Debatte um mehr Zugänge zu Galerie Roter Turm in Chemnitz

Mehrere OB-Kandidaten haben gefordert, das Einkaufszentrum zur Straße der Nationen und zum Wall hin zu öffnen. Von der Idee halten die Center-Verantwortlichen jedoch nicht allzu viel.

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2525 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    Hankman
    29.09.2020

    @994374: Ihren Vorschlag mit einer stationären Imbissbude finde ich überlegenswert. Muss ja keine Bude im Wortsinne sein, sondern was Schickes. Gegebenenfalls im Erdgeschoss eines der angrenzenden Gebäude. Könnte auch außerhalb der Marktzeiten Publikum anziehen.

  • 2
    1
    GPZ
    28.09.2020

    Von der aktuellen Corona-Situation abgesehen, wundert mich trotzdem der Siegeszug des Onlinehandels. Klar, die Auswahl ist größer. Nur dem Argument „bequem nach Hause geliefert“ kann ich nichts abgewinnen. Postämter haben bescheidene Öffnungszeiten, da kommt man kaum hin. Bei den anderen Diensten findet man die Pakete sonstwo. Und wenn man am betreffenden Tag schon das Glück hat, nicht auf Arbeit sondern zu Hause zu sein, dann ist man stundenlang an die Wohnung gefesselt. Bequem finde ich das nicht. Nur aktuell ist das besser als Läden mit Abstands- und auch immer mehr MNS-Ignoranten.

  • 8
    1
    994374
    27.09.2020

    1. Gegen die Vorteile des Onlinehandels kommt kaum etwas an. Daran müssen wir uns gewöhnen.
    2. Die zugeklebten Fassaden der Galerie und des Peek & Cloppenburg sollte man transparent gestalten bzw. dort etwas ausstellen. Das kann doch nicht so schwer sein!
    3. Die Galerie sollte man nicht mit zahllosen Eingängen zerstückeln. Das mindert ja auch die Verkaufsfläche. Wenn in Richtung Stadthallenpark ein weiterer Eingang bereits vorbereitet war, dann sollte der bei passender Gelegenheit in Betrieb genommen werden.
    4. Das sind allerdings nur kosmetische Operationen. Entscheidend ist es, die Wirtschaftskraft der Stadt und deren Bedeutung als Behördenstandort zu stärken. Gern auch die kulturelle und touristische. Denn aus Langeweile wird man die Innenstadt wohl selten aufsuchen.
    5. Egal wie der künftige Brunnen aussieht – besser als keiner! An den Wochenenden und außerhalb der Marktzeiten sieht der Markt ziemlich trostlos aus. Eine ordentliche stationäre Imbissbude mitten auf dem Markt – wie in Trier (!) gesehen – könnte die Tristesse deutlich aufhübschen.

  • 8
    11
    BunteRepublikTäuschland
    26.09.2020

    @ KMS1983

    Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden!
    Sei es im Internet oder in physischen Geschäften.

    Seien Sie doch froh, dass wenigstens noch die Galerie Roter Turm in der Innenstadt prosperiert!
    Kleine inhabergeführte Kramerläden mit schönen bunten Schaufenstern gehören jedenfalls der Geschichte an - ob Sie das nun wollen oder nicht.

  • 1
    6
    Interessierte
    26.09.2020

    Diesen Vorschlag hatte doch ´hier` schon einmal jemand gemacht vor Jahren .
    Ich hatte auch schon mal geguckt , das ist doch wohl nur 1 Eingang an jeder Seite ....

  • 12
    4
    KMS1983
    26.09.2020

    @BunteR....

    Sie haben nichts an der Debatte verstanden! Ihre beiden Kommentare bringen niemanden einer Lösung näher.

  • 2
    9
    Hinterfragt
    26.09.2020

    Zum Thema Schaufensterwerbung ...

    https://www.bz-berlin.de/berlin/charlottenburg-wilmersdorf/kadewe-mitarbeiter-schaemen-sich-fuer-diese-werbung

  • 8
    3
    mops0106
    26.09.2020

    Es stimmt schon: Bei der Schaufenstergestaltung wird sich, falls überhaupt, wenig Mühe gegeben. Klar kostet das, aber es würde anziehender wirken. Das trifft auch für P & C und den Kaufhof zu. Und es wirkt alles auch schmuddelig. Die Scheiben im Erdgeschoss des Kaufhauses könnten wenigstens öfter gesäubert werden.

