Entwarnung nach Evakuierung von Hauptbahnhof Chemnitz

Für mehrere Stunden war der Bahnhof am Montag gesperrt. Am Ende zeigte sich ein Fehlalarm.

Der Hauptbahnhof Chemnitz ist am Montag wegen eines verdächtigen Gepäckstückes gesperrt worden. Laut der am Hauptbahnhof zuständigen Bundespolizei wurde in einem Zug ein "verdächtiger Gegenstand" gefunden. Dabei handele es sich um ein herrenloses Gepäckstück. Gegen 17 Uhr wurde der Bahnhof deshalb geräumt.

Kurz vor 19.30 Uhr gab es dann Entwarnung - es war ein Fehlalarm. Nach und nach wurden die Bahngleise wieder geöffnet und die Sperrung des Bahnhofes aufgehoben. (luka)

1010 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 4
    3
    KTreppil
    15.09.2020

    Thematik Husten, eigentlich so normal in der Gesellschaft wie Vergesslichkeit, heute in der Öffentlichkeit husten zu müssen, kann irritierende Reaktionen hervor rufen. Ich habe es selbst erlebt, mich in einem Restaurant verschluckt und gehustet, kam mir vor als hätte ich sonst was Unanständiges oder gar Verbotenes getan, so die Blicke der andren Gäste. Zum Glück war ich eh fertig und hatte bezahlt. Sonst hätte man mich unter Umständen raus komplimentiert. Das ist doch nicht normal, genauso, wie es nicht normal ist, dass man unter Umständen einen Polizeieinsatz auslöst, weil man ein Gepäckstück vergisst.
    Ja, es ist leider so und man muss es akzeptieren. Aber ansprechen sollte man es schon dürfen, ohne gleich eine Rassismusdebatte auszulösen oder als verantwortungslos oder gar vielleicht als Corona-Leugner hin gestellt zu werden. Masken fallen, dafür werden aber wiederum welche getragen, womit ich im Übrigen nicht mal ein Problem habe. Dafür mit einigen Tendenzen, hier im Forum und in der Gesellschaft im allgemeinen.

  • 1
    3
    OlafF
    15.09.2020

    "Zu sagen nämlich, das Seiende sei nicht oder das Nicht-Seiende sei, ist falsch, dagegen zu sagen, das Seiende sei und das Nichtseiende sei nicht, ist wahr. Wer also ein Sein oder Nicht-Sein prädiziert, muss Wahres oder Falsches aussprechen.“ (Aristoteles)

  • 12
    12
    FromtheWastelands
    15.09.2020

    Der Umgang mit herrenlosen Gepäckstücken als potenzielle Gefahrenquelle wird nicht erst seit gestern oder 2015 oder 2001 so gehandhabt, sondern seit Jahrzehnten.
    Hauptsache, man rödelt zum tausendsten Mal denselben rassistischen Scheiß vom bösen Terroristenmoslemflüchtling runter, und jammert darüber das früher alles besser war und allen die Sonne aus dem Hintern geschienen hat.
    Wer hat gleich nochmal die letzte Terrorserie losgelassen, inklusive Morde und Bombenanschläge? Der NSU, aber die zählen ja nicht weil wären ja keine Moslems.

  • 8
    6
    Pixelghost
    14.09.2020

    @ KTreppil, und seit dem März 2020 haben so manche ihre Maske fallen lassen.

    Denn seitdem weiß man alles jemand, der 45 Jahre für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl hier gearbeitet hat und nun als Risikopatient auf den Schutz durch die Gemeinschaft angewiesen ist, was man von einigen zu halten hat:

    NICHTS!

  • 13
    16
    KTreppil
    14.09.2020

    ...und seit März 2020 ist Husten nicht mehr Husten, sondern potentiell tödlich und ein Fall für Quarantäne und Gesundheitsamt.
    So ändern sich die Zeiten.

  • 17
    7
    Auriga
    14.09.2020

    Warum erst eine Bombe basteln, wenn auch eine alter Koffer die Infrastruktur lahmlegt? Viele alte Koffer bewirken in Deutschland in Summe mehr Kollateralschaden als ein richtiger Terroranschlag. Und "alter Koffer" wird auch im Internet nicht vom Geheimdienst rausgefiltert.

  • 29
    5
    KTreppil
    14.09.2020

    Ich würde sagen, vor dem 11.9.2001 war herrenloses Gepäck noch ein Fundstück und keine potentielle Bombe.

  • 16
    24
    censor
    14.09.2020

    OlafF - Offene Scheunentore hatten wir hier schon vor 2015, und zwar seit Schengen. Damals hat es nur niemand als Nachteil, sondern wir alle als großen Vorteil empfunden.
    Fatal ist, dass niemand im politischen Olymp damals daran dachte, wenigstens einen Zaun um das europäische Haus zu ziehen, wenn man schon alle Türen aushängt.

    Den Schutz der EU-Außengrenzen übernahmen bis ca.2011 andere: Zb. der vielgescholtene Gaddafi kontrollierte die afrikanischen Fluchtrouten und schottete die Mittelmeergrenzen ab. Seit seiner Ermordung, dem "arabischen Frühling" und dem Syrienkrieg stehen sie offen.

    Ich denke, man verrät kein Geheimnis, wenn man behauptet, der ideologische Terrorismus zog hier seine Kreise, seit die USA den ganzen Nahen Osten aufmischten, um die Täter von 9/11 zu jagen.

    Dieser Terrorismus ist wie die neunköpfige Hydra. Und die EU hat es verpasst, sie auszusperren.

    2015 warnte Assad übrigens die Europäer, dass der IS in den von ihm eroberten Gebieten 1000e Blanko-Pässe erbeutet habe und mittels derer seine Leute als Flüchtlinge in die EU einschleusen wolle. Aber wer glaubt schon einem Diktator, den man loswerden will?

    Und so rufen wir inzwischen jedesmal ein Sonderkommando und legen öffentliche Gebäude lahm, wenn irgendwo einer einen Koffer vergisst.
    Traurig.

  • 21
    11
    OlafF
    14.09.2020

    @Censor: Meinen Sie vor dem Jahr 2015?

  • 24
    27
    censor
    14.09.2020

    Wenn wir früher ein Gepackstück im Zug fanden, brachten wir es zum Schaffner, und wenn es auf dem Bahnsteig lag, zur Fundstelle.

    Heute rückt ein Sonderkommando mit Spezialausrüstung an und sperrt den ganzen HbF ab. Das heißt Zugausfälle und Verspätungen.

    Und welchen Umständen verdanken wir das?
    Offene Scheunentore bergen eben nicht nur die Vorteile der Reisefreizügigkeit.