Callenberg im Streit mit Bewerber für Bauamt

Erneut muss sich die Justiz mit der Besetzung einer einer Stelle beschäftigen

Callenberg.

Matthias Uhlmann aus Oelsnitz (Erzgebirgskreis) lässt nicht locker. Wenn er schon die Stelle im Bauamt nicht bekommen hat, so will er doch dafür wenigstens einen finanziellen Ersatz. Demnächst werden sich er und der Anwalt der Gemeinde Callenberg deshalb zum vierten Mal vor dem Arbeitsgericht treffen. Uhlmann will 40.000 Euro Schadensersatz, weil er die Stelle des Sachgebietsleiters im Bauamt nicht bekommen hat.

Der Krach dauert bereits zwei Jahre. Im August 2014 hatte die Gemeinde die Stelle ausgeschrieben. Es gab 22 Bewerber, vier kamen in die engere Auswahl, darunter auch Matthias Uhlmann. Als sich der Gemeinderat für eine Bewerberin entschied, die weniger Qualifikationen aufwies als er, ging Uhlmann dagegen vor. Die Gemeinde brach das Ausschreibungsverfahren ab. Uhlmann zog erstmals gegen Callenberg vor Gericht, verklagte die Gemeinde auf Fortsetzung des Verfahrens. Er gewann den Prozess in erster und in zweiter Instanz. Das Gericht warf der Gemeinde vor, mit der Bewerberin eine Lieblingskandidatin ins Amt holen zu wollen. So musste Bürgermeister Daniel Röthig (CDU) das Stellenausschreibungsverfahren wieder aufnehmen. Uhlmann war quasi der letzte Bewerber im Rennen. Doch wieder stimmte der Gemeinderat gegen ihn. Uhlmann verklagte die Gemeinde dann auf Schadenersatz in Höhe von 40.000 Euro. Im August dieses Jahres wies das Arbeitsgericht die Klage mit der Begründung ab, dass der Gemeinderat nicht die Pflicht habe, für Uhlmann zu stimmen. Uhlmann ist gegen das Urteil in Berufung gegangen. Somit kommt es zum vierten Prozess. Es steht noch kein Termin fest.

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