Burgstädt will Wirtschaft ankurbeln

Wohnungs-Verwalter erhält für Dienstleistung jährlich 30.000 Euro

Burgstädt.

Die Kommunale Wohnungsverwaltung Burgstädt (KWV) als 100-prozentige Tochterfirma der Stadt Burgstädt hat eine neue Aufgabe erhalten. Der Stadtrat übertrug dem Unternehmen die Wirtschaftsförderung. Dafür investiert die Stadt dieses Jahr 15.000 Euro und in den Folgejahren bis zum Jahr 2022 jährlich 30.000 Euro.

Laut Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler Burgstädt) oblag die Wirtschaftsförderung bisher dem Bauamt. Diese Aufgabe sei allerdings nicht vorrangig ausgeführt worden. "Ich habe mir da schon längst eine Verbesserung gewünscht", sagt Naumann. Doch mit dem vorhandenen Personal sei das nicht möglich gewesen. Deshalb sei nach einer neuen Möglichkeit gesucht worden.

Die KWV beschäftigt laut Internetportal DTAD zwischen 6 und 20 Mitarbeiter und verzeichnet einen jährlichen Umsatz von bis zu 2,5 Millionen Euro. Der Dienstleister verwaltet rund 1400 Wohnungen und übernimmt Hausmeister- und Reinigungsdienste in kommunalen Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Turnhallen und dem Sportzentrum. Laut Vertrag ist es Aufgabe der KWV, die kommunale Wirtschaftskraft sowie das Arbeitsplatzangebot zu erhalten und zu stärken. Dabei sollen vor allem Existenzgründungen gefördert werden. Die KWV lädt künftig zum Neujahrsempfang ein und richtet mindestens vier Unternehmerstammtische aus. Der Wohnungsverwalter übernimmt zudem die Verwaltung und die Bewirtschaftung der Parkanlage Wettinhain mit der Freilichtbühne, Minigolfanlage und dem Taurasteinturm. Das hatte der Stadtrat ebenfalls beschlossen. Dafür sollen dieses Jahr 58.000 Euro investiert werden. Der Bürgermeister hatte diesen Schritt damit begründet, dass ehrenamtliche Mitarbeiter nicht mehr zur Verfügung stehen und die Bauhof-Mitarbeiter, die diese Aufgaben übernommen hatten, das nicht mehr stemmen können. Mit den Verwalterverträgen soll die Stadtverwaltung entlastet werden. Die Frage, ob die KWV zusätzliche Arbeitskräfte einstellen muss, beantwortete das Unternehmen nicht.

Auch in anderen Orten soll die Wirtschaftsförderung angekurbelt werden. In Limbach-Oberfrohna ist dafür ein Bürgermeister mit zwei Sachbearbeitern zuständig. Im Landkreis Mittelsachsen wurde extra für das Sachgebiet ein Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung eingerichtet.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...