  • 9
    19
    BunteRepublikTäuschland
    26.09.2020

    @lfa

    Was soll immer diese Schaufenster-Pseudo-Debatte?
    Wenn die Geschäftsleute im Roten Turm mit dem Umsatz, den sie haben, derzeit zufrieden sind, brauchts doch keine extrateure Schaufenster-Gestaltung, nur weil jemand gerade zufällig vorbeiflanieren will, der seine Sachen sowieso bei Amazon einkauft !?!

  • 29
    3
    lfa
    26.09.2020

    Die Galerie Roter Turm schafft es ja nicht einmal, rundum attraktive Schaufenster zu gestalten. 350 Meter teilweise schwarz, teilweise weiß abgeklebte Fenster und geschlossene Türen führen eben dazu, dass draußen niemand flaniert und eben kleinere Läden in diesem Umfeld keine Chance haben. Dabei ist eine Öffnung baulich vorgesehen. Ähnlich schlechte Gestaltung und Abklebungen findet man beim Kaufhof und beim Peek&Cloppenburg (dort die Rückseite mit 60 m).

  • 9
    1
    censor
    26.09.2020

    @Hankman , richtig, die Mieten sind für kleine Ladeninhaber ein großes Problem. Und ich denke, das ist auch der Grund für ihr Verschwinden, denn früher gab es sie überall in den Städten. Vielleicht trauert man da auch einer vergangenen Zeit nach. Die Jungen kennen die alten Läden ja gar nicht mehr. Wer von denen weiß schon, wie es früher in einer Drogerie roch oder in einem Antiquariat?
    Es ist halt die Nostalgie der Alten und kommt nicht wieder.

    @1122334455 Den CC sehe ich weniger als Konkurrenz für die Innenstadt von Chemnitz, weil er eher das nördliche Umland bedient. Die Zugpferde dort neben der Ladenstraße hauptsächlich die Garten- und Baumärkte und das Möbelhaus, die man in der Innenstadt nicht findet. Zum Klamotten-oder Schuhekaufen gehen wir zB lieber in die City als in den CC, weil wir dort mehr Auswahl haben. Dann fahren wir allerdings mit der Citybahn und nicht mit dem Auto, weil wir die Enge der Parkhäuser und Tiefgaragen nicht mögen.

  • 2
    17
    Interessierte
    26.09.2020

    Mehr Zahlen gingen wohl nicht ins Feld :-))))

  • 22
    1
    Hankman
    26.09.2020

    @censor: Ich stimme Ihnen darin zu, dass mehr Vielfalt und mehr inhabergeführte Geschäfte der Innenstadt guttun würden. Ich fürchte aber, das verhindern die hohen Ladenmieten im Stadtkern. Die sind ein Risiko für kleine Unternehmen. Wenn es mal eine Durststrecke gibt, kann eine finanzstarke Kette sie besser überstehen und sich auch weiter die Miete leisten. Zudem machen Filialen der großen Ketten meist mehr Umsatz und kommen günstiger an Ware als kleine Läden. Günstige Mieten für kleine Geschäfte wären also ein Weg, mehr Vielfalt zu schaffen. Ich habe aber wenig Hoffnung.

    Was die Frage der Center-Eingänge betrifft: Zunächst einmal sollte man den Füßlein-Vorschlag umsetzen und das Center wieder zum Stadthallenpark hin öffnen. Für die Zukunft wäre es dann wünschenswert, wenn das Center sich zur Straße der Nationen hin öffnen würde: mit einer Ladenfront mit Schaufenstern. So könnte zum Beispiel Thalia Schaufenster und einen Eingang zur Straße hin bekommen - mit der Möglichkeit, durch das Geschäft hindurch ins Center zu bummeln. Man könnte an der Straßenseite zudem ein, zwei kleine Läden platzieren, die nur von dort aus zu erreichen sind. Zum Neumarkt hin ist das Center bereits geöffnet. Also wäre dann schon viel erreicht.

  • 12
    5
    gelöschter Nutzer
    26.09.2020

    Ich sehe das genauso 1122... Die Innenstadt hat kein Parkplatzproblem, denn würde die Innenstadt dem Chemnitz Center mit seinem Angebot den Atem rauben, so dass der dortige Manager Finger knaubelnd um seinen Standort nachdenken müsste, würden die Leute auch paar Euro Parkgebühren zahlen. An den Parkgebühren herum schrauben und hoffen, dass dadurch die Leute nicht mehr ins CC fahren... ich denke nicht, dass das der richtige Ansatz zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt ist.

