Chemnitzer sehen Antifa-Schau meist kritisch

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Hunderte Kommentare vor Eröffnung - Zweifel an Kunst und Geldvergabe


Registrieren und weiterlesen

Lesen Sie einen Monat lang alle Inhalte auf freiepresse.de und im E-Paper. Sie müssen sich dazu nur kostenfrei und unverbindlich registrieren.


Sie sind bereits registriert? 

Das könnte Sie auch interessieren

1515 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 14
    4
    mops0106
    14.08.2020

    Im "Bayerkurier" vom 20.07.16 habe ich einen sehr interessanten Kommentar gefunden, in dem auch Hans-Peter Uhl MdB (2019 verstorben) zitiert wird:

    https://www.bayernkurier.de/inland/15636-extremismus-einseitig-betrachtet/

    "Uhl hat noch mehrere weitere Beispiele: „Unter der politischen Verantwortung von Frau Schwesig werden Vereinigungen und Gruppen gefördert, die hinsichtlich ihrer Nähe zum Linksextremismus und zum weltweiten Netzwerk der Muslimbruderschaften keinerlei staatliche Förderung verdienen.“ Mit über 40 Millionen Euro in den Jahren 2015 und 2016 würden unter Schwesigs Federführung über das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ Aktivitäten gefördert, die einer gewissenhaften Überprüfung nicht standhalten würden, kritisiert Uhl.

    „Ich halte diese Entwicklung im Bereich des Bundesfamilienministeriums nicht für eine Nachlässigkeit, sondern für eine gewollte politische Weichenstellung. Anders lässt sich die Abschaffung der Demokratieerklärung nicht deuten. Durch solche Weichenstellungen wird aber das Klima geschaffen, im dem sich linksextreme Gewalt der klammheimlichen Unterstützung vieler glaubte sicher zu sein“, sagt Uhl."

  • 16
    4
    censor
    14.08.2020

    @Sterntaler - Genauso sehe ich das auch.

    Übrigens äußerten sich Vertreter der Linken im Februar 2020 auf einem parteiinternen Strategie-Kongress in Kassel dahingehend, die Partei müsse sich des Parlamentarismus und damit der staatlichen Institutionen bedienen, um (Zitat) "staatliche Mittel abzugreifen und diese der Antifa zuzuleiten."

    Das sagte ein Delegierter vor laufender Kamera. Das Video machte bei yt die Runde und sorgte für große Empörung. Es war die gleiche Veranstaltung, auf der auch vom "Erschießen der 10% Reichen" geredet wurde.

    Man sieht also, die Methodik, über Fördermittel die Antifa zu alimentieren, wird strategisch vorgedacht und kommt nicht von Ungefähr.

  • 15
    3
    gelöschter Nutzer
    14.08.2020

    Fördergeld an Antifa-Gruppen weitergeben, ist das nicht Missbrauch/Veruntreuung/Zweckentfremdung von Fördermitteln, die dann zurückgezahlt werden müssen?

  • 14
    4
    censor
    14.08.2020

    @Haju, danke für den erfrischenden Kommentar. Ich möchte noch hinzufügen: Schade, dass Christo nicht mehr lebt. Hier gehört einiges verhüllt.

  • 16
    2
    censor
    14.08.2020

    @Ramomba, Faschismus definiert sich nicht nach der politischen Ausrichtung seiner Betreiber, sondern nach den Methoden.

    Der Faschismus entmündigt das Individuum, überwacht es und beraubt es seiner Freiheitsrechte zugunsten staatlicher bzw bürokratischer Machtkompetenzen und einer Gesellschaft, die keinerlei oder nur geringste Mitgestaltungsmöglichkeiten besitzt. Zur Durchsetzung seiner Macht bedient er sich der Angsterzeugung und eines restriktiven Strafrechts.

    Vor der Vorstellung, das Linke immer gut sind (auch linker Radikalismus) und Rechte immer böse sind, ist zu warnen.
    Und der Zweck heiligt niemals die Mittel.

