CFC-Insolvenz: Streit in der Führungsriege spitzt sich zu

Insolvenzverwalter Klaus Siemon hat seine Anschuldigungen gegen die Vereinsspitze präzisiert. Doch er muss eine juristische Niederlage einstecken.

Das Landgericht Chemnitz hat zwei Befangenheitsanträge des CFC-Insolvenzverwalters Klaus Siemon abgelehnt. Die sechste Kammer des Gerichts habe die Anträge als unbegründet zurückgewiesen, teilte Gerichtssprecherin Marika Lang am Montag auf Anfrage mit.

In den zwei getrennten Verfahren geht es um die Hausverbote, die Siemon, der seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende Juni den Chemnitzer FC leitet, gegen die Chefs von Aufsichtsrat und Vorstand, Uwe Bauch und Andreas Georgi, verhängt hat. Beide gehen im Eilverfahren gegen diese Entscheidung vor. Allerdings verzögert sich das Verfahren weiter. Siemon habe gegen den Beschluss des Landgerichts Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) eingereicht, so Lang.

Eine Begründung der Beschwerde sei noch nicht erfolgt, ergänzt die Sprecherin. Solange die Entscheidung des OLG ausstehe, werde jedoch nicht verhandelt. Der Insolvenzverwalter wollte sich auf Anfrage weder zu den Gründen für die Befangenheitsanträge noch zur Beschwerde äußern.

Warum es zum Bruch zwischen ihm und der Vereinsspitze gekommen ist, dazu hat Siemon nun erstmals im Interview mit "Freie Presse" ausführlich Stellung genommen. Nach seinen Angaben haben Uwe Bauch und Andreas Georgi eine Ausgliederung des CFC-Nachwuchsleistungszentrums aus der Insolvenzmasse angestrebt. Das hätte das Ende des Zentrums bedeutet, zu dem auch die B-Junioren-Bundesligamannschaft gehört, so Siemon. Bauch und Georgi weisen die Vorwürfe zurück und kündigen an, diese juristisch prüfen zu lassen.

Das Interview mit Insolvenzverwalter Klaus Siemon lesen Sie auf Seite 16.

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