Debatte über Kauf neuer Jacken für Feuerwehr

Anschaffung wird teurer als geplant - Gemeinderat will 36.000 Euro zahlen

Claußnitz.

Für die Feuerwehr greift Claußnitz in diesem Jahr tiefer in die Tasche als geplant. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, reichlich 36.000 Euro für neue Überjacken auszugeben. Damit sollen die 85 Aktiven der vier Ortsfeuerwehren ausgestattet werden.

Der Vorschlag der Verwaltung sorgte im Gremium vor der Entscheidung allerdings für eine Debatte. Die Räte wollten wissen, wie dringend die Anschaffung ist. Eine weitere Frage lautete: "Gibt das unser Haushalt her?" Laut Kämmerin Katrin Friedrich ist die Anschaffung geplant. Allerdings hatte die Gemeinde mit 75 Prozent Zuschuss gerechnet. Nun stehe jedoch fest, dass im Fördertopf nicht genug Geld für alle Antragsteller ist, so Friedrich. Deshalb sei der Zuschuss auf 40 Prozent reduziert worden. Das bedeutet, dass Claußnitz fast 12.000 Euro zusätzlich aus der Reserve nehmen muss, die für Investitionen in den Folgejahren gedacht war. Andernfalls müsse auf die Anschaffung verzichtet werden.


Aus Sicht der Verwaltung ist die Anschaffung dringend, so Friedrich. Die Gemeinde könne die knapp 22.000 Euro Eigenanteil aufbringen. Ob diese Summe auch in den folgenden Jahren noch ausreicht, wisse niemand. Die Dringlichkeit betonte auch Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU). "Die Jacken sind für den Schutz der Kameraden bei Einsätzen wichtig." Die alte Bekleidung sei verschlissen. Die Entscheidung für den Kauf fiel daraufhin einhellig. Hermsdorf informierte zudem, dass die Neuanschaffung von Lampen, die die Wehren zum Ausleuchten von Unfallstellen und bei Einsätzen in Gebäuden brauchen, sowie die Wiederherstellung der Sirene in Diethensdorf ebenfalls etwas teurer als geplant gewesen seien.

Die größte Anschaffung für die Wehr in diesem Jahr war allerdings ein neues Löschfahrzeug für reichlich 309.000 Euro. Vor der Ratssitzung erläuterten Mitglieder der Ortsfeuerwehr Claußnitz den Räten die Vorzüge des modernen Einsatzfahrzeuges. Für den Kauf hat die Kommune laut Kämmerin rund 126.000 Euro Fördergeld erhalten. Seit März ist das neue Fahrzeug im Einsatz. Das dafür außer Dienst gestellte bisherige Löschfahrzeug soll nach dem Willen der Räte bei einer Auktion versteigert werden.

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