CFC: Verhandlung vor Gericht abgesagt

Der CFC-Präsident wehrt sich gegen seine Suspendierung. Jetzt hat der Insolvenzverwalter einen Befangenheitsantrag gegen den Richter gestellt.

Die Frage, ob der gewählte Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC, Andreas Georgi, weiterhin suspendiert bleibt und Teile des Stadions nicht betreten darf, wird später geklärt als geplant. Ein für Freitag angesetzter Termin vor dem Landgericht wurde kurzfristig abgesagt. Ein neues Datum für die Verhandlung steht noch nicht fest.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon, der den Fußball-Regionalligisten seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens führt, hatte die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand, Uwe Bauch und Andreas Georgi, Anfang Juli suspendiert und beiden Hausverbote für Teile des Stadions an der Gellertstraße erteilt. Begründet hatte er diesen Schritt mit einer Neustrukturierung der Gremien, die in einem Insolvenzverfahren der Normalfall sei. Öffentlichkeit, Gläubiger und Sponsoren würden einen Neustart erwarten. Insbesondere die Person des Aufsichtsratsvorsitzenden, so Siemon, habe zu kontroversen Diskussionen geführt, Sponsoren hätten ihr Engagement davon abhängig gemacht.

Vorstands-Chef Georgi hat daraufhin einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen seine Suspendierung und das gegen ihn verhängte Hausverbot eingereicht. Im Eilverfahren sollte am Freitag das Landgericht darüber entscheiden. Auf Anfrage teilte Gerichtssprecherin Marika Lang mit, die Verhandlung sei abgesetzt worden, weil Siemon einen Befangenheitsantrag gegen den Richter gestellt habe. Was Siemon als Gründe angegeben hat, erläuterte sie nicht. Der Insolvenzverwalter äußerte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht gegenüber "Freie Presse". Georgi bedauerte die Absage: "Ich hätte lieber eine schnelle Klärung gehabt." Er gehe aber davon aus, dass zeitnah ein neuer Termin angesetzt werde, da es sich um ein Eilverfahren handele.

Über den Befangenheitsantrag werde kommende Woche eine andere als die für das Verfahren vorgesehen Kammer des Gerichts entscheiden, sagt Sprecherin Lang. Lehnt sie Siemons Antrag ab, werde zeitnah ein neuer Termin angesetzt. Folgt sie der Argumentation des Insolvenzverwalters, werde eine andere Kammer mit dem Verfahren beauftragt. Gegen die Entscheidung könne Beschwerde beim Oberlandesgericht eingereicht werden, so Lang.

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 3 Bewertungen
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...