Chemnitzer Ehrenbürger Siegmund Rotstein verstorben

Der Chemnitzer Ehrenbürger und langjährige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, Siegmund Rotstein, ist nach Information des Zentralrates der Juden im Alter von 95 Jahren verstorben. Er war auch Präsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der DDR. Rotstein, 1925 in Chemnitz geboren, war als damals 20-Jähriger einer der letzten Chemnitzer Juden, die ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden und einer der wenigen überlebenden Chemnitzer Juden, die in ihre Heimatstadt zurückkehrten. Von 1966 bis 2006 war er Vorsitzender, seit 2007 Ehrenvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Karl-Marx-Stadt/Chemnitz. Der gelernte Herrenschneider engagierte sich für den Bau der Chemnitzer Synagoge, die 2002 öffnete. 2007 ernannte ihn die Stadt zum Ehrenbürger. (dy)

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