Diebe stehlen Teile vom frisch verlegten Rasen

Der neue Hortcontainer in Burgstädt sollte mit Schulbeginn öffnen. Aber die Hitze machte einen Strich durch die Rechnung. Auch das Außengelände wurde nicht fertig.

Burgstädt.

Noch liegt der graue Hortcontainer für die Goetheschule an der Chemnitzer Straße verwaist. Eigentlich sollte die Anlage bereits zum Schulbeginn am 13. August öffnen. Doch wegen der anhaltenden Hitze konnte der Rollrasen für das Außengelände mit Spielplatz nicht verlegt werden. Deshalb wartete man im Burgstädter Rathaus auf Regen und kühlere Temperaturen.

Die setzten wenig später ein, mit dem Verlegen des Rasens wurde begonnen. Nun ist die Anlage fertig. Mit einer Verspätung von vier Wochen können 60 Kinder aus den beiden ersten Klassen sowie aus einer zweiten Klasse der Goetheschule in der neuen Anlage ab Montag betreut werden.

"Wir sind froh, dass es endlich losgeht", sagt eine 39-Jährige, die ihren achtjährigen Sohn in der Zwischenzeit am Haupt-Hortstandort an der Göppersdorfer Straße und auch in der Kita Regenbogen betreuen ließ. Beim Tag der offenen Tür habe sie schon mit Erstaunen festgestellt, dass der Container sehr hell und geräumig ist. Auch könnte der Betreiber, der Verein Muldentaler Jugendhäuser, dort viele Freizeitangebote, wie Atelier und Bastelwerkstatt, besser anbieten. Ihr Sohn sei neugierig, wie am Montag alles ablaufe. Beim Tag der offenen Tür hatte die sechsjährige Ella schon einmal den Spielplatz mit Nestschaukel testen können. "Meine Tochter schaukelt gern und freut sich, wenn sie das jeden Tag machen kann", sagt Vater Dianca Alexandin.

Doch dank günstiger Witterung war kurz nach dem Tag der offenen Tür mit den Rasenarbeiten begonnen worden. Allerdings gab es für die Verantwortlichen noch eine Schrecksekunde. Nachdem der Rasen am 15. August verlegt worden war, hatten sich Unbekannte in den darauffolgenden beiden Nächten im Gelände zu schaffen gemacht. "Teile des Rollrasens von jeweils etwa 20 Quadratmetern sind entwendet worden", sagt Hauptamtsleiterin Josefine Müller. "Glücklicherweise reichten die übrigen Rasenverschnittreste aus, um die leere Fläche neu zu verlegen", erläutert sie. Jetzt müsse geschaut werden, ob sich die nachträglich eingebrachten Rasenflächen genauso gut entwickeln wie der Rest, fügt sie hinzu.

Das Jugendamt hat inzwischen die Genehmigung für das Betreiben der Anlage erteilt. Das bestätigt ein Sprecher des Sozialministeriums. Die Betriebserlaubnis sei mit Auflagen erteilt. Der Hortcontainer ist aber nur als Übergangslösung gedacht. Denn eigentlich sollte ein Neubau für 80 Plätze schon viel eher stehen. Neben der Unklarheit über Standorte kam es zu einer Verzögerung beim Festlegen von Planungsbüros. Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler) rechnet damit, dass der Hortcontainer für maximal zwei Jahre notwendig sei.

Für den Neubau ist eine Investition in Höhe von 2,3 Millionen Euro geplant. Doch bisher fehlt das nötige Fördergeld. Die Stadt erhofft sich Geld über ein neues Programm zur Innenstadt Süd. Auch gab es monatelang Unklarheiten über einen möglichen Standort. Geprüft worden seien sieben Standorte, sechs davon kamen in die engere Wahl, so Naumann. In der jüngsten Stadtratssitzung hatte Bauamtsleiter Hannes Langen die Vor- und Nachteile der sechs Varianten genannt. Zur Auswahl standen Hort-Erweiterung bzw. -Ausbau an der Goetheschule, Sanierung des früheren Don-Bosco-Hauses oder Neubau an der Köbkestraße, das Gelände an der Turnhalle Albertsburg sowie der ehemalige Gasthof Krone an der Chemnitzer Straße. Einstimmig entschied sich der Stadtrat dafür, einen privaten Garten (der ehemalige Gaststättengarten) neben der Sporthalle Albertsburg für den Neubau zu erwerben und dort den Neubau zu planen.

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