Chemnitzer Verkehrs-Plan: Mehr Fahrräder, weniger Autos

Dem Verkehr in Chemnitz stehen große Veränderungen bevor - das sehen neue Pläne für die Verkehrsentwicklung in der Stadt bis 2040 vor. Bevor der Stadtrat entscheidet, ist zunächst die Meinung der Chemnitzer gefragt.

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2020 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Steuerzahler
    07.01.2021

    @Kaßberger85: „ Und das der Autofahrer eine Pflichtversicherung haben MUSS, ist doch wohl selbstverständlich bei dem Schaden der jährlich durch Autofahrer angerichtet wird.“
    Daran hat überhaupt keiner gezweifelt! Es ging darum, dass darauf VersicherungsSTEUER erhoben wird!
    Also bitte nichts Falsches hinein interpretieren!
    Seit wann werden Steuern nur für den Ausgangstatbestand verwendet? Bei dieser Diskussion dürfte die Tabaksteuer nur den Rauchern zugute kommen! Auch da muss querfinanziert werden, indem das Steueraufkommen bzw. die Beiträge aller zur Behandlung der medizinischen Folgeschäden herangezogen werden.

  • 3
    11
    Kaßberger85
    05.01.2021

    @Tifi bevor du hier irgendwelche staatlichen Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellst solltest du vielleicht erstmal das Energiesteuergesetz lesen um zu verstehen warum es eine Mineralölsteuer gibt. Nämlich nicht für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Dafür ist einzig und allein die KFZ Steuer, die dem Autofahre für seine Straßen angeknüpft wird. Und siehe da, diese reicht überhaupt nicht aus,so dass querfinanziert werden muss. Und nein, immer noch nicht mit der Mineralölsteuer. Und das der Autofahrer eine Pflichtversicherung haben MUSS, ist doch wohl selbstverständlich bei dem Schaden der jährlich durch Autofahrer angerichtet wird. Sowohl Sach-, als auch Personenschaden. Auch diese Kosten dienen nicht der Finanzierung neuer Straßen. Also vielleicht mal weniger Dieter Nuhr schauen und mit den einzelnen Ausgabe auseinandersetzen. Fang vielleicht mal ganz klein an und versuch herauszufinden warum es Steuern heißt und was damit gesteuert werden soll.

  • 6
    7
    Fresto
    04.01.2021

    Oh Gott jetzt wird schon der Oberlehrer Nuhr heranzitiert, der eine Kerze beim Kindergeburtstag für schädlicher hält als einen Tag Dieseldreck an einer Kreuzung. Wenn das die Quellen sind auf die man sich heute verlässt wundert mich nichts mehr.

  • 6
    3
    Steuerzahler
    04.01.2021

    @Kaßberger85: Sie schmeißen jetzt aber bestimmt PKW und LKW in einen Topf. Durch die Gestaltung der Abgaben bezahlen nämlich die PKW-Halter den zig-fachen Verschleiß, der durch LKW verursacht wird, zu einem hohen Prozentsatz. Von der Beseitigung von Fahrspuren zugunsten kaum benutzter breiter Radwege nicht zureden. Wieviel zahlt der Radfahrer dafür?

  • 15
    5
    Tifi
    04.01.2021

    @ Kassberger85 . Und die Mineralölsteuer und die Mehrwertsteuer aufs Ganze und die Versicherungssteuer für die Pflichtversicherung und die Anteilige Anrechnung der Maut des Lastverkehres der die Infrastruktur extrem belasten aber mit ihren 850 L Tanks keinen weiteren Obolus leisten bei einmal quer durch D. Nur so wegen der Vollständigkeit gell. Ich hab nur ältere Zahlen im Kopf ...54 Mrd.Einnahmen zwischen 10 und 15 Mrd. davon fließen in Straßenverkehr und da sind die Radwege schon mit dabei. Also einfach mal dem Dieter Nuhr folgen... Aber wird bei Ihnen wohl vergebens sein ...im schicken urbanen Altbauviertel wohnen aber günstig weil es ja für die notwendigen TG nicht gereicht hat.

  • 13
    20
    Kaßberger85
    04.01.2021

    @Steuerzahler. Autos haben übrigens auch nix auf dem Fußweh zu tun, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Genau so nicht auf Wiesen, Baumscheiben, in Kurven, vor Einfahrt usw.... Und wir können gerne ausschließlich die KFZ Steuer für die Privilegien des Autofahrers verwenden. Dann ändert sich nämlich ganz schnell, ganz viel, weil dies nur ein Bruchteil dessen ist, was heute an Steuergeldern für Autofahrer verwendet und von allen anderen Verkehrsteilnehmern querfinanziert wird.

