Eine Drohne kreist über dem Gewerbegebiet

Die Feuerwehr aus Ottendorf hat sich für das Kreisfinale im Löschangriff qualifiziert. Beim Training bekam sie unerwartete Hilfe.

Ottendorf.

Als Großgerätechniker in einem Elektronikmarkt interessiert sich Kai Wolf aus Ottendorf von Berufs wegen für Elektronik-Artikel. Der 34-Jährige testete eine Drohne, eines der kleinen Flugmodelle, die mittlerweile viele Hobbysportler kreisen lassen und Fotos machen. "Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie die Welt von oben aussieht", sagt der Ottendorfer.

Freunde von der Freiwilligen Feuerwehr Ottendorf hatten die Idee, ihr Training für den Feuerwehrwettkampf filmen zu lassen. "Das hilft, um beim Anschauen noch Reserven zu entdecken", sagt Mannschaftsleiter Christian Schiele. Der 26-Jähre ist seit 16 Jahren bei der Feuerwehr. "Und es macht noch viel Spaß", fügt der Werkzeugmechaniker hinzu. Vor allem der Treff mit Gleichgesinnten und ganz in Familie sei wichtig. Auch sein 18-jähriger Bruder ist Mitglied der Truppe. Schiele erinnert sich noch an einen seiner ersten großen Einsätze. Das war 2011, als bei einem Chemieunfall in einer Recyclingfirma im Ottendorfer Gewerbegebiet drei Arbeiter verletzt wurden. "Das war sehr dramatisch", erzählt er. Doch meist werde die Truppe wegen einem Fehlalarm an einer Brandmeldeanlage zum Einsatz geschickt.

Doch weil das Interesse für die Rettungstruppe zurückgeht, wirbt er auf Facebook und anderen Kanälen im Internet für die Arbeit bei der Feuerwehr. So hatte er auch die Idee, durch ein Video die Arbeit zu beleuchten. Beim jüngsten Ausscheid in Penig hatte das Team Ottendorf den fünften Platz im Löschangriff belegt. Beim Löschangriff gilt es für die Gruppen, die jeweils aus sieben Feuerwehrmännern bestehen, so schnell wie möglich am Einsatzort zu sein. Mit dem Startschuss laufen die Teilnehmer von der Startlinie zu einem Podest, wo das vorbereitete Schlauchmaterial liegt. Dort wird die Saugleitung gekuppelt und eine Wasserversorgung hergestellt. Dann heißt es, den Wasserstrahl auf ein Ziel anzulegen. Wenn das Gefäß mit zehn Litern Wasser gefüllt ist, ist der Wettkampf erfolgreich beendet.

Die Ottendorfer haben das in 38,57 Sekunden geschafft. Der Beste lag bei 35,90 Sekunden. Heute nun startet das Team Ottendorf beim Kreis-Ausscheid in Gahlenz bei Oederan. Die beste Platzierung in Mittelsachsen sei bisher im Jahr 2014 Platz 3 gewesen. "Natürlich sind wir ehrgeizig", sagt Schiele. Aber im Vordergrund stehe vor allem der Spaß und die Kameradschaft. Er freue sich schon, Retter von 21 anderen Wehren zu treffen. Die Ottendorfer begleiten Freunde und Verwandte. Zur Wehr gehören die Kinder- und Jugendabteilung mit 20 Mitgliedern. Zu den Aktiven zählen 30, in der Altersriege sind 9 Kameraden.

Das Video können Sie sich hier anschauen.

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