Chemnitzer Start-up schafft in Sachsen 100 neue Arbeitsplätze

Das Softwareunternehmen Staffbase erhält von Investoren acht Millionen Euro. Mit dem Geld wollen die Gründer den internationalen Durchbruch schaffen.

Chemnitz.

Das 2014 gegründete Chemnitzer Softwarehaus Staffbase hat sich die Finanzierung für weiteres Wachstum gesichert. Für die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter-App haben drei Investoren dem Unternehmen insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Staffbase unterstützt Unternehmen bei der mobilen, internen Mitarbeiterkommunikation und gehört zu den führenden Anbietern von Mitarbeiter-Apps. Die Lösung von Staffbase eignet sich besonders für Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern, die keinen direkten Zugang zu einem PC-Arbeitsplatz haben und für ihre Kommunikation ein Smartphone nutzen. "Wir werden die Mitarbeiter-App weltweit als zentrales Eingangstor in den digitalen Arbeitsplatz positionieren", sagte Martin Böhringer, Mitgründer und Vorstandschef von Staffbase.

Dazu will das junge Unternehmen der drei Gründer Frank Wolf, Martin Böhringer und Lutz Gerlach bis 2019 an den Standorten Chemnitz und Dresden 100 neue Mitarbeiter einstellen.

Derzeit beschäftigt das Softwarehaus mit seinem Hauptsitz in Chemnitz sowie Standorten in Dresden, Köln und New York insgesamt 85 Mitarbeiter. "Wir sind optimistisch, das Personal zu finden, denn wir bieten attraktive Arbeitsplätze in einem jungen Team", sagte Staffbase-Vorstand Wolf, der für das Marketing des Unternehmens zuständig ist.

Die Finanzinvestoren haben sich vor allem von der schnell wachsenden internationalen Kundenbasis beeindrucken lassen. "Staffbase wird den attraktiven Intranetmarkt mit ihrem Mobile-first-Ansatz aufmischen und die interne Kommunikation revolutionieren", sagte Jonathan Becker vom neuen Leitinvestor "e.ventures", einem international auf Internet- und Softwareunternehmen spezialisierten Fonds für Wagniskapital. Bisher hatte Staffbase in zwei vorangegangenen Finanzierungsrunden insgesamt 2,5 Millionen Euro zum Aufbau des Unternehmens erhalten.

Zu den Kunden von Staffbase gehören inzwischen unter anderem Siemens, Transdev, Rio Tinto, Deutsche Telekom, Volkswagen und Deutsche Bahn. Die Staffbase-App der Deutschen Telekom hatte vor kurzem den in der Branche angesehenen Inkometa-Award der School for Communication and Management in Berlin für die beste Mitarbeiter-App des Jahres 2018 gewonnen.

Staffbase konnte seinen Umsatz in den vergangenen zwei Jahren jeweils auf inzwischen mehrere Millionen Euro mehr als vervierfachen. Genauere Angaben wollte das junge Unternehmen nicht machen.

Weiteres Wachstum verspricht sich Wolf vor allem auch durch den Ausbau des weltweiten Vertriebs. "In den USA haben wir noch große Chancen zur Expansion", sagte der Mitgründer. Geplant sei zudem der Markteintritt in Großbritannien. Dort soll schon bald eine Niederlassung eröffnet werden. Auch in Australien habe Staffbase den Fuß in der Tür.

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1Kommentare
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  • 2
    2
    Einspruch
    19.06.2018

    Schön umschrieben, ist aber nichts weiter als perfektionierte Drangsalierung und meist grundlose Überwachung von Mitarbeitern.



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