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Das Team für den Neustart im höchsten Haus am Platz steht schon. Die Gewerkschaft hat nun Bewerbungsschreiben an 15 Unternehmen geschickt. Doch die Nerven liegen blank.
„Kult-Hotel mit Dream-Team sucht neuen Betreiber mit Herz und Vision“ – unter dieser Überschrift hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Namen der Beschäftigten des Congress Hotels Bewerbungsunterlagen an 15 Hotelketten verschickt.
Vorteil für einen möglichen Investor: Das Team ist eingespielt. „Einige von uns arbeiten schon seit über 20 Jahren im Congress Hotel und kennen es wie die eigene Westentasche. Deshalb sind wir uns sicher: Das Hotel hat noch viel Potenzial – und wir sind bereit, es zu heben“, heißt es.
Der „Lebenslauf“ gibt Aufschluss über den Werdegang des Hotels: Von der „Ausbildung“ („Bauzeit 1969 bis 1974“) über die „Arbeitserfahrung“ („volle Auslastung im Jahr der Kulturhauptstadt 2025“) bis hin zu „Fähigkeiten“ wie dem Panoramablick aus dem Restaurant im 26. Stock.
Start für Sozialplanverhandlungen
Doch so positiv das alles auch klingt, wirklich zum Lachen ist dem Team derzeit nicht gerade. Noch sind viele Fragen offen. Eine davon ist, wann sie die Kündigungen erhalten. Das ist erst möglich, wenn sich die Betreibergesellschaft mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt hat. Darin wird es vor allem um Abfindungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen. Ein erster Vorschlag vonseiten der Betreibergesellschaft liegt mittlerweile vor, heißt es von der Gewerkschaft. Die Verhandlungen beginnen am Donnerstag in Dresden. Thomas Lißner von der NGG geht nicht davon aus, dass man sich in der ersten Runde gleich einigen werde.
Es sei vor allem die Unsicherheit, die den Mitarbeitenden zu schaffen macht, sagt Lißner. Schon bald werden sie das Haus nicht mehr betreten können, sie müssen die Schlüssel abgeben. Eine offizielle Freistellung von der Arbeit liege aber noch nicht vor.
Nicht für alle Auszubildenden gibt es schon Lösung
Im Januar hatte die Betreibergesellschaft Maya Hotel Operations die Schließung des Congress-Hotels angekündigt und die rund 40 Beschäftigten vor eine ungewisse Zukunft gestellt. Zumindest die Azubis des dritten Lehrjahres sollen ihre Ausbildung unter anderem in einem Hotel in Zwickau beenden können. Für die im zweiten Lehrjahr konnte noch keine Lösung gefunden werden, heißt es. (cma/aed)





