Der Heimattreue

OB-Wahl 2020: Ulrich Oehme tritt am 20. September für die AfD an. Obwohl er einst arbeitslos war, lehnte er Jobangebote aus dem Ausland ab - weil er, wie er sagt, aus Chemnitz nicht weg wollte.

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34Kommentare
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  • 3
    1
    mops0106
    06.08.2020

    @WolfgangPetry: "...einzig ein finsteres Sendungsbewusstsein adaptiert worden ist trifft auf frustrierten alten weißen Mann. Gott schütze uns sag ich dazu."

    Haben Sie außer Diffamierungen und Beschimpfungen noch sachliche Kritik an Herrn Oehme vorzubringen?

  • 1
    2
    WolfgangPetry
    06.08.2020

    Nein, Sie haben keine derartige Aufgabe zu erfüllen. Ihre Aufgabe ist es für Ihre Frau, Kinder und evtl Enkel dazusein wie schon in den 90ern als Versicherungsmakler. Völlig verquer verstandenes Christentum aus dessen Werkzeugkasten einzig ein finsteres Sendungsbewusstsein adaptiert worden ist trifft auf frustrierten alten weißen Mann. Gott schütze uns sag ich dazu.

  • 9
    6
    OlafF
    15.07.2020

    Mit 23,5 % stimmten zur "Europawahl '2019 erreichte die AFD die meisten Stimmen der Chemnitzer Wähler vor der CDU. Das Bekenntnis zur Demokratie und noch dazu direkt dem Willen seiner Bürger Ausdruck zu verleihen ist kein Widerspruch zu national konservativen christlichen Werten, ein Leitbild, in welchem sich einst breite Teile von CSU/CDU zu Hause fühlte. Warum sollten diese Teile der Bevölkerung keine Chance haben, entsprechend ihrem Anteil an der Mitgestaltung von politischen Entscheidungen mitwirken, auch als Verantwortungsträger? Die Angst der Etablierten vor einem nationalkonservativem OB halte ich für unbegründet, und wenn dann würden doch erfahrungsgemäß solcherlei Entscheidung wieder rechtzeitig korrigiert werden.

  • 5
    4
    Freigeist14
    15.07.2020

    CN3B@ Ihre Behauptungen , der Nationalsozialismus lebte in der DDR in den Köpfen weiter ist zwar durch nichts zu beweisen -passt aber hervorragend in den Zeitgeist . Auch die wieder aufgewärmte Hufeisentheorie - das sich Rechts -u. Linksaußen am Ende treffen könnte den Applaus von Eckhard Jesse bekommen . Nur ist eben die Realität neben Ihrem Geschichtsexkurs eine Andere .

  • 3
    4
    MuellerF
    15.07.2020

    @Lesemuffel: So ein Quatsch-was Herr Mac Gregor da schrieb, ist doch in keinster Weise extrem, sondern eher nüchtern. Davon abgesehen gibt es Rechte, Nazis, Neu Rechte & Völkische natürlich auch in anderen Ländern - ihre Ansichten & Ziele machen sie dazu, nicht ihre Herkunft.

  • 7
    4
    mops0106
    15.07.2020

    @Wolfgang: Als Arbeiterkind habe ich die EOS besucht, musste aber nicht lange danach auch tief in den Kapitalismus eintauchen, wie sie es beschreiben. Das mussten wir doch alle. Herr Oehme hatte wie sehr viele Menschen seinen Arbeitsplatz verloren, genauso seine Frau. Er hatte eine Familie mit zwei Kindern zu ernähren. Mit Versicherungen konnte man in den 90-er Jahren ganz gut Geld verdienen. Das hat für mich nichts mit Wendehals zu tun.
    Wie echt sein christlicher Glaube ist, können wir alle nicht beurteilen. Warum soll er seine Kandidatur zurückziehen, wenn er katholische Menschen in Chemnitz kennt, die der AfD ablehnend gegenüberstehen?

