Elf Millionen Euro Fördergeld für Schulen in der Stadt

Die Staatsregierung hat den Chemnitzer Investitionsplan für Bildungsstätten bestätigt. Nicht nur kommunale Einrichtungen profitieren davon.

Die Sanierung des Gebäudes der Lernförderschule Altchemnitz ist einen Schritt näher gerückt. Denn am gestrigen Mittwoch haben Sachsens Kultusminister Christian Piwarz und Umweltminister Thomas Schmidt (beide CDU) in Dresden unter anderem dem Chemnitzer Schulamtsleiter Jirka Meyer einen bestätigten Investitionsplan übergeben. Für Chemnitz bedeutet das, dass die Stadt mit reichlich elf Millionen Euro aus einem insgesamt annähernd 200 Millionen Euro umfassenden Förderprogramm für Investitionen in Schulen rechnen kann. Mehr als fünf Millionen Euro davon sind allein für die Förderschule in Altchemnitz bestimmt.

Das Fördergeld, das zu 90 Prozent aus Bundes- und zu zehn Prozent aus Landesmitteln kommt, soll drei Viertel der geplanten Investitionskosten decken. 25 Prozent, das sind noch einmal knapp 3,7 Millionen Euro, muss die Stadt selbst beisteuern. Hinzu kommen noch reichlich 1,2 Millionen Euro Fördergeld, die als Reserve zurückgehalten werden sollen, sodass Chemnitz bis Ende 2022 insgesamt mehr als 15 Millionen Euro für Investitionen in Schulen zur Verfügung stehen.

Der Chemnitzer Investitionsplan, dem der Stadtrat im August zugestimmt hat, umfasst insgesamt 22 Einzelpositionen. Größte davon sind Teilsanierungsmaßnahmen an der Förderschule Altchemnitz, deren Gebäude seit der Wende noch nie grundhaft saniert wurde. Für insgesamt fast 6,9 Millionen Euro - davon mehr als 5,1 Millionen Fördermittel und reichlich 1,7 Millionen städtisches Geld - sollen unter anderem seine bröckelnde Fassade, die Haus- und die Sicherheitstechnik auf Vordermann gebracht werden.

Drei weitere Millionenprojekte sind die Sanierungen der Sporthallen der Grundschule Reichenhain mit 1,5 Millionen Euro, der Georg-Weerth-Oberschule und des Chemnitzer Schulmodells mit jeweils 1,2 Millionen Euro. Insgesamt 1,1 Millionen Euro sind für den Ausbau von Glasfaser-Datennetzen an den Oberschulen "Friedrich-Adolf-Wilhelm Diesterweg" und Untere Luisenschule, den Gymnasien "Johann Wolfgang von Goethe" und "Dr. Wilhelm André" sowie den Berufschulzentren für Ernährung und Gastgewerbe und für Wirtschaft II vorgesehen. Weitere 650.000 Euro will die Stadt für die Umkleidebereiche und Außenanlagen der Ludwig-Richter-Grundschule ausgeben. Zudem ist die Sanierung der Außenanlagen der Grundschulen Ebersdorf, Einsiedel und Wittgensdorf für jeweils 177.000 bis 330.000 Euro geplant.

Von dem Fördergeld profitieren werden aber auch acht Chemnitzer Bildungsstätten in freier Trägerschaft bei Sanierungsvorhaben, die zwischen 85.000 und 325.000 Euro kosten sollen.

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