Chemnitzer Aktienspinnerei bekommt was aufs Dach

Abgetragenes Stockwerk soll beim Umbau zur Zentralbibliothek der TU wieder aufgesetzt werden

14Kommentare
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    ramon
    04.02.2013

    Hier geht es nicht um Wegschließen und Archivieren, sondern um das Verfügbarmachen von Wissen. Schlaue Menschen sichern das Überleben der Menschheit, Archivare sichern nur das Überleben der Mikrofiches.

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    Jothade
    04.02.2013

    Meiner Kenntnis nach werden auch jetzt noch sämtliche wichtigen Dokumente auf Mikrofilm 'verfisht' und in einsturzsicheren Bunkern aufbewahrt, weil das Filmmaterial eine Mindesthaltbarkeit von 400 Jahren hat und man heute schon weiß, dass sämtliche andere heute gebräuchliche Speichermedien eben NICHT diese Lebensdauer garantieren. Und Mikrofilme sind auch noch in 400 Jahren ohne besondere Hilfsmittel lesbar: man braucht nur Licht und ne Lupe dazu (das soll nicht heißen, dass heute schon bekannt ist, ob dann überhaupt noch Menschen existieren oder wir uns und unsere Erde bis dahin nicht schon aus dem Weltraum gebombt oder geätzt haben...).

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    schnuffelduffel
    04.02.2013

    Und da sich in Deutschland der Fernbusverkehr mittels Liberalisierung sehr gut entwickelt und max. 400 Meter unzumutbar sind wird der Chemnitzer Busbahnhof abgerissen.

    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Chemnitzer-Busbahnhof-soll-an-die-Bahnhofstrasse-ziehen-artikel7509660.php

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    ramon
    04.02.2013

    Die Server mit den digitalen Daten stehen gewöhnlich in (mehreren) Rechenzentren und sind über das sogenannte Internet auch bequem von zu Hause, aus dem Hörsaal, der Studentenkneipe oder dem Ostseestrand zu erreichen. Da die Welt nicht auf Chemnitz angewiesen ist, arbeiten andere schon an solchen Angeboten. Ob die Rolle der Chemnitzer Bibliothek noch die selbe sein wird, wenn das Gebäude in ferner Zukunft fertiggestellt ist, wage ich zu bezweifeln. Sicherheitshalber ist das Gebäude deshalb auch "Kommunikations- und Treffpunkt". Hauptsache altmodische Politiker bekommen altmodische Denkmäler gesetzt.

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    03.02.2013

    @aardvark: Natüüüürlich könnte man Platz sparen oder what ever.
    Aber ich findem an kann sich doch auch selbst um die digitale Speicherung kümmern. In Büchern der Bibliothek lesen und sich informieren. Und auf seinem eigenen Laptop schreiben usw. ... du verstehst ?

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    gelöschter Nutzer
    03.02.2013

    @Ruffy: es geht doch im Grunde nicht darum, welche Medien in die Bibliothek sollen. Es wird jeder wissen, dass eine gute Bibliothek alle Arten von Medien vorhalten muss. Ich hatte mich in meinem ersten Posting auf die Aussage von ramon bezogen, man könne doch Regale sparen, wenn man alles einscannt und auf die Bücher gleich ganz verzichtet. Ich wollte nur darstellen, wie kurzsichtig und unrealistisch diese Ansicht ist. Die meisten haben das aber leider nicht verstanden.

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    03.02.2013

    Anstatt euch darüber aufzuregen/zu streiten oder sonstiges, welche Medien in der künftigen Zentralbibliothek vorhanden sein werden, solltet ihr euch lieber freuen, dass es überhaupt eine Zentralbibliothek + Uni Campus geben wird. Ich finde es sehr gut das überhaupt etwas vorann geht.

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    PeKa
    03.02.2013

    Wie wäre es denn, wenn ihr sowohl die Bücher als auch die digitalen Medien als GLEICHWERTIG akzeptieren würdet? Unter diesem Gesichtspunkt könnte doch der Umbau zur Zentralbibliothek eine sinnvolle Sache werden.

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    torschro
    03.02.2013

    Chemnitz Stadt der Moderne...dieser Slogan war von Anfang an lächerlich...jetzt ist es einfach nur noch grotesk!

