich um das Amt des Bürgermeisters beworben. Die Wahlen sind am 1. September. CDU-Kollege Günter Hermsdorf, der zurzeit im Urlaub ist, verabschiedet sich nach 28 Dienstjahren in den Ruhestand und tritt nicht wieder an. Der 67-Jährige gibt persönliche Gründe für den Rückzug an. Regulär hätte die Amtszeit noch bis 2022 gedauert. Laut Wahlleiterin Claudia Donner gab drei Wahlvorschläge. Der Wahlausschuss hat die Vorschläge geprüft. Die SPD hat Mario Lorenz und die Freien Wähler haben Andreas Heinig nominiert. Beide sitzen schon im Gemeinderat.


Nun ist vor einer größeren Runde öffentlich geworden, dass Helmert einer von drei Kandidaten ist. "Aber der Besuch des Ministerpräsidenten hat mit meinem Wahlkampf nichts zu tun", sagt der 37-Jährige. Vielmehr besuche Kretschmer den Wahlkreis Schmidts.

Helmert freute sich, dem Landeschef den Museumsbahnhof mit Schienenstrang als technisches Denkmal zeigen und seine Wünsche vortragen zu dürfen: "Wir hoffen darauf, perspektivisch finanzielle Hilfe für unsere Vereinsarbeit und anstehende Projekte zu erhalten." Bislang könne der Verein nicht von den Förderungen im Rahmen eines aufgelegten Regelspurprojektes partizipieren, aber Michael Kretschmer habe sich offen für dieses Anliegen gezeigt. Er habe angekündigt, einen erneuten Besuch folgen zu lassen, um weiter darüber zu beraten.

Die Stippvisite des Ministerpräsidenten nutzte auch Cornelia Scheibe als neue CDU-Kreisrätin, um von einem mittelfristigen Vorhaben zu berichten. "Ich habe dem Gast als Vorsitzende des Gewerbevereins Burgstädt erste Ideen vorgetragen, unsere Innenstadt aufzuwerten und attraktiver zu gestalten." Bekanntlich wolle man von Dresden aus landesweit ein Projekt voranbringen, um regionales Wachstum zu forcieren. "Da würde unser Konzept reinpassen. Er hat mich ermutigt, beispielsweise dafür im Kreistag einen Ausschuss zu initiieren, der sich solcher Vorhaben annimmt und Ideen koordiniert, deren Umsetzung anstrebt", so Scheibe.

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