Claußnitz feiert Eröffnung neuer Sporthalle

Für rund drei Millionen Euro ist eine Zweifeld-Halle gebaut worden. Und es gibt bereits weitere Pläne für nächstes Jahr.

Claußnitz.

Zufrieden schaut sich Architekt Steffen Went in der neuen Zweifeld-Halle in Claußnitz um: "Das ist meine 58. Halle, ich bin schon stolz", sagte der Chef des Planungsbüros aus Freital. Die Bauzeit mit einem Jahr sei sportlich gewesen, aber am Ende habe alles geklappt, fügte der 53-Jährige hinzu.

Der Planer: Lobend erwähnte Went das gute Miteinander aller Firmen. "Jeder hatte das Gesamtobjekt im Blick." Das sei nicht immer so. Claußnitz wird er besonders in Erinnerung behalten. "Weil sich ein Büro vermessen hatte, gab es noch ein Grundstücksproblem", sagte er. Das habe er noch nicht erlebt.


Der Bürgermeister: Auch Günter Hermsdorf (CDU) erinnerte in seiner Rede an den langen Weg zum Neubau - vom Wunsch vor mehr als 20 Jahren bis zum Richtfest im Frühjahr 2019. Denn die 1981 gebaute Turnhalle war in die Jahre gekommen. Schließlich stellte Susanne Thurm von den Freien Wählern im Gemeinderat am 13. April 2015 den Antrag auf den Neubau einer Halle. 31 Baulose hatte der Gemeinderat vergeben, darunter erhielten 28 Firmen aus der Region einen Auftrag. Insgesamt investierte die Gemeinde rund drei Millionen Euro. "Die Endsumme steht aber noch nicht fest", so Hermsdorf. Es wurden 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Bis ins Jahr 2020 laufen für 396.000 Euro Außenarbeiten. Ein Bolzplatz ist geplant. Auch fehlten noch Tribünen. "Geld soll nächstes Jahr im Haushalt bereitstehen", sagte er. Hermsdorf sparte nicht mit Dank - auch weil es sein größtes Projekt als Bürgermeister war. Ende November geht er in den Ruhestand. Staatsminister und CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Schmidt lobte das Engagement von Hermsdorf und seine Beharrlichkeit.

Die Sportler: Der Chef der Abteilung Handball des TSV Einheit Claußnitz, Jens Rößger, überbrachte die Dankesworte von Vereinschef Dieter Köhler, der kurzfristig erkrankt war. Weil die alte Turnhalle nicht für den Wettkampfbetrieb ausgerichtet war, mussten die Handballer in größere Hallen fahren, so nach Burgstädt. "Jetzt will ich die Kreis-Kinder- und Jugendspiele nächstes Jahr nach Claußnitz holen", sagte der 47-Jährige. Auch der Kreissportbund-Chef Volker Dietzmann zollte den Claußnitzern seinen Respekt: "ein mutiger Schritt".

Der Skeptiker: Dabei gab Gemeinderat Frank Naumann (CDU) in seiner Rede zu, dass er zu den Skeptikern gehört hatte. "Ich habe kritisch hinterfragt, ob der Neubau finanzierbar und machbar ist", sagte er. Jetzt sei er dankbar, dass das Projekt verwirklicht wurde. Er überbrachte als Kirchenvorstand Grußworte von Pfarrer Christian Schmidt, der beim Grundstücksproblem schnell und unkompliziert geholfen habe.

Die Lehrer: Sportlehrerin Angela Schaller sprach stellvertretend für ihre Kollegen der Oberschule. Sie hatte die Eröffnung der Sporthalle 1981 miterlebt und jetzt den Nachfolger gefeiert. "Die Halle ist einfach gigantisch", sagte sie. Die Schüler hätten sich erst mal auf den Fußboden gesetzt und gestaunt. Jetzt könnten vier Klassen gleichzeitig Unterricht haben, durch einen Vorhang werden die Spielflächen abgetrennt, fügte sie hinzu. In einem halben Jahr gehe sie in Rente. "Schade, dass ich nur so kurz in der neuen Halle unterrichten kann", ergänzte sie.

Der Hallenwart: Ab 1. Januar beginnt René Borrmann seine neue Stelle als Hallenwart und Hausmeister. "Ich bin schon neugierig auf die neue Technik. Licht, Lüftung, Heizung - alles funktioniert automatisch", sagte der 41-Jährige. Und noch ein Vorteil: Der gelernte Elektroinstallateur wohnt gleich nebenan. "Ich bin also immer erreichbar."

Die Schüler: "Ich freue mich schon auf die neuen Turngeräte", sagte Hannah Hildebrandt. Die Halle sei riesengroß, fügte Julia Kamprad hinzu. "Die Größe ist einfach überwältigend", sagte Eric Strey. Früher habe er Fuß- und Handball gespielt. Er freue sich schon auf den Sportunterricht, der nach den Ferien in der neuen Halle stattfindet.

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