Eins-Chef stellt Zukunft des Heizkraftwerks in Frage

Interview mit Roland Warner über die Situation des Versorgers, den Verfall der Strompreise und die Energiewende

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8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    gruene
    18.08.2015

    @Denkerist: Ganz Recht. Und für solche dem Gemeinwesen dienenden Strukturen brauchte es weiter oder wieder Wärmeverteilnetze, sicher passender strukturiert, als dies das derzeitige Chemnitzer Fernwärmesystem ist. Denn die "Verluste" bei der Elektrolyse, Methanisierung und Verstromung in den BHKW sind weitgehend wieder Wärme-"Abfälle". Hierfür die richtigen Strukturen und auch Größen zu finden und umzusetzen für eine Großstadt wie Chemnitz, dazu haben wir jetzt die Chance. Ein paar Bedingungen müssen dafür noch her - einige davon hat Herr Warner benannt.
    @f1234: Wer im Energiebereich - gleich von welcher Seite - nicht davon ausgeht, dass Lobbyisten wirken (Lobbyismus = Interessenvertretung), ist entweder reichlich naiv, oder möchte den Menschen etwas vormachen. Was wir uns aber überhaupt nicht mehr leisten können, das ist, dass schon innerhalb unseres mehrheitlich immerhin öffentlichen Versorgungsbetriebes grundsätzlich unterschiedliche Interessenrichtungen massiv gegeneinander wirken. Das nämlich ist bisher offensichtlich geschehen.
    Dass Wärmeverteilsysteme auch wirtschaftlich funktionieren können, zeigen viele Städte mit deren permanenten Ausbau, so zum Beispiel in Dresden und Ilmenau; Letztere sogar mit weitgehend "Grüner Fernwärme".

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    Denkerist
    18.08.2015

    Gerade im Bezug auf Speichermöglichkeiten wird Gas künftig eine viel größere Rolle spielen. Hierzu gab es auch eine Studie des Frauenhoferinstitutes vom Nov.2013 (Energiesystem 2050).

    Die "überschüssige" Energie von Windrädern und Solaranlagen kann man in Erdgas umwandeln und über die vorhandene Infrastruktur leiten und speichern. Bis 5% kann man Wasserstoff direkt unserem Erdgas beimischen. Alles andere über die Methansynthese in synthetisches Erdgas umwandeln, powertogas heisst das Zauberwort. Der Wirkungsgrad ist noch mies (ca.50%, Tendenz stark steigend) , aber allemal eine Alternative zum Verkauf ins Ausland für < 1ct/kWh oder das Abschalten der Windräder.
    Was spricht dagegen? Technisch nichts. Es sind lediglich Lobbyinteressen. Das Monopol der vier Energieversorger würde gebrochen, ein Großteil der Stromtrassen überfällig, die Übertragungsverluste wären viel zu gering, es würde zu einem Überangebot an Energie führen. Der zu erwartende Gewinn wäre zu gering, die Gewinnsteigerungsmöglichkeiten auch begrenzt.
    Die Konzerne haben aber nun einmal die Macht im Lande. Und so werden nun auch die BHKW mit einer Strafsteuer belegt, da der mit Gas erzeugte Strom zu billig wird, insbesondere, wenn man bedenkt, dass wie bei der Situation in Chemnitz die Wärme "abfällt".
    Die BHKW lohne sich bei großen Anlagen weit mehr als bei Mini-Anlagen für kleine Häuser. Wen es interessiert, es gibt ein bhkw-forum.de. Technisch höchst interessant.

    Die gesamte Technik entwickelt sich rasant, und aus weniger lobbygesteuerten Ländern werden wohl auch bald mehr BHKW-Anlagen zu uns nach Deutschland kommen.

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    f1234
    17.08.2015

    @gruene/willer52: Bevor Sie hier eine Verschwörung von geheimnisvollen Lobbyisten herbeiphantasieren, die Hauseigentümern die Versorgung mit Erdgas unter Androhung von Gewalt aufdrücken, könnten Sie sich ja mal die ganz simple Frage stellen, ob die Versorgung mit Erdgas vielleicht billiger ist. Und da fängt die Kostenfrage bei der Herstellung des Hausanschlusses an. Vorlauf, Rücklauf, teure Schweißnähte, Isolierung der Leitungen vom Kraftwerk bis zum Heizkörper usw., usw... Da reden Sie schnell von einem Vielfachen der Herstellung eines Gashausanschlusses im Bereich von mehreren zehntausend Euro.