  • 18
    5
    cn3boj00
    04.01.2021

    Nur so nebenbei: Über Fußgänger redet gar keiner mehr. Die werden vergessen, überrollt. Bei uns gibt es nicht nur keinen Radweg, auch keinen Fußweg. Und zur Haltestelle ist es ein gutes Stück. Während man Radfahrern inzwischen in großem Bogen ausweicht wird Fußgängern am besten über die Füße gefahren.
    Und nebenbei: Früher ist man mal 10 Minuten zur Haltestelle gelaufen. Geht heute gar nicht mehr. Laufen ist ungesund! (Ohne Fußweg auf der Straße bestimmt). Wer heute die Haltestelle nicht vor der Haustür hat meint, er sei aufs Auto angewiesen.

  • 17
    7
    Steuerzahler
    04.01.2021

    @macxs: „... und daher an wirklich jeder Ampel warten muss.“
    Das ist aber nun wirklich kein Radfahrproblem, sondern ein besonderes Merkmal von Chemnitz, was mit Ausnahme des ÖPNV alle Kraftfahrer betrifft. Eine vermeidbare Umweltverschmutzung, die auch die Radfahrer einatmen.

  • 23
    10
    macxs
    04.01.2021

    @Steuerzahler
    Es ist zwar korrekt, dass Radfahrer auf dem Fußweg nicht fahren dürfen, Du bist aber wahrscheinlich nicht oft mit dem Rad unterwegs, oder?
    Es gibt einen signifikanten Anteil der Autofahrer, die Radfahrer am liebsten so schnell wie möglich überfahren als überholen würden.
    Ich kann sehr gut verstehen, wenn man da Angst um seine Gesundheit bzw. sogar sein Leben bekommt und lieber auf dem Fußweg fährt - umgekehrt kann ich da auch Fußgänger verstehen, wenngleich die Gefahr etwas geringer scheint.

    Und genau darum geht es bei der Verkehrsplanung - wie kann man sowohl Radfahrer besser schützen, sprich 'vom Autoverkehr abtrennen', ohne die Fußgänger zu gefährden. Es gibt auch noch andere Aspekte, bspw. dass man die Ampeltaktung als Radfahrer nicht schafft und daher an wirklich jeder Ampel warten muss.

  • 23
    15
    Pixelghost
    04.01.2021

    Ich bleibe beim Auto. ÖPNV oder Fahrrad sind keine Option.

  • 15
    15
    kte
    04.01.2021

    Fahren Chemnitzer Radverkehrsplaner selbst Fahrrad? Wirklich??
    Solange Autos bevorzugt sind, gibt radfahren keinen Sinn
    Beispiel Bahnhofstraße Durchfahrt westwärts :(
    Auf der Seite der ZH nicht wirklich toll. Gegenüber, auf der südlichen Seite, wäre angenehmer, bis zur Moritzstraße/Reitbahnstraße, dann ist Schluss (Einbahnstraße).
    Am Golfbad Richtung Stausee wurde ganz neu eine zweite Schranke am Beginn der Steigung errichtet - Schikane für Radfahrer auf dem Weg zur Naherholung? Wann kommt der Radweg nach Limbach?
    Einige Lichtblicke gibt es auch: Befahrbarkeit der innerstädtischen Fußgängerzone, der Einbahnstraße am Rabensteincenter...

    Insgesamt fehlen mir bislang Konzept und Blick für das Radfahren, auch bei einigen Kommentatoren hier. Scheinbar "Typisch Sächsisch."
    Rentner rasen mit E-Bikes durch den Wald und fahren mit dem Auto zum Bäcker?

  • 22
    19
    Steuerzahler
    04.01.2021

    @MuellerF: „ Im Moment sind die Autofahrer (über) privilegiert.“
    Diese bezahlen auch für ihr Privileg, nämlich Kfz-Steuer!
    „ Mehr Radwege bedeuten am Ende zB auch weniger Fußweg-Radler...“
    Das beweist wieder einmal, dass die StVO von den Fahrradfetischisten eh ignoriert wird. Egal unter welchen Umständen: Auf dem Fußweg haben Radfahrer, mit Ausnahme der genehmigten Radler, nichts zu suchen.