  • 7
    7
    Pedaleur
    15.07.2020

    Die Kirchgemeinde hat Hr. Oehme ob seiner politischen Einstellungen nicht mehr lieb? Vielleicht sollte er sich als praktizierender Christ über die katholische Soziallehre weiterbilden. Könnte Antworten geben.
    Was will er denn nun konkret für die Stadt erreichen, als möglicher OB, der lieber im Hintergrund bleibt? Seine Aussage in einem letzten FP- Artikel zur Förderung der regionalen Wirtschaft waren mehr als dürftig.

  • 8
    10
    WolfgangPetry
    15.07.2020

    DDR Elite, durfte auf die Erweiterte Oberschule. Und danach als Versicherungsmakler tief eingetaucht in den Kapitalismus. Wenn das kein Wendehals ist dann weiß ich auch nicht. Er spielt sich nicht gern in den Vordergrund? Wunderbar, noch ist Zeit das zu beweisen und die Kandidatur zurückzuziehen. Dass seine neuen Freunde, die Christen, so enttäuscht von ihm sind, nicht mal das gibt ihm zu denken.

  • 12
    15
    cn3boj00
    14.07.2020

    Ein AfDler, der Gräben zuschütten will, die seine Partei aufreißt? Und das der Flügel für direkte Demokratie steht halt ich für ein Gerücht, das wäre für national-konservative ganz neu.
    Im Übrigen sieht man an der Biografie Oehmes, dass in der DDR der Gedanke des Nationalsozialismus zwar formal, aber nie richtig in den Köpfen ausgeräumt wurde. Zu nahe standen sich Hitler und Stalin im Geiste, und das hat wohl auf viele Genossen abgefärbt. Kein Wunder, dass sie sich nach der Wende irgendwann links- oder rechtsaußen wiedergefunden haben. Und ein bisschen erklärt das auch warum die AfD im Osten so stark ist. Sie wird getragen von Leuten, die noch den straffen Geist der Diktatur in sich tragen. Deshalb ist Oehme für mich einfach nu einer, der keine klaren Ziele hat sondern irgendwelchen Fahnen hinterherläuft.

  • 12
    9
    Lesemuffel
    14.07.2020

    Mops, das von Ihnen genannte Buch ist lesenswert. So etwas Freundliches über unsere Nation darf leider nur von einem ausländischen Writer kommen. Wäre er Deutscher würde man ihn als "Rechten, Nazi, Neu Rechten, Völkischen" uä. verreißen.

  • 8
    11
    MuellerF
    14.07.2020

    @mops: Es wird langsam absurd! Herr Höcke hat das Zitat in der Rede nicht als (nur) solches benannt, sondern in seine Rede eingebaut, sogar als einen "Höhepunkt". Zudem sagte er nicht "EIGENER" Schande wie MacGregor.
    Er sagte es so, dass die Existenz des Mahnmals eine Schande sei, nicht die Taten, an die es erinnert.

    Ein anderes Zitat von Herrn Höcke, die "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad", die er forderte, sollte zur Einordnung beitragen!

  • 12
    6
    franzudo2013
    14.07.2020

    DS91, Sie haben völlig Recht. Es kann sich keiner auf die Meinungsfreiheit berufen, wenn er andere ausgrenzt. Keine Toleranz gegenüber der Intoleranz.

  • 5
    9
    mops0106
    14.07.2020

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/gruetters-zur-denkmalkultur-in-deutschland--387888

    "Grütters zur Denkmal-Kultur in Deutschland" am 05.09.2016:

    "Neil MacGregor hat anhand dieses Beispiels auf eine Besonderheit deutscher Denkmalkultur aufmerksam gemacht. Er kenne, schrieb er im Buch zu seiner Ausstellung „Deutschland. Erinnerungen einer Nation“, er kenne „kein anderes Land, das in der Mitte seiner Hauptstadt ein Mahnmal der eigenen Schande errichtet hätte.“

    Herr Höcke ist also nicht der Erstverwender dieses Begriffs; er zitiert ebenso.

  • 16
    9
    MuellerF
    14.07.2020

    "Auch zur umstrittenen Äußerung von Björn Höcke zum Holocaust-Mahnmal in Berlin ("Denkmal der Schande") hat er eine Meinung. Die Worte Höckes seien bewusst falsch interpretiert worden, sagt er. Mit der "Schande" sei der Holocaust gemeint gewesen."

