Dank Spenden: Wohnzentrum kann Wasserspiel bauen

Seit fast einem Jahr können sich die Bewohner einer Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes über einen Garten der Elemente freuen. Nur ein Element fehlt bis jetzt.

Gerade an den heißen Tagen der vergangenen Wochen haben die Bewohner des Wohnzentrums für körperlich schwerbehinderte Menschen des Arbeiter-Samariter-Bundes an der Rembrandtstraße ihren Garten zu schätzen gewusst. "Wir halten uns viel hier draußen auf, wenn es so heiß ist", sagt zum Beispiel Bewohner Udo Hindenburg.

Angelegt worden ist der Garten erst im vergangenen Herbst. Damals sei die Fläche eher eine Verlängerung des Parks gewesen. "Sie war aber nicht mehr attraktiv", sagt Mitarbeiterin Mica Kempe. Im vergangenen Jahr habe es in der Einrichtung ein Projekt zum Thema Sinne gegeben, bei dem sich mit verschiedenen Aktionen dem Thema genähert wurde. "Dabei entstand der Wunsch, einen Garten zu haben, in dem man auch etwas ernten kann", erklärt Einrichtungsleiterin Martina Schneider.


Angelegt wurde der Garten schließlich im Herbst. Dort wachsen jetzt Kräuter und Beeren, Blumen und Erdbeeren in Hochbeeten. Für Vögel gibt es Nistkästen an den Lindenbäumen, ein Insektenhotel bauten die Bewohner der Einrichtung selbst. Eine Feuerschale ist vorhanden und ein Windspiel aus alten Garnspulen sorgt für sphärische Töne. Vor zwei Wochen sammelten die Bewohner Lindenblüten für Tee, Udo Hindenburg gießt fast täglich mit dem Gartenschlauch und Nicole Preusche freut sich über frische Minze für ihre Getränke. Es klingt, als wäre alles perfekt in diesem Garten. Doch weil er auch ein Garten der Elemente sein soll, fehlt doch etwas: Wasser, beschreibt Mica Kempe. Bei großer Hitze sei es angenehm, etwas kühles, plätscherndes Wasser zu haben, sagt Udo Hindenburg. Darum begann am Mittwoch der Bau eines Wasserspiels.

Die Kosten von rund 3500 Euro kann die Einrichtung durch Spenden decken. Bereits im Mai hatte sie ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert und dabei Spenden, vor allem von Unternehmen, erhalten. Weiterhin hatte das Wohnzentrum mit rund 40 Rollstuhlfahrern und ebenso vielen Helfern Ende Juni ihre 18. Rollitour veranstaltet. Dabei fuhren und liefen die Teilnehmer zum Interkulturellen Garten auf dem Kaßberg. Die Aktion war ein Sponsorenlauf, um gezielt Geld für das Wasserspiel zusammenzubekommen, erklärt Kempe. Insgesamt 1710 Euro sind laut ihrer Aussage bei der Aktion zusammengekommen.

Die Bauarbeiten für das Wasserspiel sollen voraussichtlich noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Das Wasser wird aus einem Fels quellen und dann über ein Wasserrad in ein kleines Becken fließen. Das hölzerne Rad, das von der Baufirma vorgeschlagen wurde, sagte den Bewohnern noch nicht so zu. Es soll nun ein Flügelrad aus Metall werden. Das Becken wird hoffentlich von Vögeln als Tränke entdeckt, hoffen die Bewohner der Rembrandtstraße.

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