Chemnitzer Südring: CDU nennt Ausbau "nicht verhandelbar"

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Nach der SPD hat sich auch die CDU klar für die seit Jahren geplante Verlängerung des Südverbundes in Richtung Dresdner und Frankenberger Straße ausgesprochen. Die Verlängerung sei "absolut notwendig und für die CDU-Ratsfraktion nicht verhandelbar", sagte Tino Fritzsche, der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion. Er reagierte damit auf einen Beschluss der Chemnitzer Grünen. Sie hatten vergangene Woche angekündigt, sich nach der Bundestagswahl dafür einsetzen zu wollen, dass der Ausbau in Berlin noch einmal auf den Prüfstand gestellt wird. Zur Begründung verwies die Partei auf den Klima- und Umweltschutz. Mehr Straßen würden nur noch mehr Verkehr produzieren, argumentieren sie. Aus der CDU heißt es, derlei Äußerungen gefährdeten die mühsam erarbeiteten Fortschritte der Stadt. Sie seien leichtfertig und verantwortungslos. (micm)

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99 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    1
    j35r99
    05.03.2021

    Achtung!!!
    Südring von Helbersdorfer Str in Ri.Neefestr. und umgekehrt mit "50 km/h-Lärmschutz" ausgeschildert!
    Vk-Zeichen stehen jeweils nur rechts: Beim Überholen von LKW nicht sichtbar.
    Herr Gregorzik (Tiefbauamtsleiter Chemnitz), lassen Sie bitte auch linksseitig VK-Zeichen setzen!
    Mal sehen, wenn die neue "Einnahmequelle" instaliert wird.

  • 5
    1
    Zeitungss
    05.03.2021

    Als gelegentlicher Nutzer der Infrastruktur von Chemnitz und Umgebung, komme ich zu folgenden Schluss. Es wird eher eine sechsspurige Autobahn durch die Stadt geben, bevor der erste Fernverkehrszug diesen Ort erreicht, man hat ja die Kulturhauptstadt und letztlich die Autolobby im Nacken und damit legt man sich nicht an. Wer jetzt mich gleich wieder in die rote Ecke stellt, kann das gerne tun und sich in absehbarer Zeit doch an diese Zeilen erinnern. Der eine Anwohner braucht Straßen, der andere wieder nicht und die Mitte findet heute niemand mehr, mehr ist dazu nicht zu sagen.
    War nicht in den letzten Tagen das Flugtaxi im Gespräch ??? Ich fürchte, in kürzester Zeit ist auch die zweite Ebene überbelegt und die privaten Landeplätze brauchen auch Platz. Als real eingestellter Mensch, sehe ich Dinge gelegentlich so, wie es heute nicht mehr gewünscht sind, dafür lache ich gerne und Anlass gibt es genug.

  • 6
    2
    Lexisdark
    05.03.2021

    @HundG Sie sind wahrscheinlich erst zufrieden, wenn Sie wieder Flöhe husten hören? Mangels Ausbau der Schienenwege, der wegen Lärm auch nicht gewollt ist, wird der Verkehr mit LKW nicht weniger. Und mit 50 kmhist selten wirklich leiser. Außer Sie verzichten auf dieStraße Güter, die dort transportiert werden. Ohne Lärm in irgendeiner Form wird es leider nicht gehen, von 100 db sind wir aber weit entfernt.

  • 5
    2
    HundG
    05.03.2021

    @fnor
    „Die Verlängerung des Südrings hat aktuell aber keine Bedeutung für den Fernverkehr.“

    Zitat aus Planunterlagen:
    „Im Hinblick auf den Ausbau und die Anbindung der B 174 (u.a. grenzüberschreitende Verkehrsverbindung Richtung Tschechien Autobahn Prag/Chomutow mit der Grenzübergangsstelle Reitzenhain) ... Neubau der B 107 (Südringerweiterung) … und internationalen Verkehrsanbindungen, wobei die Anbindung und Vernetzung mit dem großräumigen und europäischen Verkehrsnetz wirksam verbessert wird. Vom Bund ... im Zusammenhang zu sehenden Maßnahmen die B 174 bereits in Abschnitten ausgebaut. Geplant sind weiter die Ortsumgehungen Hohndorf und Reitzenhain. Diese wichtige Verbindung erfordert eine zügige Fortführung in das Stadtgebiet von Chemnitz als Oberzentrum bis auf den bereits freigegebenen Südring und damit weiter B 107 , Südverbund Chemnitz zur A 4. Beachtlich sind neben dem grenzüberschreitenden Verkehr …“

    Die das Planen schreiben sowas sicher nicht umsonst da rein.