  • 20
    5
    1122334455
    26.09.2020

    Man muss Chemnitz doch nur mit anderen Städten vergleichen, jede Stadt hat eine Straße wo links und rechts alle möglichen Geschäfte stehen, ob große Ketten oder kleine. Überall gibt es eine Einkaufsstraße wo man "bummeln" kann.

    Deshalb ist das Chemnitz Center so erfolgreich. Man hat Auswahl und kann dort Zeit verbringen. Im Roten Turm hat man etwas Auswahl auf kleinem Raum und die Galeria ist für die heutige Generation uninteressant. Selbst die Sachsen Allee läuft deutlich besser da diese mehr Möglichkeiten hat.

    Chemnitz hat es damals versäumt in der Innenstadt eine Flaniermeile zu erschaffen. Die Innenstadt besteht nur aus einem Konkurrenzlosen großen Geschäft, einer kleinen Galerie und auf größerer Fläche verteilte kleinere Geschäfte.

    Wenn Familie XY diverse Sachen kaufen möchte hat sie in der Innenstadt einfach nicht die Auswahl, ergo geht es woanders hin.

  • 17
    9
    BunteRepublikTäuschland
    26.09.2020

    Also, ich find die Galerie Roter Turm echt klasse!
    Es ist sehr kompakt und funktional und man findet ziemlich vieles, was das Herz gerade begehrt.
    Ein ganz normales Einkaufszentrum eben. Nur halt direkt in der Innenstadt.
    Wer sich darüber beschwert, dass dieses Einkaufszentrum den anderen Cityläden das Wasser abgräbt, der soll seine Beschwerde bitte adressieren an die Leute, die in den 90er-Jahren so ein Einkaufszentrum direkt neben dem Rathaus haben wollten!

  • 9
    16
    Pixelghost
    26.09.2020

    Wenn ich es - wie ja durch viele immer wieder angemahnt- auf die Parkplatzprobleme und die Kosten dafür runterbreche, könnte ich jeden Tag in die Innenstadt fahren. Denn außer in den Parkhäusern muss ich nichts mehr bezahlen (die Gründe dafür wünsche ich niemandem!).

    Aber was soll ich ständig in der Innenstadt? Ich bin Rentner und muss trotzdem „de Knöppe“ zusammenhalten. Meine Klamotten habe ich.

    Also was soll ich ständig kaufen?

  • 7
    12
    gelöschter Nutzer
    26.09.2020

    @MuellerF Danke für die Erkenntnis, welchen kulturellen Mehrwert für die Inennstadt die geschlossene Form der Galerie Roter Turm für sie hat. Darf das so in die Entscheidungsfindung zur/zur zukünftig OB mit einfließen?

  • 32
    3
    lfa
    26.09.2020

    Die CWE hat 2018 vom Stadtrat für viel Geld den Auftrag für ein Citymanagement bekommen. Die ehemalige IG Innenstadt, wo die Herren Knöfel und Rothe seit Jahren Protektionismus für die in sich geschlossene Galerie Roter Turm betreiben und innovative Ideen blockieren, ist Teil dieses "Citymanagements" und Kern des Problems.

  • 29
    10
    censor
    26.09.2020

    Das konzentrische Konzept des EZ "Roter Turm" mit seinen 3 strahlenförmigen Eingangspassagen, in denen sich ebenfalls Läden befinden, sollte so bleiben, wie es ist.

    Was unbedingt geändert werden muss, ist das Innenstadtkonzept um das Zentrum und die Galeria herum. Dort, in den kleinen Nebengassen, gibt es zu wenige individuelle Geschäfte zum Stöbern.

    Ich finde, der Hauptfehler, der bei der Stadtgestaltung nicht nur in Chemnitz, sondern in fast allen Städten dieser Größenordnung gemacht wurde, ist die Ansiedlung zu vieler überregionaler Marktketten. Man kann gehen, wohin man will: überall findet man die gleichen Filialisten mit identischen Angeboten und Sortimenten.
    Das mag auf der einen Seite attraktiv sein für preisbewusstes Einkaufen, aber es ist langweilig und zu kurz gesprungen für die, welche die kleinen Geschäfte vermissen, wo der Inhaber hinter der Theke steht, berät und bedient - und wo man etwas kaufen kann, was es NUR dort gibt und nicht an jeder Ecke.

