Dutzende gesunde Bäume gefällt: Naturschützer reagieren empört

Das städtische Grünflächenamt hat im Ebersdorfer Wald annähernd 100 Buchen geschlagen - angeblich wegen mangelnder Standsicherheit. Die wirklichen Gründe verschweigt die Behörde.

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15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Interessierte
    22.02.2020

    Der Naturschützer sollte mal auf den Tietz-Platz gehen …

    Aber , wofür benötigt man denn das Holz , für Pellets und Holzhäuser ?

  • 7
    3
    TanteHilde
    17.02.2020

    Es ist ja schon ein riesiger Fortschritt, dass die Öffentlichkeit darüber informiert wird und diskutiert wird. Fragen wir doch einfach mal die Verantwortlichen, welche Begründung dafür als ausreichend oder akzeptabel angenommen wurde. Das würde mich hierbei schon sehr interessieren, bzw. wer so etwas überhaupt genehmigt, jetzt zu einer Zeit, da Straßen und Wälder von Windbruch geräumt werden müssen und die Kapazitäten hierfür gar nicht gegeben sind.
    Der Bedarf und der Preis für das Holz kommen jedenfalls nicht Infrage.

  • 9
    4
    cn3boj00
    16.02.2020

    Früher standen da Wachtürme. Da mussten wir als Wehrdienstleistende selber Wache stehen. Natürlich, damit niemand von innen nach außen über den Zaun klettert. Nicht mal in der DDR ist man da auf die Idee gekommen, Bäume zu fällen, damit ein besseres "Sichtfeld" entsteht.
    Angesichts der ganzen Klimadiskussion, der vielen Waldschäden und der Aufforstaktion der Landesregierung (wie steht es denn da überhaupt?) ist es absolut nicht nachzuvollziehen, wieso gesunde Buchen, die 80 Jahre allen Stürmen getrotzt haben, fallen müssen. Hier sollte der Stadtrat nicht bloß nachfragen, sondern Konsequenzen fordern.
    @HHCL, es ist mir nicht klar, wie ich das durch Wahlen beeinflussen kann. Wir wählen ja keine Beamte. Und welchen Einfluss kann da irgendeine partei nehmen, wenn das nicht mal der grüne Baubürgermeister, dem das Grünflächenamt untersteht, hinbekommt?

  • 8
    1
    Nixnuzz
    16.02.2020

    Ich bin zwar geografisch ziemlich aussen vor doch würd ich vorschlagen sich via google earth mal dies Gelände im Ausgangszustand anzusehen. Da ist noch der Alt-Bestand drauf zu sehen. Schätze das der lieben Polizei der Schattenwurf als auch der Herbstabfall auf den Keks gegangen ist. Es war einfach zuviel grünes bei denen vorm Fenster. Wenn ich das Foto mir genauer ansehe, stehen da noch mindestens 1-3 Bäume zwecks Überstieg noch nah genug am Zaun. Schätze, die natürliche Verdunkelung der Räume war der eigentliche Auslöser - vom entsprechenden Etat-Posten mal abgesehen. Stellt euch , liebe Kommentatoren vor, die Polizei hätte die Aktion mit einer solchen entsprechenden Begründung angekündigt....

  • 18
    0
    Steuerzahler
    13.02.2020

    @MuellerF: Sie sollten sich im OT Klaffenbach den Rödelwald anschauen. Nach mehreren Holzaktionen ist die Erholungsfunktion des Waldes gleich Null und der Wald selbst mehr Gestrüpp als Wald. Dermaßen verschandelt war die Natur in den letzten 60 Jahren nicht wie jetzt. Deshalb gebe ich Ihnen in der Beziehung Recht!

  • 16
    7
    MuellerF
    13.02.2020

    Wirtschaftliche Gründe für diese Baumfällung scheiden eigentlich aus-es gibt durch die Dürre der letzten 2 Jahre sowie durch Sturmschäden sowieso schon zuviel Holz auf dem Bau- & Brennstoffmarkt.
    Wirtschaftlich, dafür aber nachhaltig naturzerstörend war dagegen der Einsatz eines Harvesters für die Aktion- geht eben schneller als nur mit Manpower & spart Personalkosten.

  • 24
    5
    Steuerzahler
    13.02.2020

    @Ramomba: " Und plötzlich, wo jeder Baum ein kostbares Gut ist, bekommt man seitens der Polizei Angst vor Menschen, die über den Stacheldrahtzaun klettern?"
    Für Ihren Beitrag einen "Grünen", aber das ist absoluter Quatsch. Selbst die so dehnbaren Statistiken wie auch die öffentliche Berichterstattung belegen, wie die Angriffe auf Polizei und andere Behörden zugenommen haben. Schon die brennenden Fahrzeuge und vieles andere mehr vergessen? Da ist es zumindest verständlich, und zu erwarten, dass der Staat seine Werte und vor allem seine Beamten schützt. Ob wirklich die Bäume dafür fallen müssen, das wäre zu bezweifeln.