    Netter Versuch, Herr Oehme. Was & wie Herr Höcke das damals gemeint hat, lässt sich u.a. an seinem Tonfall, der sich fast vor Wut überschlagenden Stimme feststellen. Von einem OB-Kandidaten erwarte ich mehr Ehrlichkeit !

  • 9
    5
    nevidimka
    14.07.2020

    Der Artikel spiegelt Oehmes Sicht wider.

    Was mir fehlt:
    Was befähigt Herrn Oehme für das Amt des OBs?
    Was spricht - außer seiner AfD-Parteizugehörigkeit - gegen die Person Oehme als OB?

  • 7
    13
    klapa
    14.07.2020

    'Nein die Todesstrafe ist ethisch nicht vertretbar.'

    Wenn sie für Sie nicht vertretbar ist, dann ist das ok, DS. Ihre Formulierung trug aber recht absoluten Charakter.

    Bei schweren und schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und insbesondere gegen Kinder könnte ich sie mir jedenfalls vorstellen. Wobei ich natürlich ihr Verbot in D akzeptieren, aber nicht billigen muss.

    Ethische oder moralische Grundsätze. die für jedermann gleichermaßen gelten, gibt es nicht.

  • 9
    4
    DS91
    14.07.2020

    "Ich verstehe ihr Argument. Wie würden sie es jedoch bei etwas Vergleichbarem, bei Straftätern, sehen. Sind sie dann auch für die Todesstrafe für Mörder? "

    Nein die Todesstrafe ist ethisch nicht vertretbar.

  • 10
    9
    1371270
    14.07.2020

    DS91: Demokratie als Grundrecht ist mir eigentlich neu.
    Meinungsfreiheit ist selbstverständlich ein Grundrecht. Die Grenzen legt das Strafgesetzbuch fest, nicht Sie! Wenn Sie eine Grenzüberschreitung sehen, dann klagen Sie bitte!

  • 8
    9
    saxon1965
    14.07.2020

    @klapa: Da haben sie leider Recht, war auch keine Feststellung. So gesehen werden einige Leser diesen Artikel als "zu wohl wollend" empfinden.
    Ich meinte eher damit, dass die FP über alle anderen Kandidaten im gleichen Tenor berichten sollte, damit es keine "Wettbewerbsverzerrung" gibt. Das ist natürlich nicht so einfach, bei aller Subjektivität der Leser.

    @DS91: Ich verstehe ihr Argument. Wie würden sie es jedoch bei etwas Vergleichbarem, bei Straftätern, sehen. Sind sie dann auch für die Todesstrafe für Mörder? Auge um Auge, Zahn um Zahn?

  • 14
    12
    klapa
    14.07.2020

    'Medien sollten ausgewogen, fair und der Wahrheit verpflichtet berichten'.

    Das ist absolut richtig, Saxon, für mich aber ein frommer Wunsch.

  • 15
    10
    DS91
    14.07.2020

    @saxon1965

    Demokratie und Meinungsfreiheit sind Grundrechte, da haben Sie absolut Recht.

    Aber ...

    Demokratie und Meinungsfreiheit haben auch Grenzen und bringen Verantwortung mit sich. Wer diese überschreitet sollte sich nicht darauf berufen.

  • 15
    7
    Deluxe
    14.07.2020

    Für meinen Geschmack steckt da fast schon ein bißchen viel Wandlungskünstler in der Person Ulrich Oehmes, so über sein ganzes Leben betrachtet.

  • 20
    2
    saxon1965
    14.07.2020

    Demokratie und Meinungsfreiheit gilt für Jedermann und hat nichts damit zu tun, ob ich Jemanden mag, seine politischen oder weltanschaulichen Ansichten teile oder gar der Meinung bin, dass er ein Heuchler und Lügner ist.
    Medien sollten ausgewogen, fair und der Wahrheit verpflichtet berichten.

    Wer der Meinung ist, dass das in diesem Fall nicht gelten sollte, setze bitte Rote Daumen und stelle sich auf die selbe Stufe mit Jenen, die er ablehnt.

