Burkhardtsdorfer Züchter nach Zwangspause erfolgreich

Die Chinaseuche hat bei Kaninchenfreunden im vergangenen Jahr zu einigen Verlusten an Tieren geführt. Einige blieben aber verschont und holen wieder Pokale.

Das rhönfarbige Zwergkaninchen Löwenköpfchen des Burkhardtsdorfers Bernd Reuter erhielt bei der Jungtierschau in seinem Heimatort die beste Bewertung der Preisrichter.

Von Petra Wötzel

Nach einem Jahr Pause, die es wegen des Auftretens der sogenannten Chinaseuche, einer Viruserkrankung von Kaninchen, gab, hat wieder die Kreisoffene Jungtierschau des Kaninchenzuchtvereins S46 Burkhardtsdorf stattgefunden. "Obwohl es in unserem Verein so gut wie keine Ausfälle durch Krankheit gab, konnten wir die Schau im vergangenen Jahr nicht durchführen. Viele Züchter mussten sich nach Todesfällen in ihren Ställen erst wieder gesunde Stämme aufbauen", erklärt Jens Ulbrich, Vorsitzender des Kaninchenzüchtervereins.

Zu sehen waren bei der Ausstellung 84 und damit sechs Tiere mehr als 2016. Sie bildeten 14 verschiedene Rassen und 19 Farbschläge ab. Zwölf Aussteller aus zehn Vereinen beteiligten sich an der Schau. Die Höchstnote wurde 14-mal vergeben. "Das ist ein super Ergebnis, ich bin sehr zufrieden", sagte der Vereinschef. Nur vier Tiere schnitten nicht ganz so gut ab. Acht Pokale wurden insgesamt vergeben. Allein zwei davon bekam Bernd Reuter vom gastgebenden Verein. Von seinen 15 ausgestellten Kaninchen aus fünf Rassen erhielten ein Großwidder und ein Löwenkopfkaninchen rhönfarbig vom Preisrichter Höchstnoten. Seit zwei Jahren gehören die beliebten, weil schön anzusehenden Tiere zum Bestand von Bernd Reuter. Wie all seinen Schützlingen lässt er ihnen die bestmögliche Pflege zukommen. Dazu gehört auch die Spritze. "Die Tiere nicht impfen zu lassen, ergibt für mich keinen Sinn."

Es ist die wuschelige Mähne, die der Kaninchenrasse ihren Namen gab. Die freundlichen, lebhaften Löwenkopfkaninchen ähneln von der Fellqualität her Angorakaninchen, jener Rasse, mit der Bernd Reuter 1971 zu züchten begann. "Die waren aber in der Pflege viel aufwendiger, die Löwenköpfchen müssen zum Beispiel nicht regelmäßig gekämmt werden", so der 67-Jährige. Damit es seinen 150 Kaninchen gut geht, achtet er auf eine ausgewogene Ernährung. So schwört Reuter dabei auch auf Grünkohl, den er selbst anbaut. Und auch Kräuter wie Thymian und Liebstöckel kommen bei seinen Tieren ins Futter. Dabei hält er sich an den Spruch: "Die Dosis macht das Gift. Wie auch bei den Menschen ist die richtige Balance wichtig", so Reuter. Der Erfolg gibt dem 17-maligen Kreismeister, vielmaligen Landesmeister und Europameister recht. "Ich finde es nur schade, dass sich zu wenige Jugendliche für die Kaninchenzucht interessieren. Es ist doch ein abwechslungsreiches Hobby."

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