Der Firmenlauf in Chemnitz - mit Bett, Brezeln und Kostümen

So viele Teilnehmer wie noch nie sind beim Firmenlauf gestartet. Die Organisatoren sehen aber noch Luft nach oben.

Wem der Lauf zu anstrengend wurde, der konnte sich bei einem Pflegedienst ausruhen. Mitarbeiter Ronny Müller (zweiter von links) zog das Pflegebett.
Das Sächsische Textilforschungsinstitut setzte auf tierische Unterstützung: Die Mitarbeiter trugen eine große Raupe.
Gut versorgt zum Firmenlauf: Hunger kam beim Team von Schäfers Backstube auf der 4,8 Kilometer langen Strecke durch das Zentrum sicherlich nicht auf.

Für Sie berichtet: Benjamin Lummer

Als die ersten Läufer nach gut 14 Minuten die Ziellinie überquerten, waren hunderte Sportler noch gar nicht auf der 4,8 Kilometer langen Strecke durch das Zentrum: Der Start zum 13. Chemnitzer Firmenlauf zog sich am Mittwochabend über eine halbe Stunde hin. Der Grund: die große Teilnehmeranzahl.

Rund 9000 Frauen und Männern aus rund 700 Unternehmen wollten sich die sportliche Netzwerkparty nicht entgehen lassen - Rekord. Mit fast 500 Sportlern stellte das Klinikum Chemnitz die meisten Teilnehmer, gefolgt von Stadtverwaltung und TU Chemnitz. Viele Läufer gingen in zu ihrem Berufsbild passenden Kostümen ins Rennen. Mehrere Firmen rückten zudem mit Modellen an. So zogen Mitarbeiter des Vermieters GGG eine Papp-Nachbildung des Hochhauses am Schloßteich. Das Team der CVAG war mit einer Karton-Straßenbahn am Start, eine Supermarkt-Mannschaft führte Einkaufswagen mit sich. Den wahrscheinlich schwersten Job hatte aber Ronny Müller. Der Mitarbeiter eines Lunzenauer Pflegedienstes zog ein Pflegebett hinter sich her. Gewicht: 200 Kilogramm. "Aber meine Kollegen dürfen mit schieben, da bin ich nicht so", sagte Müller.

Der Chemnitzer Firmenlauf wurde 2006 ins Leben gerufen. Seit der Premiere mit damals rund 220 Läufern hat sich die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr erhöht. "Dabei rechnen wir eigentlich schon sei einigen Jahren damit, dass sich die Starter-Zahl auf einem Niveau einpegelt", sagte Konrad Kebelmann vom Organisationsteam. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gehört die hiesige Veranstaltung zu den größten in Ostdeutschland. In Magdeburg liefen zuletzt 5000 Personen, in Leipzig waren es 15.000 Teilnehmer, in Dresden 20.000 Starter. Und in Chemnitz sehen die Organisatoren das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. "Meine Meinung ist: Da ist noch Luft nach oben", sagte Kebelmann. Der Hartmannplatz biete ausreichend Fläche für 10.000 oder sogar noch mehr Teilnehmer.

Mehrere Sportler geehrt

In das Goldene Buch der Stadt haben sich am Rande des Firmenlaufs mehrere Sportler und Sportlerinnen eingetragen, die bei den European Championships im August erfolgreich waren. Bahnradfahrer Stefan Bötticher vom CPSV gewann bei den Spielen Gold, Silber und Bronze, Teamkollege Joachim Eilers Silber und Bronze. Kristin Gierisch vom LAC Chemnitz erkämpfte Silber im Dreisprung, Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge wurde Zweite im Kugelstoßen. Teamkollegin Rebekka Haase holte mit der 4x100-Meter-Staffel Bronze. Zudem trugen sich die Goalballer Oliver Hörauf und Felix Rogge vom BVF Ascota ins Goldene Buch ein. Sie hatten mit der deutschen Nationalmannschaft Silber bei der WM gewonnen. (fp)

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1Kommentare
👍2👎7 Hinterfragt 06.09.2018 Gute Frage eben im Radio Chemnitz:

Sind die linksrum oder rechtsrum gelaufen?
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