  • 15
    17
    klapa
    14.07.2020

    Kennen Sie Herrn Oehme näher, Lexi, oder ist er Ihnen nur suspekt, weil er für Sie zur falschen Partei gehört.

    Was macht Sie so sicher, dass Chemnitz mit ihm an die Wand gefahren wird? Oder befürchten Sie, dass mit Chemnitz noch einmal passiert, was mit Deutschlands Wirtschaft auf höhere Anweisung in den letzten drei Monaten passiert ist?

    Nein, ich gehöre nicht zu dieser Partei und sympathisiere auch nicht mit ihr, wünsche mir aber, dass sie mit der gleichen (Un-)Fairness behandelt wird wie andere Parteien auch.

    Mein Standpunkt - diese Partei muss im Moment nicht viel tun, um halbwegs erfolgreich zu sein. Sie braucht nur auf die Fehler ihrer politischen Gegner zu warten. Auch im kommunalen Bereich?

    Politische Feinde sollte es im demokratischen Diskurs eigentlich nicht geben.

  • 18
    13
    Lexisdark
    14.07.2020

    Wer denkt, mit dem Herrn Oehme als Oberbürgermeister tut man sich einen Gefallen und es geht aufwärts, wird enttäuscht werden. Dann sieht es erst richtig finster aus für Chemnitz.

  • 12
    16
    Lesemuffel
    14.07.2020

    Warum die Aufregung über einen chancenlosen OB-Kandidaten? Selbst wenn er gewählt werden würde, wird das Modell Görlitz die Wahl des AfD-Politikers verhindern. Also, den Puls wieder herunterfahren. Es genügt ja vorerst, dass nur der CFC abgestiegen ist.

  • 18
    5
    saxon1965
    14.07.2020

    Die FP stellt die OB-Kandidaten vor. Wenn sie das in einem Tenor macht, ist nichts dagegen zu sagen.

  • 21
    9
    gelöschter Nutzer
    14.07.2020

    Gut, dass die FP diesen Beitrag gebracht hat.
    Wer nach der Geschichte über die Kultur in Chemnitz und diesem Artikel noch über die Wählbarkeit von Herrn Oehme nachdenkt, dem ist nun wirklich nicht zu helfen.

  • 14
    25
    Lesemuffel
    14.07.2020

    Vier Beiträge vor mir zeigen, dass es zur Demokratie persönlich noch nicht reicht. Wie hätte man den gern die "Freie Presse"? Meinungsvorgaben anstatt Fakten?

  • 23
    15
    Albatros
    14.07.2020

    Der RBB hat mit seinem zu unkritischen Kalbitz-Sommerinterview ein Debakel erlitten. Und was macht die Freie Presse kurz darauf? Bringt eine menschelnde Home Story über einen strammen Rechtsaußen-Oberbürgermeisterkandidat... Wieso?

  • 21
    20
    mathausmike
    14.07.2020

    Es ist erschreckend wie hier einem AfD-Mitglied eine Plattform gegeben wird!
    Diwse Partei wird nicht grundlos überwacht!

  • 27
    14
    KarlChemnitz
    14.07.2020

    Ziemlich viele Neuorientierungen in einem Leben. Ich will das nicht verurteilen, wünsche mir aber einen charakterstarken Menschen als Oberhaupt für unsere Stadt. Darüber hinaus gibt er sich hier sehr zahm und ausgleichend, das entspricht aber nicht der Persönlichkeit, die ich erlebt habe: Herr Öhme hat in dieser Stadt großen Anteil daran, dass Zwietracht , Hass und Abgrenzung gut gedeihen konnten.

  • 25
    15
    DS91
    14.07.2020

    "Mit Begriffen wie rechts und links könne er nichts anfangen, sagt Oehme. "Als Christ will ich dieses Denken überwinden. Ich lebe die Werte, die mein Glaube mir vorgibt",

    Das sieht bei sein Denken und Handeln ganz anders aus.

  • 22
    19
    FromtheWastelands
    14.07.2020

    Kritisches Hinterfragen hat man bei der Freien Presse wohl inzwischen verlernt.