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    gelöschter Nutzer
    02.02.2013

    Es geht doch nicht darum, die Sachen nich AUCH digital zu archivieren und den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Nur: sich nur auf digital zu verlassen und die Originale zu vernichten (ist wirklich gemacht worden) halte ich für äußerst kurzsichtig. Viele Archive machen das auch nicht mehr. Und @ramon: wenn es brennt oder ein Archiv einstürzt, können digitale Medien ebenso in Mitleidenschaft gezogen werden.

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    ramon
    02.02.2013

    @aardvark: Bloss weil Privatpersonen regelmäßig ihre Datenträger nicht mehr lesen können, muss das bei professionellen digitialen Archiven nicht so sein. Was mit Papier passiert, sieht man z.B. an der abgebrannten Anna Amalia Bibliothek und beim eingestürzten Kölner Stadtarchiv. Hinterher ist dann immer das Gejammer groß, wenn historische Schätze abhanden kommen, auf die vorher sowieso kaum jemand Zugriff hatte, weil ein Teil der wertvollen Offline-Werke nur Forschern mit Baumwollhandschuhen zugänglich gemacht wird.

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    gelöschter Nutzer
    02.02.2013

    Und wie ist das, wenn 300 Studenten gleichzeitig auf ein Werk zugreifen wollen bzw. müssen, da Hausarbeiten oder Prüfungsarbeiten zu schreiben sind? Gehen dann alle gleichzeitig in die Uni-Bibliothek???
    Apropos Lagerung: Die Lagerung von Papier über sehr lange Zeiten bedeutet, dass man entsprechend klimatisierte Räume schafft und möglichst auch keiner mehr auf die Papiere/Bücher zugreift - wegen der Belastung...und dann nur mit Handschuhen - wegen der Aminosäuren...

    Vor allem in der Lehre, dort wo sich ständig Neuheiten ergeben, muss das Wissen den Lehrenden und Lernenden schnell zur Verfügung stehen. Deshalb kommt man an der digitalen Verarbeitung und Speicherung gar nicht vorbei.

    Aufgabe für die IT-"Fuzzis" ist es in die Rahmen-bedingungen dafür zu schaffen.

    Wenn Technik kurzlebig ist, warum speichern dann die TV-Sender ihre Unterlagen, Filme - jeden verdammten Dreh - auf digitalen Festplattensystemen?
    Das ZDF z.Bsp. macht das schon seit den 90zigern. Und die stellen auf jeden Fall sicher, dass nichts "digital verfällt. Die werden ihre Daten auch in Formaten speichern, die in 100 Jahren noch lesbar sind und das mit den dann vorhandenen digitalen Geräten.

    Und warum nutzen Firmen das PDF-Format???

    Wenn man natürlich auf den DC/DVD-Speicherzug aufgesprungen ist und heute merkt, dass eine vor einem halben Jahr für 10 Cent gekaufte und mit Familienfotos bebrannte DVD nicht mehr geht, dann kennt man sich im digitalen Verfall schon mal bestens aus.

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    gelöschter Nutzer
    02.02.2013

    @ramon: eine sehr kurzsichtige Herangehensweise. Schon mal was vom digitalen Verfall gehört? Die Software, die heute einscannt und die datenträger, auf die man es bringt, kann schon in 10 Jahren überholt sein und dann gibt es kaum noch Lesegeräte dafür. Hast du noch Floppy Disks zu Hause? Auf denen hat man noch vor 15 Jahren alles abgespeichert, heute hat keiner mehr ein Floppy-Disk Laufwerk. Einfach alles einscannen und dann das Papier wegwerfen hat man mal ein paar Jahre gemacht, bis man gemerkt hat, wie dumm das eigentlich ist. Papier ist für die Ewigkeit, wenn man es richtig lagert und ein Lesegerät braucht man dafür auch keines. Technik hingegen ist kurzlebig.

  • 1
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    ramon
    02.02.2013

    Noch günstiger wäre das Einscannen der Bücher und der Verzicht auf Regale und Magazine. Die Planer dieser historischen Infrastruktur scheinen aus der Zeit gefallen zu sen. In Chemnitz fährt man dann in 10 Jahren immer noch per Bahn in die Bibliothek, während der Rest der Welt online zugreift.



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