Burgstädt: Neuer Spielplatz auf historischem Areal eröffnet

Mit einem Straßenfest ist am Freitag die sanierte Gustav-Wolf-Straße in Burgstädt wieder eröffnet worden. Doch manches an Baumaterial für die Umgestaltung hat schon einige Gebrauchsspuren.

Burgstädt.

Dass die Freigabe einer Straße nach ihrer Sanierung bei den Anwohner auf Freude und Erleichterung stößt, dürfte nicht verwunderlich sein. Schließlich sorgen Baumaßnahmen in den meisten Fällen für Einschränkungen im Leben der Betroffenen. Doch in Burgstädt gab es mit der Freigabe der Gustav-Wolf-Straße nicht nur das Ende der Verkehrseinschränkungen zu feiern, sondern auch einen Zugewinn an Lebensqualität für junge Familien und den Burgstädter Nachwuchs. Schließlich ging mit der Sanierung des Areals auch der Bau eines Spielplatzes einher, der parallel zu den Veränderungen am Straßenabschnitt verlief. Ihn konnten die Kinder am Freitag zum Straßenfest erstmals zum Spielen nutzen.

Die Vorgeschichte zu dieser Entwicklung hatte Burgstädts Bürgermeister Lars Naumann im Zuge der Feierlichkeiten auch im Blick. Wie er erklärte, erinnert er sich noch daran, wie sich der Stadtrat 2016 mit der Frage befasste, wie die Gustav-Wolf-Straße zu sanieren ist. So gab es nach seinen Angaben damals recht viele Diskussionen darüber, die aus seiner Sicht durchaus auch emotional geführt wurden. Einer der Gründe dafür war, dass, wie Naumann sagt, die Straße ohne Zweifel historischen Charakter hat. Deshalb ging es in den Debatten nicht zuletzt auch um Fragen, wie mit der aus Feldsteinen gepflasterten Straße verfahren wird. Zudem gab es eine marode Stützmauer und leer stehende Gebäude. Und an die Aufwertung der Innenstadt musste auch gedacht werden. Insofern gestaltete sich die Entscheidung schwierig.

Nach der Fertigstellung des Projekts ist sich der Bürgermeister aber sicher, richtig gehandelt zu haben. "Es war bestimmt nicht die billigste, aber unbestritten eine richtige Entscheidung", so Naumann. Das historische Flair ist seiner Ansicht nach durch die Mauer- und Straßengestaltung, in die auch die alten Feldsteine zum Teil eingebaut wurden, erhalten geblieben. Zudem sei es gelungen, die Gesamtatmosphäre freundlich zu gestalten. Ein weiterer positiver Aspekt ist laut Naumann die komplette Barrierefreiheit, die durch das Weglassen von allen Kanten gelang. Eine Ausnahme bildet aber der Spielplatzbereich mit Hanglage. Dort sei das Konzept nicht umsetzbar gewesen.

Das Straßenfest sieht Naumann allerdings nur als eine Art von Zwischenstopp. Denn die Gesamtmaßnahme sei noch gar nicht fertig. Einerseits werde darauf gewartet, dass der private Eigentümer der Gustav-Wolf-Straße 8 mit den Bauarbeiten des geplanten Mehrfamilienhauses beginnt. Und andererseits werde die Stadt noch in diesem Jahr mit dem Bau des Parkplatzes im Bereich Burkersdorfer Straße/ Gustav-Wolf-Straße beginnen.

Nach Angaben der Stadt hatte die Planung für den Straßen- und Stützmauerbau rund 73.000 Euro gekostet. Der Bau erforderte eine Investition von rund 357.000 Euro. Für die Umsetzung des Spielplatzbaus mussten rund 235.000 Euro ausgegeben werden. Die Straße mit einer Länge von etwa 150 Metern war seit Anfang 2016 gesperrt. Auch nach Beendigung des Straßenbaus. Grund waren Landschaftsbauarbeiten auf dem Grundstück Nummer 5 und das Anlegen des Spielplatzes.

Positives Echo auf die Freigabe der Straße und die Eröffnung des Spielplatzes gab es auch von Burgstädtern. So findet etwa Rebekka Kötteritz den Spielplatz toll, auch weil er in Nähe des Marktes ist. Anwohnerin Katrin Renz meint, dass der Charme der alten Straße erhalten geblieben ist. Anwohner Heinz Hennicke lobt, dass die Straße auch für die Autofahrer besser geworden ist, da sie früher eine Buckelpiste gewesen sei. Den Spielplatz empfindet er als gelungen und hofft, dass dieser lange so schön bleibt. (mit bj)

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