  • 22
    1
    macxs
    04.01.2021

    Ich glaube auch, dass die Fahrradstadt Chemnitz ein Wunschtraum bleibt. Allerdings denke ich schon, dass es eine Chance gibt, den Anteil an Rad *und* ÖPNV zu erhöhen, indem man beides gemeinsam betrachtet und auch Radfahrer dazu ermutigt, den ÖPNV mit zu nutzen. Z. B. möchten sicher viele Adelsberger nicht täglich mit dem Rad die rund 150-200 Höhenmeter erklimmen und jedes mal schweißgebadet ankommen.

    Das geht nur, wenn man den Autoverkehr behindert, bspw. Parkplätze wegrationalisiert (Tietz/Johanniskirche). Allerdings: Wer geht schon gern in den Mediamarkt und nimmt seine Einkäufe dann mit dem Rad heim? Dann fahren die Leute schon eher in ein anderes Einkaufszentrum, wo man parken kann. Dann hat man die Innenstadt auch direkt wieder entvölkert.

    Wo das aber geht, sind Kneipen in der Innenstadt. Beim Heimweg nach der Kneipe hat man auch Zeit für die 45min Busfahrt -> ÖPNV-Kneipenticket direkt mit dem Bier in der Kneipe bezahlen und entspannt heim fahren.

  • 21
    19
    MuellerF
    04.01.2021

    " Die Älteren werden es danken, wenn nur noch Fahrräder in der Stadt privilegiert werden..."

    Im Moment sind die Autofahrer (über) privilegiert. Hinsichtlich Verkehrsplanung auch (!) für Radfahrer gibt es aber einen gewaltigen Rückstand aufzuholen!
    Mehr Radwege bedeuten am Ende zB auch weniger Fußweg-Radler & damit mehr Sicherheit für "beide Seiten".

  • 32
    17
    OmaundOpa
    04.01.2021

    Alles bisschen an der realen Wirklichkeit vorbei. Wie soll das funktionieren? Die Älteren werden es danken, wenn nur noch Fahrräder in der Stadt privilegiert werden...

  • 34
    14
    1371270
    04.01.2021

    In den Jahrzehnten, die ich nun schon in Chemnitz/KMStadt lebe, habe ich schon so viele Pläne erlebt, dass mich dieser Artikel ziemlich kalt lässt. Und übrigens: man kann so etwas nicht "planen", bestenfalls Rahmenbedingungen setzen und dann sehen, wie diese sich auswirken.
    Ich jedenfalls werde den Teufel tun, um bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad 10 km zum Arzt und wieder zurück zu fahren - da bleibt nur mein Auto. Auch mit dem Nahverkehr wäre es ein tagesfüllendes Programm! Besten Dank!

  • 38
    16
    noersch
    04.01.2021

    In einer Stadt wo die Einwohner im
    Durchschnitt älter als in anderen Städten sind, will man dann perspektivisch gesehen mehr aufs Fahrrad setzen, finde ich toll,mal sehe wie sich dann die Stadtverordneten, aus Glösa, Erfenschlag,Altendorf und anderen Randgebieten in 20 Jahren mit dem Fahrrad ins Rathaus kommen? Mit Dienstwagen,Nahverkehr dafür ist aber nicht mehr viel Platz,wie man es plant - - - Strich auf die Straße malen -
    fertig ist der Radweg.

  • 36
    5
    KulturJoseph
    04.01.2021

    Wichtig wäre es meiner Meinung nach, vorhandene Chancen (z.B. Fahrradstraße auf der Adelsbergstraße) für den Radverkehr zu nutzen, den ÖPNV (vor allem das Straßenbahnnetz) auszubauen und an den Haltestellen mehr Mobilitätsstationen entstehen zu lassen. So, dass man an der Haltestelle wählen kann, ob man Bus/Bahn, E-Scooter oder ähnliches nimmt. Und dies alles wohnortnah.

  • 59
    5
    chris1405
    04.01.2021

    Durch die immer älter werdende Chemnitzer wird ein Ausbau der öffentlichen Nahverkehr mehr Erfolg erzielen. Wobei die Frage der Erschließung der vielen ländlich geprägten Stadtteile eine finanziell riesige Aufgabe für die Stadt sein wird. Kleinere Busse aber mit besserer Anbindung und das ganze mit ansprechenden Taktungen.

  • 41
    15
    Mike1969
    04.01.2021

    Grundbaustein ist, dass man vernünftig mit dem Zug in allen Richtungen von Chemnitz wegfahren kann. Ohne dies werde ich leider andere Verkehrsmittel, wie meinen PKW nicht in Betracht ziehen. Sorry, dass bedarf auch keiner anderen Lösungen.
    Wo kann man aber an der öffentlichen Diskussion sich beteiligen?