CFC-Führung äußert sich zu Vorwürfen und Demo-Aufruf

Nach vier Tagen äußert sich erstmals der Chemnitzer FC zu den Ereignissen in der Innenstadt und zu den Vorwürfen, aus der Fanszene heraus sei der Aufruf zur Demonstration am Sonntagabend gekommen. Die rechtsradikale Fan-Gruppierung "Kaotic Chemnitz" hatte nach den tödlichen Messerstichen auf den 35-Jährigen in der Nacht zu Sonntag in sozialen Medien zu einem spontanen Trauermarsch aufgerufen, bei dem es zu Ausschreitungen kam.

Das Gremium des Aufsichtsrates sowie Vorstandsvorsitzender Andreas Georgi verurteilen die Tat, drücken den Angehörigen ihr Mitgefühl aus und distanzieren sich zugleich von "jeglichen extremistischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Handlungen", heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung. Zugleich weisen sie darauf hin, dass es sich bei der Gruppierung "Kaotic Chemnitz" nicht um einen offiziellen CFC-Fanclub handle. "Die Vielzahl unserer Mitglieder und Fans sowie die sich aus Spielern verschiedenster Nationen zusammensetzende Mannschaft stehen für Offenheit, Toleranz und Respekt", so Georgi und Aufsichtsrat.

"Kaotic Chemnitz" habe seit 2012 "zu Heim- und Auswärtsspielen des CFC ein Erscheinungsverbot". Im jüngsten Verfassungsschutzbericht war die Gruppe im Zusammenhang mit der rechtsextremen Szene in Chemnitz genannt worden. Zur Begründung wurden unter anderem gemeinsame Aktivitäten sowie personelle Überschneidungen zur Anfang 2014 verbotenen rechtsextremen Gruppierung "Nationale Sozialisten Chemnitz" angegeben. (dy)

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