  • 14
    31
    701726
    13.02.2020

    Ist schon mal jemand über den Zaun gestiegen ????
    Diese Begründung ist ja haarsträubend.

  • 27
    9
    KatharinaWeyandt
    13.02.2020

    Genau, spätestens bei der OB-Wahl ist Gelegenheit, solche Fragen ins Zentrum zu rücken.

  • 29
    12
    Ramomba
    13.02.2020

    Dieser Beitrag lässt Fragen offen! Zum Beispiel: Wenn wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen, dann wäre es interessant zu wissen, wie wirtschaftlich das „Ernten“ der Bäume am Ende wirklich ist. Dass Wälder auch bewirtschaftet werden wie eine normale landwirtschaftliche Fläche, war sicher in der Vergangenheit ein üblicher Vorgang und wurde im Haushalt der Stadt auch so eingeplant. Das hätte man mal recherchieren können. Aus dem Fazit, dass es bei den heute üblichen niedrigen Holzpreisen und in Anbetracht des Klimawandels und der großen Bedeutung von Bäumen für ein besseres Klima nicht mehr sinnvoll ist, Bäume für den Verkauf zu fällen, hätte man den zuständigen Bürgermeister (hier wohl der Kämmerer) einmal fragen können, warum man darüber nicht neu nachdenkt. Nicht nur der Stadtrat muss hier immer erst den Finger in die Wunde legen. Da muss man sich nicht wundern, wenn sich OB Ludwig bei der Abstimmung zur Klimanotstands-Petition nicht gemeldet hat. Das wäre ihr spätestens nach Bekanntwerden dieses Vorgangs auf die Füße gefallen. Und zur Sicherheit der Bereitschaftspolizei: Es ist unglaublich: Seit Jahrzehnten standen die Bäume da. Seit Jahrzehnten kommt das Gelände ohne Videoüberwachung aus. Und plötzlich, wo jeder Baum ein kostbares Gut ist, bekommt man seitens der Polizei Angst vor Menschen, die über den Stacheldrahtzaun klettern? Oder vor Bäumen, die auf das Gelände fallen. Echt!? Ich glaube es nicht. Da herrscht ein Gedankengut, vor dem man mehr Angst haben sollte.

  • 24
    15
    HHCL
    13.02.2020

    @Tauchsieder: Ich kann natürlich erstmal nicht sonderlich viel machen, außer darauf hinzuweisen. Ich erwarte allerdings schon, dass sich der gewählte Stadtrat zukünftig durchsetzt und entsprechend werde ich wählen.

    Das Eigenleben, das diese Behörde - mehr ist es nicht! - aus meiner Sicht führt, ist nicht hinnehmbar. Die Art und Weise, wie der Stadtrat sich immer wieder vorführen oder vor vollendete Tatsachen stellen lässt, ebenso nicht. Von einem künftigen OB erwarte ich entsprechende Änderungen.

  • 27
    15
    Steuerzahler
    13.02.2020

    Das ist ja typisch für dieses Amt. An anderen Stellen der Stadt stehen die verdorrten Bäume an der Straße und trotz regelmäßiger Begehung durch das Amt und Hinweisen der beauftragten Baumpflegefirma interessiert das niemanden. Im Gegenteil, da wird mit Gutachten und Gegengutachten um jedes Ästchen gekämpft, gleich ob angrenzende Privathäuser gefährdet sind. Und bei der BePo geht das auf einmal genau so wie an der ehemaligen Kaserne Chemnitzer Straße? Bleibt nur zu hoffen, dass mit der OB-Wahl neuer Wind in diese Stadtverwaltung kommt. Hoffentlich!

  • 12
    15
    Tauchsieder
    13.02.2020

    Bis Ende Februar muss alles plattgemacht sein was "stört". Dann herrscht wieder Ruhe für die Kettensaäge bis zum kommenden Herbst. Es ist also mit nochmehr Flurschaden zu rechnen. Vor allem die Begründung passt zur jetzigen Faschingszeit.
    Übrigens "HHCL", was wollen sie gegen diesen Behördenwahnsinn unternehmen?
    Ab morgen spricht kein "Schwein" mehr drüber.
    Chemnitz - Kulturhauptstadt? Ich glaub mein "Schwein" pfeift.

  • 42
    11
    HHCL
    13.02.2020

    Man bekommt auch hier wieder einmal das Gefühl, die Stadtverwaltung halte sich für den Souverän der Stadt Chemnitz; Stadtrat und Bürger hätten alles hinzunehmen und müssten bestenfalls mit dürren Worten abgespeist werden.

    Es wird Zeit, dass den Leuten dort klar gemacht wird, wer in der Stadt in einer Demokratie das sagen hat und das dieses Gebaren, das an tiefste DDR-Zeiten erinnert, nicht länger hinnehmbar ist. Wenn das dem aktuellen (Leitungs-)Personal nicht zu vermitteln ist, muss entsprechend getauscht werden.

  • 21
    15
    christophdoerffel
    13.02.2020

    Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.