  • 18
    7
    Haju
    14.08.2020

    Kann man noch ein Kunstwerk nachreichen? Eine 5. Klasse könnte ja mal ein Fahrrad beim Schwimmunterricht im Becken versenken, die Schule innen und außen mit Farbspraydosen beschmieren und dabei "Hurz!" singen. Das gibt für diese komplexe Leistung dann für alle Note 1 sowohl im Kunst- als auch im Musikunterricht. Aber nicht nur: es kommt Leben in die Schulbude; das Bildungsministerium kauft sicher einige Exponate ab und der Erlös geht an die Grüne Jugend (Plakat: "Genervt von Mathe? Pflichtfächer abschaffen!").
    Eigentlich muß jetzt in Sachsen nur noch die Schule wieder beginnen...

  • 21
    7
    censor
    14.08.2020

    Lieber Albatros, alles richtig, was Sie schreiben - aber darum geht es im Wesentlichen gar nicht. Es geht um die Tatsache, dass die Ausrichter der Ausstellung bereits vorher erklärt haben, die staatlichen Fördermittel, die sie für diese Ausstellung bekommen haben, nicht selbst zu nutzen sondern eins zu eins an die Antifa weiter zu geben.

    Das ist eine zweckwidrige Verwendung von öffentlichen Mitteln.

  • 23
    9
    TWe
    14.08.2020

    Ich haben mit den Vertretern der AfD noch nie etwas am Hut gehabt und finde es sehr, sehr erstaunlich, dass ausgerechnet eine Antifa-Kunstausstellung plötzlich Sympathie-Werte für diese Partei in mir weckt.

    Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass ich im Hinblick darauf nicht alleine dastehe.

    Was die Kunst betrifft, so bin ich der Meinung, dass solche Aktionen nicht allein deshalb legitim sind, nur weil das Grundgesetz diesen Spielraum hergibt.

    Ein Einkaufswagen, mit dem Angriffen auf Polizeibeamte "gedacht" wird, hat in einem städtischen Museum unserer Stadt nichts zu suchen...unter keinen Umständen!

    Die Diskussion darüber in welche Richtung der Einkaufswagen geschoben wurde, erachte ich übrigens als heuchlerisch. Es ging damals eindeutig darum, die körperliche Unversehrtheit der Polizeibeamten anzugreifen. In welche Richtung der Einkaufswagen rollte ist dabei irrelevant.

    Müssen wir jetzt wirklich erst eine Demo auf dem Theaterplatz organisieren und öffentlichkeitswirksam fordern, dass dieser Schwachsinn aus dem Museum verschwindet?

  • 21
    17
    Albatros
    14.08.2020

    Unser Grundgesetz gewährleistet die Freiheit der Kunst. Dazu gehört auch, dass kontroverse Ausstellungen gezeigt werden können.

    Vielleicht wollten die Macher:innen genau diese Reaktion auslösen, dass wir über das Thema Antifaschismus und den Zustand in Sachsen und Chemnitz diskutieren. Es ist doch schön, wenn Kunst polarisiert, zum Denken und zur Auseinandersetzung anregt.

    Mythos Antifa: Darunter kann, wie auch in den Kommentaren zu sehen, vieles fallen: Die Oma, die Nazi-Schmierereien entfernt, Demonstrationen gegen menschenfeindliche Rechtsradikale, das Eintreten für Demokratie und Menschenrechte. Viele verengen hier die Perspektive auf militante Gruppierungen. Selbst die CDU rief in ihren Anfangsjahren dazu auf, dass sich Antifaschisten zur CDU kommen sollten.

    Und ja, was soll Kunst? Die Frage kann man eben nicht so einfach beantworten. Für die einen soll sie Menschen vereinen, für andere eher Konflikte oder Vielfalt (auf)zeigen.

