CVAG-Fahrgäste sauer: Einsteigen in Straßenbahnen zu beschwerlich

Mit dem neuen Fahrplan sind unter anderem entlang der Stollberger Straße wieder vermehrt alte Tatra-Straßenbahnen unterwegs. Ausgerechnet dort, wo viele ältere Chemnitzer leben.

4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 18
    2
    HHCL
    23.01.2018

    Da hätte man auch schon seit vielen Jahren eine relativ preiswerte Lösung haben können. Leipzig macht es seit Jahrzehnten vor, wo immer noch ungleich mehr Tatra-Bahnen unterwegs sind, noch nicht einmal so modernisiert, wie unsere. Da fährt an jedem alten Zug ein Niederflurwagen mit. Da können gehbehinderte, aber auch Rollstuhlfahrer oder Leute mit Kinderwagen problemlos einsteigen. Das hat man hier seit 1990 verschlafen. Nach fast 30 Jahren kommt der Ärger reichlich spät.

    Jetzt, kurz vor der Abschaffung der Wagen noch eine große Welle deswegen zu machen ist ziemlich albern. Vorher hat es andere Leute getroffen und die waren - da wir von Chemnitz reden - wahrscheinlich auch eher alt und nicht bestens zu Fuß. Diese hochgespielte Empörung, wenn ein jahrzehntelanger Missstand dann auf einmal einen selber trifft, zeugt nicht von viel Gemeinschaftssinn. Hauptsache ich hab's bequem. Auch auf der Linie 5, wo seit Jahren die alten Bahnen auch regelmäßig Fahren, müssen ältere Leute oft auf den nächsten Zug warten. Das war bisher keinen Bericht wert.

    Die Bahnen sind nicht mehr zeitgemäß. Dauernde Vergleiche mit der DDR - und damit auch einer Welt vor fast 30 Jahren in der man auch in der BRD noch nicht überall ebenerdig einstieg - helfen da kaum weiter. In einem Jahr sind die Bahnen jedenfalls Geschichte; jetzt ist es zu spät sich darüber aufzuregen.

    Fährt bei der Linie 3 nun eigentlich überhaupt noch die CVAG. Das hatte man doch stark ausgedünnt. Über die Citybahn-Züge kann die CVAG doch ohnehin nicht verfügen.

    Einen Vorteil hatten die alten Bahnen allerdings. Sie fuhren auch bei Schnee, wenn die Variobahnen schon lange gestreikt haben. Wie sieht es denn da mit den neuen Bahnen aus?

  • 1
    6
    hkremss
    23.01.2018

    Interessanter "Blick in die Zukunft" (Bildunterschrift). Oder eher ein Blick in die Vergangenheit? Oder sollen die neuen Straßenbahn wirklich wieder über den Markt fahren? ;-) Und warum kommt mir es immer so vor, als wären die neuen Niederflurbahnen unglaublich groß und sperrig und gerade im Vergleich zu Leipzig und Dresden eigentlich viel zu groß für das Stadtbild?

  • 16
    3
    Hinterfragt
    23.01.2018

    "...So schnell ändern sich die Zeiten..."
    Genau.

    Als es nur die Tatra-Bahnen gab gab es auch alte und hilfsbedürftige Fahrgäste, nur gab es den Unterschied, dass damals nicht jeder auf sein Smartphone geglotzt hat und gesehen hat, dass da jemand Hilfe braucht und diesen Leuten in und aus dem Verkehrsmittel geholfen hat.
    Genau so, wie man ohne Nachfrage diesen Leuten den Sitz angeboten hat ...

  • 5
    7
    mathausmike
    23.01.2018

    So schnell ändern sich die Zeiten.
    Jetzt wird über die "Tatra-Bahnen" gejammert.



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