CFC: Wohl kein schnelles Ende der Insolvenz

Gesellschafter lehnen Garantien ab - Siemon zieht Insolvenzplan zurück

Insolvenzverwalter Klaus Siemon hat seinen im September eingereichten Insolvenzplan für den Chemnitzer FC zurückgezogen. Das hat die Sprecherin des Amtsgerichts, Birgit Feuring, der "Freien Presse" bestätigt. Ein entsprechender Antrag Siemons sei am Montag beim Insolvenzgericht eingegangen, sagte sie.

Als Grund habe Siemon angegeben, dass die Gesellschafter der CFC Fußball GmbH die von ihm geforderten Garantien nicht hätten abgeben wollen, so Feuring. Der Rechtsanwalt hat sich bislang nicht zu den Details seines Plans geäußert. Dafür hatten die Gesellschafter bei einem Treffen mit Fans und Mitgliedern in der vergangenen Woche Inhalte preisgegeben: Derzeit sind 11 Prozent der GmbH-Anteile in Besitz der Gesellschafter, 51 Prozent müssen beim Verein verbleiben. Siemon setze darauf, dass die Gesellschafter auch die restlichen 38 Prozent noch erwerben. So könnten 380.000 Euro für die Insolvenzmasse eingenommen und für die Auszahlung der Gläubiger verwendet werden, hieß es. Den Gesellschaftern zufolge hat Siemon darüber hinaus eine Garantie für die Übernahme seiner Vergütung und von Gerichtskosten von ihnen verlangt. Die wolle man aber nicht abgeben, so Gesellschafter Olaf Pönisch vor wenigen Tagen. Für die Beendigung der Insolvenz seien deswegen zwischen 500.000 und einer Million Euro notwendig, informierten die Gesellschafter. Nach Medienberichten könnten es sogar bis zu 1,7 Millionen Euro sein.

Mit dem Rückzug des Konzeptes gebe es aktuell keinen gültigen Insolvenzplan für den insolventen Verein CFC, erklärt die Sprecherin des Amtsgerichts: "Das Insolvenzverfahren läuft aber normal weiter." Ein schnelles Ende dieses Verfahrens ist damit allerdings nicht in Sicht. CFC-GmbH-Geschäftsführer und Gesellschafter Uwe Hildebrand wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern. Es handle sich um eine Angelegenheit des Vereins, sagte er.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    cn3boj00
    29.10.2019

    Man sollte endlich einsehen, dass Herr Siemon nicht in der Lage ist, den CFC aus der Insolvenz zu führen. Hier gehört auch ein Neuanfang her, wie in den Vereinsgremien. Aber der göttliche Verwalter will wohl bis zu seinem Ruhestand das Gefühl haben einen Fußballclub zu besitzen.



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