Burgstädt stockt Geld für die Arbeit der Vereine auf

Reichlich 100.000 Euro sind für Sportstätten, Investitionen und die Durchführung von Veranstaltungen geplant - doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Das liegt auch an einer speziellen Meisterschaft.

SV Grün-Weiß Mohsdorf: Für Bewirtschaftung und Erbpacht für die Mehrzweckhalle bekommt der SV Grün-Weiß Mohsdorf rund 22.000 Euro. Der Verwaltungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung das Geld unter Vorbehalt bewilligt. Voraussetzung ist, dass Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. "Das ist bei uns gängige Praxis", sagt Bürgermeister Lars Naumann (FWB) auf Nachfrage. Für die Unterhaltung der Vereinsstätten zahle die Stadt jedes Jahr einen Zuschuss, stets nach Vorlage der Abrechnung. Bei überregionalen Veranstaltungen kämen Extra-Zuschüsse hinzu. Außerdem habe Grün-Weiß signalisiert, dass dieses Jahr noch Extra-Kosten durch eine Dachreparatur für die Mehrzweckhalle hinzukämen.

SV 1920 Herrenhaide: Der SV 1920 Herrenhaide erhält für Unterhaltung und Erbpacht etwa 6300 Euro für die Turnhalle und 12.500 Euro für den Waldsportplatz. Bürgermeister Naumann erklärt, dass die Vereinsförderung insgesamt von Jahr zu Jahr steige. Zahlte die Stadt im Jahr 2006 noch 40.000 Euro, so waren es 2009 schon 51.000 Euro. Seit 2014 habe der Zuschuss meist über 100.000 Euro gelegen - außer 2017 (83.000 Euro). Das hänge oftmals mit besonderen Investitionen oder Veranstaltungen wie dem Landkreislauf, Wandertagen oder beispielsweise Sächsischen Meisterschaften zusammen. Insgesamt gibt er die diesjährige Förderung mit rund 103.000 Euro an.


Reitverein St. Georg: Sächsische Meisterschaften im Dressur- und Springreiten finden jährlich auf der Reitanlage an der Peniger Straße statt. Maximal 8500 Euro sind für die 29. Sächsischen Reitmeisterschaften vorgesehen, die vom 4. bis 7. Juli stattfinden. Bauhofleistungen werden davon finanziert. Hinzu kommen reichlich 2000 Euro für Erbacht und Pacht der Reitanlage. Neu ist in diesem Jahr ein Zuschuss von 7500 Euro für die Vor- und Nachbereitung der 34. Süddeutschen Ponymeisterschaft, die erstmals in Burgstädt vom 30. August bis 1. September stattfindet. "Solche Veranstaltungen sind wichtig für Burgstädt", sagt Bürgermeister Naumann. Damit erhöhe sich der Bekanntheitsgrad der Stadt, werde Sport sowie Tourismus gefördert. Die Region werde somit attraktiver, heißt es im Beschluss des Verwaltungsausschusses. Naumann erinnert aber auch daran, dass Investitionen wie der Bau einer Solaranlage am Reitkomplex von der Stadt mitfinanziert wurden.

Burgstädt erwartet bei der Ponymeisterschaft Ende August etwa 100 Teilnehmer aus sieben Bundesländern, sagt Vereinschefin Antje Dippmann auf Nachfrage. Sachsen habe voriges Jahr einen zweiten Platz belegt. "Wir freuen uns, dass wir erstmals Gastgeber sind", betont sie. In Sachsen findet dieses Turnier zum zweiten Mal statt. 2017 und 2018 war das Land Hessen Ausrichter.

Tennisclub: Die Stadt gibt einen Zuschuss von rund 1600 Euro für den Tennisclub Burgstädt, damit er seine jährliche Erbpacht für den Tennisplatz am Hänflingsberg bezahlen kann.

Kulturverein: Den größten Zuschuss von 29.000 Euro bekommt der Kulturverein, sagt Bürgermeister Naumann. Von Jahr zu Jahr steige das Angebot. Habe der Verein zu Beginn das Open-Air-Konzert "House im Hain" organisiert, so werde dieses Jahr mit dem Auftritt von City ein zweites großes Konzert gestemmt. Für beide Veranstaltungen stellt die Stadt insgesamt 2300 Euro zur Verfügung. Für die Musiknacht im August werden 1200 Euro vorgehalten. Für die Kulturwoche, die diese Woche beginnt, bekommt der Verein 400 Euro. Den Abschluss bildet am 19. Mai eine Buchlesung.

Größter Posten ist mit 24.500 Euro die Weiterführung der Galerie Art Forum. Nach einem Betreiberwechsel drohte das Aus. Durch die Unterstützung der Stadt war ein Weiterbetrieb gesichert, hieß es damals. Finanziert werden von dem Geld die Betriebskosten und Öffnungszeiten. Da der Verein kein städtisches Gebäude dafür nutzt, werden die Kosten zurückerstattet, erläutert Naumann. Aber auch die Sportvereine müssen für die städtischen Sportstätten keine Betriebskosten zahlen. "Denn ein Grundsatz ist es in Burgstädt, dass alle Sportvereine ihre Anlagen kostenfrei nutzen können."

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