Chemnitzer Polizei zieht Bilanz: Rund 7500 Demonstranten, 600 Einsatzkräfte, 20 Verletzte

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Gegendemonstranten in Chemnitz sind am Montag mindestens 20 Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten. Wie die Polizei am Dienstagmittag mitteilte, waren während der Proteste insgesamt 591 Beamte im Einsatz, um zu deeskalieren und beide Lager zu trennen. Dem standen nach Polizeiangaben etwa 6000 Teilnehmer der vom rechtspopulistischen Bündnis Pro Chemnitz organisierten Versammlung und rund 1500 Teilnehmer bei der von der Links-Partei für das Bündnis Chemnitz nazifrei organisierten Gegenveranstaltung gegenüber. Trotz dieser Mobilisierung, die die Erwartungen der Einsatzleitung übertroffen habe, sei es den Einsatzkräften weitestgehend gelungen, die Versammlungsfreiheit und die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Es kam dennoch zu Zusammenstößen, wie die Beamten einräumten. Auch Pyrotechnik wurde in beiden Lagern eingesetzt.

Nach einer ersten Bilanz liegen bislang 43 Anzeigen vor, unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen), Körperverletzung und Verstöße gegen das Sächsische Versammlungsgesetz.

Anlass der Proteste waren gewalttätige Ausschreitungen am Wochenende am Rande des Stadtfestes in Chemnitz. Auslöser dafür war, dass ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden war. Gegen einen 23 alten Syrer und einen 22 Jahre alten Mann aus dem Irak wurde Haftbefehl erlassen. (fp)

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