    Und es wäre doch auch langweilig, wenn wir alle die gleiche Meinung hätten und wir keine Kunstaktionen wie ein versenktes Autos, das neue Stadttor oder die Peng-Ausstellung erleben dürften. Dafür danke an die Künstler:innen und die Kunstsammlungen, dass hier mal wieder Leben in die Chemnitzer Bude kommt. ;-)

  • 21
    24
    Ramomba
    14.08.2020

    Diese Aktion hat auf jeden Fall ihr Ziel erreicht. Die Macher werden sich die Hände reiben. Die mediale Aufmerksamkeit ist da. Die Menschen sprechen darüber. Allerdings in die falsche Richtung: Denn wir sollten uns eigentlich Gedanken über den gefährlichen Rechtsruck in unserer Gesellschaft machen, der dem Faschismus wiederum einen Nährboden bereitet. Antifaschismus muss einfach das Vorzeichen jeder heutigen und künftigen Gesellschaft sein. Dann müssen Linke auch nicht mehr radikal reagieren. Genau darum geht es - wie ich es verstehe - den Kunstsammlungen mit dieser mutigen Entscheidung für Peng.

  • 14
    20
    KTreppil
    14.08.2020

    Kunst wurde in Deutschland schon viel zu oft politisch vereinnahmt, man denke nur an die "Kunst" und das Kunstverständnis in der Nazizeit oder die vielen Statuen, Plastiken u.a. Reliquien aus der Zeit des Stalinismus. Dafür steht noch immer ein aktuelles Beispiel in Chemnitz, der Nischl. Damit sollte einfach mal Schluss sein, Kunst soll Menschen zusammen bringen und nicht derartig spalten. Kunst sollte jeden irgendwie versuchen anzusprechen, auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, nicht provozieren.

  • 29
    17
    censor
    14.08.2020

    Wie kann man eine Bewegung, die zunehmend selbst bei den Verfassungsorganen in den Focus des Interesses gerät, dermaßen offen mit finanziellen Mitteln unterstützen?

    HG Maaßen unterstellte der SPD bereits 2018 "die Entwicklung radikaler Tendenzen" in ihren Reihen und verlor nach dieser Aussage (in seiner Abschiedsrede) die Aussicht auf eine "Anschlussverwendung" im Innenministerium, nachdem er hauptsächlich auf Betreiben der SPD (Nahles) aus seinem Amt als VS-Präsident geschasst wurde.

    Das Treiben der Antifa ist inzwischen nicht mehr unsichtbar zu machen. Eine polit. Bewegung, die sich offen und klar unter wachsendem Gewaltpotential (siehe VS-Bericht 2019) gegen die Staatsmacht und ebenso klar die FDGO infrage stellt, darf staatlicherseits keinerlei Zuwendungen bekommen.

    Ich stelle mir gerade das Geschrei der SPD/Grünen/Linken vor, wenn man einer Jugend-Bewegung von der anderen Seite des Spektrums auch nur einen Cent zukommen lassen würde. Da würde der Untergang des Abendlandes propagiert.

  • 30
    17
    gelöschter Nutzer
    14.08.2020

    Gestern wurde die Antifa von der FP noch in den Himmel gehoben, nach der berechtigten breiten Kritik versucht man nun wohl gesichtswährend zurück zu rudern. Das ändert nichts daran dass es ein Skandal ist, einer linksextremistische gewaltbereiten Organisation eine mediale Plattform zu geben.

  • 20
    18
    lax123
    14.08.2020

    Das stimmt sie muss weg. Das hier sind aber nur Lappalien, es gibt mehr Themen wegen denen sie endlich ihre Bluse nehmen muss.

  • 35
    32
    ArndtBremen
    14.08.2020

    Ludwig muss sofort ihr Büro verlassen. Diese Person ist im Amt nicht mehr tragbar. Anstatt die Menschen zusammenzuführen, betreibt sie vorsätzlich die Spaltung der Gesellschaft.