CFC: Kommende Woche wird verhandelt

Vereinsspitze geht gegen vom Insolvenzverwalter verhängte Hausverbote vor

Im Streit zwischen der Vereinsführung des Fußball-Regionalligisten Chemnitzer FC und dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon bahnt sich eine erste Entscheidung an. Wie das Landgericht Chemnitz auf Anfrage mitteilt, seien für kommenden Montag zwei Verhandlungen angesetzt. In diesen gehe es um die einstweiligen Verfügungen, die die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand, Uwe Bauch und Andreas Georgi, beantragt hatten. Sie wollen wieder Zugang zu den Geschäftsräumen des Vereins erhalten.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon, der den CFC seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens führt, hatte Bauch und Georgi Anfang Juli Hausverbote für Teile des Stadions an der Gellertstraße erteilt. Begründet hatte er diesen Schritt mit einer Neustrukturierung der Gremien, die Gläubiger und Sponsoren erwarteten. Im Interview mit "Freie Presse" ergänzte Siemon später, Bauch und Georgi hätten im operativen Geschäft nicht mit ihm an einem Strang gezogen. Er wolle nicht, dass die beiden den CFC-Mitarbeitern Anweisungen geben, die seiner Arbeitsweise widersprechen, sagte der Insolvenzverwalter. Das sei der Hintergrund für die verhängten Hausverbote.

Gegen diese waren Georgi und Bauch Anfang August mit einstweiligen Verfügungen vorgegangen. Das Verfahren vor dem Landgericht hatte sich allerdings verzögert, weil Siemon gegen die zuständige Kammer Befangenheitsanträge gestellt und - als diese abgelehnt wurden - Beschwerde beim Oberlandesgericht eingereicht hatte. Dort lag der Fall zuletzt. Begründet hat er diesen Schritt am Dienstag damit, dass Inhalte des Antrags zur einstweiligen Verfügung frühzeitig an die Öffentlichkeit gelangt seien. "Dadurch entstand die Besorgnis der Befangenheit bei mir", so Siemon.

Ob seine Beschwerde beim Oberlandesgericht abgelehnt wurde oder ob er sie zurückgenommen hat, blieb gestern offen. Der Insolvenzverwalter teilte auf Anfrage nur mit, er habe keine Sorge mehr, dass das Landgericht befangen ist, weil eine andere Kammer den Sachverhalt überprüft und nichts zu beanstanden gehabt habe. "Das ist gut und richtig gewesen und stärkt das Vertrauen in die Justiz", so Siemon.

Gut eine Woche nach den Verhandlungen am Montag steht der nächste Gerichtstermin für den CFC an. Am Amtsgericht findet am 26. September die Gläubigerversammlung statt.

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