Ermittlungsverfahren zu Chemnitzer Demos steigen auf 179

Chemnitz (dpa/sn) - Die Zahl der Ermittlungsverfahren zu Demonstrationen in Chemnitz nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-Jährigen ist angestiegen. Mit Stand Anfang Oktober werden von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes (LKA) und der Polizei Chemnitz 179 Verfahren gegen bislang 120 ermittelte Tatverdächtige geführt, wie das LKA auf Anfrage mitteilte. Mitte September waren es noch 163 gewesen. Mit Arbeitsaufnahme Ende August hatte die Ermittlungsgruppe zunächst 54 Ermittlungsverfahren übernommen.

In den meisten Fällen geht es um Körperverletzung (46) und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (33), gefolgt von Verstößen gegen das sächsische Versammlungsgesetz (27). Die Verfahren beziehen sich auf Demo-Geschehen zwischen dem 26. August und dem 14. September, wie es weiter hieß. Die Stärke der Ermittlungsgruppe von ursprünglich 8 Mitgliedern ist nach LKA-Angaben inzwischen auf 13 Ermittler aufgestockt worden.

Der gewaltsame Tod des 35-jährigen Deutschen am 26. August hatte zu einer Reihe ausländerfeindlicher Proteste und Demonstrationen rechter Gruppierungen in der Stadt geführt.

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