Der Intendant gibt den Vorkoster für den Opernball

Christoph Dittrich hat das Menü für die Theatergala im Februar kommenden Jahres schon mal abgeschmeckt. Dabei gab er zu, dass er selbst gar nicht kochen kann.

Sonnenberg/Zentrum.

Das Essen beim Opernball ist Chefsache. Was beim größten gesellschaftlichen Festakt des Chemnitzer Veranstaltungsjahres auf die nobel gedeckten Tische kommt, schmeckte Generalintendant Christoph Dittrich am Dienstag ab. Er hob den Daumen für das Menü der Superlative.

Fast 880 Personen muss Gastronom Roland Keilholz am 16. Februar 2019 satt bekommen. Gegen 20 Uhr wird er den ersten Gang servieren. Zwei weitere werden folgen. Es wird eine besondere Herausforderung. Ein Cocktail aus Hummer und Garnelen mit geröstetem, thymiangewürztem Baguette, eine gebratene Perlhuhnbrust auf Blumenkohlpüree mit wildem Brokkoli und Portweinglace, ein rosa gebratenes Rinderfilet auf Schwarzwurzel-Morchel-Ragout mit Dauphine-Kartoffeln und Barolosauce: Das wird in drei Gängen serviert. Gekocht wird das Essen nicht in der keilholzschen Restaurantküche im "Alexxanders" auf dem Sonnenberg, sondern im Opernhaus. Zwei mobile Küchen richtet er dort ein, eine im Kulissenmagazin im Bereich der Hinterbühne, eine weitere im Seitenflügel des Haupthauses. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle 880 Gäste schließlich ein dampfendes Gericht vor sich stehen haben. "Über 40 Köche werden uns dabei unterstützen", erklärte Roland Keilholz.

Nachdem er den vergangenen Opernball als Gast erlebte, dirigiert er diesmal wieder das Küchenpersonal. "Die Vergabe des Caterings für den Ball wird jedes Jahr neu verhandelt", so Ball-Organisator Mario Köppe. "Natürlich freuen wir uns immer, wenn wir mit einem Gastronomen aus Chemnitz zusammenarbeiten können." Beim Ball 2018 hatte jedoch ein Restaurantteam aus Regensburg den Zuschlag bekommen.

Das Menü für den seit Monaten ausverkauften Ball beschrieb der Intendant so: "Die Speisenfolge überzeugt mich durch ihre hohe Qualität der Produkte. Besonderheiten wie Morcheln oder Hummer setzen feine Akzente." Dabei gab der Theaterchef unumwunden zu, selbst nicht kochen zu können. "Ich bin überzeugt, es braucht jemanden, der es zubereitet, und jemanden, dem es schmeckt. Ich bin der, dem es schmeckt." Verhungern muss Dittrich daheim allerdings nicht. Gerade die Familie meiner Frau und sie selbst kochen ganz hervorragend."

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