Der Winter hat Spuren hinterlassen

Für die Reparatur ihrer Straßen müssen die Kommunen mehrere Millionen Euro ausgeben. Doch damit können längst nicht alle Schäden beseitigt werden.

Zwickau/Limbach-O..

Alle Jahre wieder: Der Winter verabschiedet sich und hinterlässt den Straßenbauämtern und Bauhöfen sein Erbe in Form von Schlaglöchern. In nahezu allen Städten und Gemeinden des Landkreises Zwickau werden gegenwärtig die Straßen zumindest notdürftig in Ordnung gebracht. Dabei bewegen sich die Schäden in den meisten Kommunen auf dem Niveau des vergangenen Winters. Die Höhe der Mittel, die in den einzelnen Gemeinden zur Verfügung stehen, unterscheidet sich deutlich. So hat die Stadt Zwickau mit dem größten Straßennetz weniger Geld im Haushalt eingeplant als Städte mit weniger kommunalen Straßen. Jene Straßenbauämter, die auf eine Anfrage der "Freien Presse" antworteten, geben insgesamt rund zwei Millionen Euro für die Reparatur von Straßen aus. Andere Kommunen haben entweder nicht geantwortet - oder ihre Pläne noch nicht gemacht.

Landkreis: Die Bundesstraße 93 zwischen Zwickau und Crossen, die Staatsstraßen zwischen Limbach-Oberfrohna und Kaufungen sowie bei Gospersgrün bilden die Schwerpunkte im Straßennetz. Dazu kommen mehrere Kreisstraßen. Im Straßenbauamt schätzt man den Betrag, der zur Beseitigung der Schäden aufgebracht werden muss, auf circa 300.000 Euro.

Limbach-Oberfrohna: Neue Schäden sind an 75 Prozent der Straßen aufgetreten. Pressesprecherin Frances Mildner spricht von einem Drittel mehr als im Vorjahr. Eine halbe Million Euro wird benötigt. Die Stadtrat hat gerade das Rathaus beauftragt, zum Zwecke der Straßeninstandhaltung einen neuen Vertrag mit einem örtlichen Unternehmen zu schließen.

Hohenstein-Ernstthal: In der Stadt wird nicht nach normalen Schäden und Winterschäden unterschieden. Rund 310.000 Euro werden jedes Jahr für die Instandsetzung ausgegeben, sagte die Leiterin des Tiefbauamtes, Angela Höller.

Lichtenstein: An etwa 20 Straßen wurden Winterschäden aufgenommen. Das sind zehn Prozent des Straßennetzes. Zunächst wurden 6000 Euro für Schlaglochflickung ausgegeben, sagte Bürgermeister Thomas Nordheim.

Zwickau: An dem 370 Kilometer langen Straßennetz sei es schwierig zu unterscheiden, ob es sich um einen Winterschaden handelt oder eine andere Ursache vorliegt, stellte Pressesprecher Mathias Merz fest. "Tendenziell ist jedoch festzuhalten, dass auch infolge der Vorschädigung von Straßen eine deutliche Zunahme von Winterschäden zu verzeichnen ist", sagte er. Für Reparaturarbeiten stehen 360.000 Euro zur Verfügung.

Mülsen: An etwa der Hälfte der Straßen hat der Winter seine Spu- ren hinterlassen. Bürgermeister Hendric Freund geht von 20.000 Euro Kosten für die Schadensbeseitigung aus.

Reinsdorf: Schäden wurden an sieben Straßen festgestellt. 25.000 Euro wird die Beseitigung nach Angaben von Bürgermeister Steffen Ludwig kosten.

Crimmitschau: Zwei Straßen sind besonders betroffen. Die Kosten stehen laut Andreas Kandler vom Fachbereich Bau noch nicht fest.

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