  • 3
    3
    HundG
    05.03.2021

    @Deluxe

    Sie sind sich sicher, dass der Bund für das Vorhaben 71 Mio ausgeben will, um keine weiteren Verkehrsströme durch Chemnitz zu leiten ???

    Also ich hab da was anderes in den Unterlagen der Planfeststellung gelesen !!!

    Zitat aus Planunterlagen:
    „Dieser Lückenschluss ... von Chemnitz ... maßgeblichen Anteil, die regionalen und überregionalen Verkehrsanteile, !!! insbesondere den Schwerlastverkehr !!! gezielt um (???) Chemnitz ..."

    Die Basis des Ganzen bildet der sächsische Landesverkehrsplan 2030, bitte mal lesen, und da wird von einer Zunahme von 56% des Internationalen Schwerlastverkehr ausgegangen, wir können gern weiter träumen …

    Achso, bitte auch rückwirkend mal die Entwicklung der öffentlichen Verkehrs-BAST-Zahlen im Auge behalten oder die aktuellen Zahlen vom Tiefbauamtschef Herr Grekorzyk abrufen.
    Exemplarisch mal die von Altenberg: „ Im Jahr 2000 fuhren 470 LKW täglich durch Schmiedeberg, 2004 waren es bis zu 3248 LKW pro Tag.“, Quelle wikipedia.

  • 3
    8
    Bär53
    05.03.2021

    @deluxe: Etwas einfach gedacht. Ich denke schon, dass neue und schnelle Straßen mehr Verkehr erzeugen. Zum Beispiel werden dadurch für Pendler größere Fahrtrecken attraktiver.

  • 14
    3
    fnor
    05.03.2021

    Doch neue Straßen produzieren Verkehr. Eben weil man nicht mehr bei Stop and Go im Stau steht, schneller voran kommt, wird mehr und weiter gefahren. Wo keine Straße ist, gibt es auch keinen Verkehr. Der Schwerlastverkehr von Leipzig fährt den Transit über Reitzenhain auch nur weil die A72 gebaut wurde, die B174 vergrößert und Tschechien nach Prag eine Autobahn baut. Die Verlängerung des Südrings hat aktuell aber keine Bedeutung für den Fernverkehr. Sie ist wichtug für die Verbindung innerorts. Man erreicht hier wirklich eine Verlagerung des Verkehrs aus dem Zentrum und aus Anliegerstraßen. Klippelstraße, Weißer Weg und Euba wird man nach Fertigstellung kaum noch zusätzlich nutzen, weil nur mit 30 km/h befahrbar bzw. nur für Anlieger frei. Der Südring fällt eh kleiner aus als ursprünglich geplant. Die Straße ist wichtig und sollte mit Augenmaß gebaut werden. Einen attraktiven und gut funktionierenden ÖPNV gibt es in diese Richtung als Alternative ja auch nicht.

  • 19
    10
    Deluxe
    05.03.2021

    Es ist völliger Nonsens, daß neue Straßen neuen Verkehr produzieren.
    Es entsteht kein zusätzlicher Verkehr, nur weil man eine Straße baut!
    Oder glaubt jemand, daß es auch nur einen Autofahrer gibt, der nur deshalb ins Auto steigt und losfährt, weil es diese neue Straße gibt? Obwohl er gar kein Fahrziel hat?

    Was neue Straßen tun:
    Sie VERLAGERN bereits bestehenden Verkehr. Und - Überraschung! - genau das ist der Sinn neuer Straßen!
    Der Sinn des Südrings ist es z.B., den bereits vorhandenen Verkehr aus den Wohngebieten und der Innenstadt zu verlagern, damit es dort ruhiger wird und weniger Fahrzeuge im Stop-and-Go durch die Häuserzeilen tuckern.

    Umkehrschluß:
    Eine Straße nicht zu bauen heißt keinesfalls, daß weniger Verkehr unterwegs ist. Er ist nur woanders unterwegs - aber weg ist er nicht.

  • 10
    9
    HundG
    05.03.2021

    Unverhandelbar ist auch der Internationale Schwerlastverkehr von der Autobahn Prag/Chomutow über Reitzenhain kommend durch unsere Stadt ?!?!?!