Ehemalige Postfiliale kommt unter den Hammer

Das Geschäft an der Lutherstraße kann demnächst ersteigert werden. Angepriesen wird es mit einem besonderen Detail.

Lutherviertel.

Weiße Lamellen-jalousien verdecken die Sicht ins Innere. An der breiten Fensterfront ist ein Zettel mit einer Telefonnummer für Mietinteressenten angebracht. Das markante Geschäft an der Lutherstraße kann aber nicht nur gemietet, sondern auch ersteigert werden. Das geht aus dem aktuellen Katalog der Sächsischen Grundstücksauktionen AG hervor. Demnach wird der Laden im Erdgeschoss des Hauses (Baujahr 1956) bei einer Versteigerung in Dresden am 5. März aufgerufen.

Es handelt sich um eine ehemalige Filiale der Deutschen Post. Angeboten wurden dort Leistungen vom Briefversand bis zur Päckchenabholung, aber auch Dienste für Kunden, die ein Konto bei der Postbank hatten. Nach der Jahrtausendwende dünnte die Post ihr Netz aus und gab mehrere Filialen im Stadtgebiet auf. Im Februar 2009 war die an der Lutherstraße an der Reihe. Die Leistungen übernahm fortan ein Copy-Shop an der Bernhardstraße.

Nach dem Auszug der Post sei das Geschäft saniert und später neu vermietet worden, informiert das zuständige Maklerbüro. Ein Nachbar erinnert sich daran, dass zuletzt ein Händler Autoteile angeboten habe. "Das ist aber zwei Jahre her." Tatsächlich steht das Geschäft seit Anfang 2017 leer, berichtet die Maklerin. Erst kürzlich habe man einen Mietinteressenten gehabt, der aber wieder abgesprungen sei. Der Zustand des Geschäftes wird im Auktionsangebot als "gut, aber renovierungsbedürftig" beschrieben.

Über 141 Quadratmeter erstreckt sich die Gewerbeeinheit. Zu ihr gehören eine ehemalige Schalterhalle, ein Büro, ein Lager-/Pausenraum sowie Toiletten. Zudem ist in dem Angebot von einem Tresorraum die Rede. Ein Ort für sichere Verwahrung ist die ehemalige Postfiliale aber nicht mehr: Der Tresor sei nicht mehr vorhanden, informiert das Auktionshaus auf Nachfrage. Wer den Laden erwerben will, muss mindestens 39.000 Euro aufbringen. Nicht dazu gehört übrigens der markante runde Vorbau mit Glasfront, in dem früher eine Eisdiele zuhause gewesen sein soll. Der wird derzeit von einer Dachdeckerfirma genutzt.

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