Die neue Speisekammer im alten Fachwerkhaus

Ein weiteres Restaurant soll den Schloßberg beleben. Gastronom Tobias Gust will dort ein besonderes Publikum bewirten.

Tobias Gust will am kommenden Dienstag das neue Restaurant namens Speisekammer am Fuße des Schloßberges eröffnen. Der Gastronom ist in dem Stadtgebiet bekannt.

Denn dort betreibt er bereits das "Kellerhaus". Sein Bruder Dirk Gust ist zudem Inhaber des ebenfalls benachbarten Lokals "Ausspanne". Nun will die Familie eine weitere gastronomische Einrichtung beleben. Die bisherigen "Abtei-Stuben" im historischen Fachwerkviertel hat Tobias Gust in den vergangenen Monaten komplett umgebaut. Zum Jahresende hatte der Vorbesitzer das Geschäft in dem bisherigen Wirtshaus aufgegeben. "Hier erinnert nun nichts mehr an die Vergangenheit", erklärt Tobias Gust. Tresen, Küche, Gastraum: Das gesamte Innenleben habe er neu gestaltet. Warme Holzeinbauten und Kupfertöne in der Deko treffen nun auf grau getünchte Wände, Designer-Schalensitze und Polstersessel. Die Raumplanung entstand nach und nach. Tobias Gust, dessen Freunde und die Mitarbeiter aus dem "Kellerhaus" haben das Konzept eigenhändig umgesetzt. An den Wänden hängen nun Aufnahmen von Chemnitzer Charakterköpfen. "Es sind Freunde, Gäste, einfach Menschen von nebenan", erzählt Tobias Gust.

Das neue Restaurant habe er nicht grundlos Speisekammer genannt. Der Begriff beschreibe einen Ort, an dem die besonderen Vorräte lagern. Zudem soll der Name die Gemütlichkeit in der Gaststube charakterisieren. Knapp 50 Personen können in der Speisekammer einkehren. Allerdings nicht in großer Truppe. "Maximal acht Personen passen an einen Tisch", so Tobias Gust. "Hier sollen sich die Besucher in intimer Runde wohlfühlen. Große Gesellschaften bewirten wir lieber nebenan in unserem ,Kellerhaus'." Von diesem Lokal soll sich das neue Restaurant auch kulinarisch unterscheiden. Rotkohl und Klöße werden in der Speisekammer nicht aufgetischt. Dafür mediterrane Pasta, indisches Curry, argentinisches Rumpsteak, flankierend eine kleine Weinauswahl, so Gust. "Unsere Zielgruppe ist das junge Publikum, welches Wert auf unkompliziertes, aber gutes Essen legt", sagt Tobias Gust.

Als er mit seinem Sous-Küchenchef, einem Koch mit philippinischen Wurzeln, diese Woche im Großmarkt war, bekam der gleich Lust, sich im neuen Lokal an den Herd zu stellen. "Hier gibt es Papageienfisch, der ist in meiner Heimat eine Spezialität", sagte Jestivo Julian begeistert. Für genau solche saisonale Spezialitäten soll es künftig eine Extra Tageskarte geben.

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