CFC-Insolvenzverwalter beantragt dreiköpfigen Notvorstand

Klaus Siemon hat beim Amtsgericht Vorschläge für ein neues Führungsgremium des Chemnitzer FC eingereicht. Drei Namen stehen auf der Liste.

Noch am Mittwochabend hat CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon beim Chemnitzer Amtsgericht die Neubesetzung des Notvorstandes beantragt. Wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage der "Freien Presse" am Donnerstag bestätigte, enthält der Antrag insgesamt drei Namen: Neben CFC-GmbH-Geschäftsführer Thomas Sobotzik und dem ehemaligen Chemnitzer Oberstaatsanwalt Siegfried Rümmler soll auch die stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der CFC-GmbH, Romy Polster, Mitglied des neuen Vorstandes werden.

Grundlage des Antrages sei es, teilte der Insolvenzverwalter in einer E-Mail an die "Freie Presse" mit, "dass auf dieser Basis eine geordnete Mitgliederversammlung durchgeführt werden kann und insbesondere die operative Verzahnung zwischen CFC GmbH und CFC e.V. wieder hergestellt wird". Das sei unerlässlich, so Siemon, um die anfallende Arbeit erledigen zu können. "Wir brauchen jetzt ganz dringend dieses Zeichen", schreibt der Insolvenzeverwalter. Dann würden "die sehr guten Leistungen der Mannschaft auch wieder dazu führen, dass wir die notwendigen Punkte einfahren". Zugleich richtete Siemon eine Bitte an die Fans, nämlich "sich vor Augen zu führen, dass jetzt alle diesen Kurs unterstützen sollten".


Mit Romy Polster hätten künftig auch die Gesellschafter der im Oktober 2018 neugegründeten CFC Fußball GmbH im neuen Vorstand eine Stimme. Polster ist Vertreterin der PC Verwaltungsgesellschaft, die über ein Prozent der Anteile an der Fußball GmbH verfügt.

Der ehemalige Oberstaatsanwalt Siegfried Rümmler kam über seine Funktion als Sportstaatsanwalt mit dem CFC in Kontakt. Bis zu seiner Pensionierung war Rümmler nach Informationen der "Freien Presse" 15 Jahre lang bei fast jedem Heimspiel des Clubs im Stadion anwesend. Rümmler befindet sich seit Anfang Juli im Ruhestand.

Laut Amtsgericht müssen die drei Nominierten nun zunächst befragt werden, ob sie die Funktion übernehmen wollen. Erst danach könne das Gericht eine Entscheidung treffen, so ein Sprecher.

Ein neuer Notvorstand hätte die Aufgabe, möglichst schnell eine neue Mitgliederversammlung zu organisieren. Dort soll dann ein neuer Aufsichtsrat bestimmt werden. In der Mitgliederversammlung am Montag war genau dies gescheitert.

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3Kommentare
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  • 7
    2
    d0m1ng023
    23.08.2019

    Soviel positive Nachrichten an einem Tag ist man von Chemnitz gar nicht gewohnt...

  • 7
    4
    698236
    22.08.2019

    Der cfc scheint doch noch den Weg der Seriosität zu finden. Damit haben die Sponsoren zunächst eine Sicherheit, dass irgendwelche Gestalten, die meinen sie könnten mit 400 Mitlgiedern, den Verein kaputt machen, ohne diejenigen zu berücksichtigen, die eine Menge Geld für den Drittliga-Fussball in Chemnitz auf den Tisch legen.
    Wie hat Uli Hoeness seinerzeit zu den Südtribünen-Fans gesagt: Ihr wisst gar nicht, wie wir uns den Arsch aufreißen, damit ihr am Wochenende für 18 Euro Spitzenfussball sehen könnt. Das nur mal an alle diejenigen, die meinen, das Geld fällt vom Himmel.

  • 13
    16
    mathausmike
    22.08.2019

    CFC-Er bleibt unverwüstlich!
    Totgesagte leben länger!



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