    Leider sind es gerade diese Läden, welche es in diesen Zeiten am schwersten haben zu überleben. Und die Großen werden weiter die Kleinen fressen, wenn es so weiter geht.

  • 29
    17
    MuellerF
    26.09.2020

    " Der Charakter eines Einkaufscenters ist es, das Einkauf drin stattfindet. Das Leben findet sicher nicht in einem Einkaufscenter statt. "

    Die Galerie Roter Turm bietet mehr als nur Einkaufen - zB häufig wechselnde Ausstellungen & Kulturveranstaltungen - das trägt sicher nicht unerheblich zu ihrer Anziehungskraft bei. Ich sehe nicht, dass sich durch mehr Zugänge zur Galerie das Bummelverhalten der Kunden ändern würde- das Untergeschoss & die beiden Obergeschosse wären dann immer noch "abgeschnitten".
    Der größte Nachteil der Innenstadt beim Shopping ist nach wie vor die Parkplatzsituation- und zwar nicht deren Anzahl, sondern deren Preise.

  • 35
    2
    fnor
    26.09.2020

    Weil in der Innenstadt jeder sein eigenes Süppchen kocht und selbst der Stadtrat sich nicht einig ist, gibt es kein Konzept. Man sollte die Innenstadt als ein großes (Einkaufs-)Zentrum verstehen und entwickeln. Dieses Zentrum braucht natürlich ein Management. Das kann aufgrund der Vielzahl Beteiligter und der nötigen Entscheidungshoheit nur der Stadtrat oder ein Teil dessen als Innenstadtausschuss sein. Aber das Zentrum selbst ist auch abgeschottet. Entlang der ehemaligen Stadtmauer läuft eine viel befahrene Verkehrsader, die eine Barriere bildet und sogar die zentrale Haltestelle zerschneidet. Das Zentrum ist selbst ein vergrößertes Abbild der Galerie Roter Turm. Nach außen abgeschottet nur nicht ganz so erfolgreich und für Gäste schlecht erreichbar und durchlässig. Ein Center ist ein gutes Zugpferd aber eben abgeschlossen. Wenn man neu baut, dann sollte man einzelne Gebäude schaffen, die im Erdgeschoss Gewerbe und darüber Wohnungen enthalten. So werden Gäste und Bewohner automatisch das Zentrum beleben.

  • 36
    9
    KMS1983
    26.09.2020

    Traurig, dieses egoistische Denken des Galerieverwalters. Und, dass die IHK das Potential nicht erkennt ist noch schlimmer. Anstatt mal kleine, umsetzbare Brötchen zu backen muss gleich wieder das große Ganze gefordert werden. Was ist so schwer daran dem CundA eine Tür am Roten Turm zu geben??!! Das gilt im übrigen auch für das Peek und Cloppenburg Richtung Düsseldorfer Platz??!! Alles nur Fassade oder Schaufenster, zugeklebt oder zugestellt. Das lädt nicht zum Bummeln ein. Und wenn die Bausteine nicht stimmen, kann der ganze Turm nicht stehen.

  • 37
    12
    gelöschter Nutzer
    26.09.2020

    Jörg Knöfel, Centermanager: "Es ist der Charakter eines Einkaufscenters, in sich geschlossen zu sein, weil das Leben drin stattfindet" Werter Hr. Knöfel. Ihre Einstellung ist Teil des Problems der Stadt und nicht Teil der Lösung. Der Charakter eines Einkaufscenters ist es, das Einkauf drin stattfindet. Das Leben findet sicher nicht in einem Einkaufscenter statt.

    Dieter Füßlein: "Das Gebäude ... bildet das Herz der Stadt, in das man hineingehen kann" Auch dieser Aussage möchte ich vehement widersprechen. Das Herz der Stadt ist noch immer der Marktplatz und sein (in anderen Städten) gut entwickeltes Gebiet drumherum, nämlich durch und mit Menschen belebte Bereiche. Genau ihre Einstellung Hr. Füßlein ist ebenso Teil des Problems der Inennstadt und nicht Teil der Lösung.

  • 45
    5
    kdchirst
    26.09.2020

    Ich frage mich, warum die belebte Innenstadt mit Einkaufstempeln gleichgesetzt wird. Die gibt's außerhalb des Zentrums und werden dort auch angenommen.
    Leben in der Stadt gibt's aber beim Wochenmarkt.
    Und wenn Leben auf dem Brühl entwickelt, dann wird es als Ruhestörung angesehen.

    Welches Leben hätten Sie denn gern?