Burgstädter Region erhält keine Maut-Säule

In Mittelsachsen sind an fünf Bundesstraßen blaue Kontrollstelen errichtet worden. Oft werden sie mit Blitzern verwechselt.

Burgstädt/Niederwiesa.

An der B 101 zwischen Freiberg und Siebenlehn sowie an der B 107 in der Burgstädter Region sind keine Maut-Kontrollsäulen geplant. Das geht aus Antworten des Bundesamts für Güterverkehr sowie dem Mautsystembetreiber Toll-Collect auf eine Leseranfrage hervor. In Mittelsachsen sind entsprechend der Planung des Bundesamts insgesamt fünf Mautkontroll-Säulen errichtet worden: An der B 107 in Seelitz vor der Bernsdorfer Straße, an der 169 in Döbeln in Höhe Manndorf zwischen Mannsdorfer Straße und Kirschallee, an der B 173 in Oederan in Höhe Waldstraße sowie nahe Niederwiesa und an der B 175 in Rochlitz zwischen Pappelhöhe und Rochlitzer Berg.

In angrenzenden Gebieten wurden die grün-blauen Säulen darüber hinaus an der B 101 in Nossen zwischen Augustusberg und Zellsteig, an der B 107 in Colditz zwischen Kleinbardauer Straße und Kösserner Straße, an der B 169 Döbeln-Riesa nahe Stauchitz sowie an der B 173 Freiberg-Dresden zwischen Herzogswalde und Grumbach installiert. Diese Anzahl sei ausreichend, versichert Sprecher Horst Roitsch vom Bundesamt. Die etwa 620 bundesweit errichteten Säulen seien nur eine von einer Vielzahl geeigneter Kontrollarten auf allen mautpflichtigen Strecken. Dazu zählten die auf Autobahnen aufgestellten automatischen Kontrollbrücken, aber auch manuelle Kontrollen durch das Bundesamt sowie nachgelagerte Betriebskontrollen. Roitsch: "Die Standorte der Kontrollsäulen wurden in einem verkehrswissenschaftlichen Verfahren unter Berücksichtigung von kontrollrelevanten Verkehren, von Fahrtverläufen und weiteren Kontrollmitteln des BAG festgelegt." Alle Kombinationen zusammen ergäben eine effektive bundesweite Kontrollabdeckung von Bundesautobahnen und Bundesstraßen. So sei "sichergestellt, dass grundsätzlich an jedem Ort im mautpflichtigen Streckennetz und zu jeder Zeit mit einer Kontrolle gerechnet werden muss".

Die allermeisten der mautpflichtigen Lkw führen entsprechende Geräte mit, mit deren Hilfe die Maut automatisch abgerechnet wird, so Roitsch. Darüber hinaus könnten die Strecken auch manuell über Maut-Terminals, Handy-App oder Internet eingegeben werden. Die Kontrollbrücken haben mit der Erhebung nichts zu tun, erklärt er. Dass das System funktioniert, versichert die Betreiber-Firma Toll-Collect. "2017 wurden 26,7Millionen Lkw kontrolliert", so Sprecherin Antje Schätzel. "Die Beanstandungsquote der Falsch- und Nichtzahler liegt seit Jahren unter einem Prozent."

Die Kontrollsäulen sind vier Meter hoch und blau/grün gekennzeichnet, erläutert Schätzel. Und betont: "Die Säulen dienen ausschließlich der Mautkontrolle. Es sind keine Geschwindigkeitsblitzer." So war an der B 173 bei Niederwiesa beobachtet worden, dass dort Autofahrer die Geschwindigkeit drosseln, weil sie eine Tempo-Überschreitung befürchten.

Seit 1. Juli gilt die Lkw-Mautpflicht auf allen Bundesstraßen in Deutschland. Mautpflichtig sind Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7, 5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. (mit bj)

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