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    gruene
    17.08.2015

    @willer52:
    Ja, Sie haben Recht.
    Durch das Wirken von Lobbyisten haben wir eine Zweigleisigkeit in der Wärmeversorgung bekommen, so dass nun keines der beiden Systeme mehr wirtschaftlich vernünftig betrieben werden kann. Hier sollte man ganz konkret nach den Verantwortlichkeiten fragen, die vor allem in den 1990er Jahren liegen.
    Zugleich muss Herr Warner aber das jetzige Problem benennen, denn auch der Gesamt-Wärmeverbrauch ist nun einmal stark gesunken, selbst wenn man die gasversorgten Häuser, Betriebe mit einrechnen würde. Zudem hat das kohlebeheizte HKW keine vernünftige Perspektive mehr. Niemand würde Ersatzinvestitionen leisten, wo sich schon jetzt das eigentlich bald abgeschriebene Kraftwerk nicht mal mehr rechnen wird.
    Also müssen Konzepte für die Zukunft her: Diese sollten sinnigerweise NICHT in minimal kleinen Einheiten, sondern in gesamtgesellschaftlich sinnvollen Größen gedacht und umgesetzt werden.
    Ist die eins dazu diesmal in der Lage, oder werden sich die Verantwortlichen wieder nur auf kurz- bis mittelfristig BETRIEBSwirtschaftlich tragbare Lösungen, die nicht im gesamtstädtischen Interesse sein können, fixieren?
    Das wird die spannende, die eigentliche Frage dieser Diskussion.

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    willer52
    16.08.2015

    Vor ca. 100 Jahren entstand in unserer Stadt Chemnitz die Zukunftsvision einer Stadt mit nur einem Heizkraftwerk für eine Stadt ohne Schornsteine.
    In der DDR fehlten die Ressourcen und so baute man Fernwärmetrassen an vorhandenen Wohngebieten vorbei, um neue zu bauende Wohngebiete zu erschließen.
    Nach der Wende wäre die Möglichkeit gewesen, auch diese Wohngebiete mit Fernwärme, welche ja bei der Stromerzeugung für die Stadt quasi als Abfall anfällt, zu versorgen.
    Leider haben es die Lobbyisten der Gasversorgung geschafft, selbst Objekte in unmittelbarer Nähe zu Fernwärmetrassen mit scheinbar kostengünstigerem Erdgas zu versorgen.
    Anstatt nun endlich der Fernwärmeversorgung das Primat zu geben denkt Herr Warner an eine Stilllegung des Heizkraftwerkes!??
    An jeden Wohnblock der derzeit fernwärmeversorgten Wohnblöcke ein Heizhaus? Welch idiotischer Gedanke!

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    gruene
    15.08.2015

    Nun gut, aber Herrn Warner, noch neu nach den vor ihm (bekannt) Verantwortlichen im Amt, kann man nun wirklich nicht für das durch Wegsehen seiner Vorgänger und kommunaler Aufsichstgremien entstandene Dilemma abstrafen wollen.
    Ja gut, als Chef eines Großversorgers muss er auch die Platitüden gegen die Erneuerbaren loslassen - aber damit kann mittlerweile fast schmunzelnd leben.
    Denn im Grunde weiß er, "wohin die Reise geht" und hat erstmals die nicht mehr zukuftsfähigen Strukturen (nicht nur des Kraftwerks) ehrlich benannt. Das ist zunächst sein Verdienst und wenn er jetzt Lösungen sucht, werden wir dabei Partner sein. Uns geht es dabei genauso um den geordneten Ausstieg aus der Kohle, wie um die gesicherten Perspektiven für die eins-Mitarbeiter und die Versorgungssicherheit in der Stadt.
    Die Situation bisher nicht ehrlich beim Namen benannt zu haben, war von den bisher Zuständigen unverantwortlich - gegenüber den eins-Mitarbeitern, der Versorgungssicherheit und dem Klimaschutz ebenso.

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    PeKa
    14.08.2015

    Wenn Herr Warner nicht mit der Energiewende einverstanden ist, dann soll er nach Japan abhauen. Die sind nämlich nach wie vor über Atomenergie zugetan.

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    hkremss
    14.08.2015

    Tja, Herr Warner. Keinen eigenen Plan und keine Ideen, aber auf die böse Energiewende schimpfen. Nachdem Sie schon im Interview zur LED-Beleuchtung des "Lulatschs" erst kürzlich Ihrer Planlosigkeit zu Protokoll gegeben haben, tun Sie das nun auch für Ihr Kerngeschäft. Wahrlich keine guten Perspektiven für Eins.



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