CFC-Fans fordern Wiedereinsetzung der Führungsriege

Die Fanszene des Chemnitzer FC hat am Mittwoch den Insolvenzverwalter Klaus Siemon aufgefordert, die Entlassung der Führungsriege des Vereins zurückzunehmen. In einem offenen Schreiben des Vereins Fanszene Chemnitz heißt es, die Anhänger der Himmelblauen könnten die Suspendierung des Aufsichtsratschefs Uwe Bauch und des Vorstandsvorsitzenden Andreas Georgi "in keinster Weise nachvollziehen". Zudem kritisieren die Fans die Äußerung des Insolvenzverwalters, dass seine Machtbefugnisse die des CFC übersteigen. "Niemand steht über dem Verein. Auch kein Klaus Siemon", heißt es in dem Schreiben.

Der Insolvenzverwalter hatte Bauch und Georgi am Dienstag suspendiert. Diesen Schritt begründete er in einem Schreiben damit, dass mit der Neustrukturierung der Gremien ein glaubwürdiger Neuanfang für Sponsoren, Mitglieder und Fans erreicht werden sollte. Näher dazu äußern wollte sich Siemon gegenüber "Freie Presse" nicht. (lumm)

Brief auf der Fanpage

Bewertung des Artikels: Ø 3.5 Sterne bei 6 Bewertungen
6Kommentare
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  • 1
    1
    Zeitungss
    15.07.2018

    Der Aufsichtsrat hätte handeln müssen, hat er aber nicht. Im Aufsichtsratsgesetz ist niedergeschrieben, wie in solchen Fällen zu verfahren ist. Bevor wieder reichlich rote Daumen verteilt werden, ganz einfach mal lesen was da so drin steht. Wissen möchte das scheinbar niemand, der große Teil der Steuerzahler in seiner Güte (Chemnitz ist besonders leidensfähig) steht für Ausgleich aus dem Stadtsäckel. Für mich ist nur wichtig, dass andere Gemeinden nicht auf die gleiche Idee kommen und das Geld der Steuerzahler an die Wand fahren. Möglicherweise wird auch schon über eine Abfindung für die Verantwortlichen nachgedacht, wundern würde es mich nicht, an anderer Stelle ist das bereits Standard in diesem Land.

  • 1
    0
    698236
    14.07.2018

    Die abgesetzten Verantwortlichen hatten sehr viel Zeit sich über die Situation des CFC einen Überblick zu verschaffen. Wenn ich aber in der Mitgliederversammlung höre, dass ein AR-Vorsitzender Bauch nach 9 Monaten erst weiß, wie es auf der Geschäftsstelle mit Software und Personal aussieht und dann noch Versprechungen macht, dass wird schon gut gehen und wir haben alles im Griff, macht sich verantwortlich für die INSOLVENZ des Vereins. Wenn ich dann noch Kritik an dem Insolvenzveralter übe, die nach bisheriger öffentlicher Darstellung, kein Vertrauensbasis beweist, sollte die Fanszene überlegen, ob der CFC nicht besser in der Kreisliga startet und vielleicht auch dort besser verbleibt. Der Überzeugung nach sind die besagten Herren Bauch etc. dann nicht mehr beim CFC zu finden. Überzeugungstäter im CFC müssen Leute sein, die kein Eigennutz, sondern das Ziel des Vereins uneineschränkt ohne eigene Vorteile verfolgen. Das scheint keinem der derzeitigen aussortierten Sponsoren und Gremnienmitglieder zu gefallen. Dritte Liga ist Profisport und keine Selbstdarstellung von einigen HErren, denen nicht mehr als Eigennutz auf Kosten des Vereins in Vordergrund standen. Man kann nur hoffen und Wünschen, dass die Herren Siemon, Sabotzick und Uhlig den Verein auf eine professionell geführte Schiene führt.
    Ein Verein, der sich auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2018 nicht als professionell geführten Verein präsentiert, sondern wie ein Dorfclub, der einen Jahresetat von 10.000 EUR zu verwalten hat, sollte sich hinterfragen, wie solche Strukturen verbessert werden können. Es besteht die Chance eines Neuanfangs. Aber auch nur eine Chance!

  • 4
    3
    Zeitungss
    12.07.2018

    Frage: Geht es hier überhaupt noch um Sport oder um einige gut bezahlte Posten?? Der Durchblick ist wohl schon lange verloren gegangen, was leider nicht nur beim CFC der Fall ist. Fachwissen ist heute nicht mehr nötig, wenn in der Brieftasche genug Platz für die Gage ist, so sollte das reichen. Diesen Zustand kennen wir aus vielen Bereichen der heutigen Zeit und ist noch ausbaufähig, woran man hart arbeitet.

  • 4
    2
    587977
    12.07.2018

    Hallo Zusammen,

    ich habe mir das Schreiben der Fanszene durchgelesen. Da schreiben die Blinden vom Sehen...
    Man befindet sich nach der Insolvenz, sondern mittendrin. Klaus Siemon hat umfassende Rechte und ein insolvenzrechtliches Mittel ist die Abberufung der Gremien - die im übrigen im Moment eh "zahnlose Tiger" sind.
    Eine Ausgliederung kann zu professionelleren Strukturen führen - muss sie aber nicht. Fakt ist aber, dass dann die Mitglieder weniger Entscheidungsgewalt hätten. Was man mit Herrn Kermer an der Spitze des AR will erschließt sich mir nicht, der hat doch auch keine Ahnung und pfuscht nicht nur im Stadtbild, sondern auch schon die letzten Jahre beim CFC mit rum.

  • 4
    8
    acals
    11.07.2018

    Wie zuvor vom CFC zugesagt, dass der Verein eine Ausgliederung seiner Profiabteilung "überprüfen" will, werden jetzt offensichtlich Nägel mit Köpfen gemacht. Dafür ist dem Insolvenzverwalter zu danken, nicht zuletzt weil er damit weiteren finanziellen Schaden für den Chemnitzer Steuerzahler o.a. den GGG Wohnungsmietern o.a. den EINS Energiebeziehern ... abwendet.

  • 7
    2
    jeverfanchemnitz
    11.07.2018

    Die beiden Suspendierten waren doch die, die einen Neuanfang gewollt und gemacht haben. Und dann nach Kenntnis aller Umstände verantwortlich dafür waren und gehandelt haben, dass Herr Siemon ins Spiel kommt. Was wissen wir hier nicht? Herr Siemon ist den Fans zumindest eine ausführlichere Erklärung schuldig.



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