Die Visionen für Hartmannsdorf: Zweifeldhalle, W-Lan, Radwege

Für 5,5 Millionen Euro soll ein Sportkomplex gebaut werden. Das wäre die größte Investition. Die Wunschliste ist viel länger.

Hartmannsdorf.

Jedes Jahr investiert die Gemeinde Hartmannsdorf etwa knapp zehn Millionen Euro in die Infrastruktur. Das soll auch nächstes Jahr so sein. Der Etat soll Ende des Jahres beschlossen werden. Jetzt arbeiten Gemeinderäte und die Verwaltung an einer Wunschliste.

CDU: Mit neun Gemeinderäten stellt die CDU die stärkste Fraktion im Gemeinderat. Vize-Bürgermeister Reinhard Kluge nennt den Baubeginn der Zweifeldhalle als wichtigstes Vorhaben. Insgesamt will die Gemeinde für den Bau 5,5 Millionen Euro investieren. Das sah bereits der Haushaltsplan für 2019 vor. Zurzeit finden Planungen statt. Kluge sieht weitere Schwerpunkte bei Sanierungsvorhaben in der Schule und die Umsetzung des Digitalpaketes. Außerdem soll mit dem Umbau der Chemnitzer Straße begonnen werden. Auf der Agenda stehen der weitere Umbau des ehemaligen Plus-Marktes unter Einbeziehung der Vereine, die Instandsetzung der Gemeindestraße - so Stiche bei der Oberen Hauptstraße - sowie Planungen für den Straßenbau Goethe- und Vater-Jahn-Straße und die Erstellung eines Radwegekonzeptes.

Bürger für Hartmannsdorf (BfH): Die Freien Wähler mit sechs Gemeinderäten ist die zweitstärkste Fraktion. Axel Glaß sagt, dass die BfH stets zukunftsorientierte Themen vorschlage. Für nächstes Jahr sei der Bau der Mehrzweckhalle die größte Investition. Außerdem habe die BfH Visionen, die in Hartmannsdorf umgesetzt werden könnten. "In Berlin ist die Kinderbetreuung kostenlos. Das Essen kostet nur einen symbolischen Preis", sagt Glaß. Ein erster Schritt in diese Richtung für Hartmannsdorf wäre ein einheitlicher lokaler Essenanbieter für alle Hartmannsdorfer Kindereinrichtungen. Zudem plädiert die BfH für mehr Vereinfachungen für die Bürger durch die Digitalisierung der Verwaltung. Zudem sollten Hotspots - also ein öffentliches und kostenfreies W-Lan-Netz - im Bereich von Bad-/Turnhallenbereich über Busbahnhof mit Spielplatz sowie bis zum Bürgerzentrum und Nutzfahrzeugmuseum eingerichtet werden. Zudem sollen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Kühnhaide ein Handels- und Dienstleistungsstandort wird. Auf der Agenda stehen auch die Asphaltierung des Radweges zwischen Hartmannsdorf und Limbach-Oberfrohna, die Instandsetzung der Kreuzung Niederfrohnaer Weg/Ernst-Lässig-Straße und weiterer Straßen im Gewerbegebiet. Zudem plädiert die Wählervereinigung für den Erhalt der Fußgängerampel nach Abbau der Ampelanlage Leipziger- und Geschwister-Scholl-Straße. Außerdem sollen angesichts des Klimawandels im öffentlichen Raum tiefwurzelnde, trockenheitstolerante Laubbäume gepflanzt werden. Außerdem soll das Projekt Jugendclub weiter verfolgt werden.

Die Linke: Einen Platz im Gemeinderat hat die Linke. Vertreter Dietmar Vogel will neben den bereits laufenden Investitionen in Schule und Kindergarten weitere Themen in den Fokus rücken: aktivere Mitarbeit bei der Gestaltung des Chemnitzer Modells zur Anbindung von Hartmannsdorf, Bewahren des Steinbruchs als Naturreservat, Verschönerung des Recenia-Denkmals, Wander- und Radweg rund um Hartmannsdorf, Ausbau des Objektes Carl-Kirchhoff-Straße als Gemeindezentrum, Erneuerung des Badvereins und die Einbeziehung Jugendlicher bei der Gestaltung in der Gemeinde.

AfD: Neu im Gemeinderat ist Patrick Clauß, der bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen erhielt. Die AfD hatte nur einen Bewerber. Clauß will in der Diskussion zum Haushalt 2020 vorschlagen, Geld in die Anschaffung einer Kleinkinderrutsche auf dem Spielplatz, die Einrichtung einer Fußgängerampel an der Oberen Hauptstraße sowie das Aufstellen von Straßenpollern vor der Schule zu investieren. "Mit Letzterem soll das widerrechtliche Parken von sogenannten Elterntaxis verhindert werden", so Clauß.

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