Erneute Umfrage zum Radverkehr in Chemnitz

Verkehrsklub startet weiteren Fahrradklima-Test - Einwohner sollen ihre Erfahrungen bewerten

Nach 2018 sind Chemnitzer Radfahrer wieder zur Teilnahme am Fahrradklima-Test aufgerufen. Die Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) soll eine Bestandsaufnahme zum Radverkehr in deutschen Städten ermöglichen. Insgesamt 32 Fragen umfasst der Fragebogen, den jeder ausfüllen kann, der Rad fährt. In Chemnitz wird der Test seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt.

Erneut werden unterschiedliche Aspekte des Radfahrens bewertet, von der Qualität und dem Zustand der Radwege bis zur Frage, ob Radfahren im alltäglichen Stadtverkehr eher Entspannung oder eher Stress ist. Der Fahrradklima-Test ist laut ADFC die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet 2020 zum neunten Mal statt.

"Damit der ADFC ein realistisches Bild zum Radverkehr in Chemnitz erhält, benötigen wir möglichst viele Personen, die am Fahrradklima-Test teilnehmen. Vor zwei Jahren haben sich in Chemnitz 329 Menschen am Fahrradklima-Test beteiligt", sagt Konrad Krause, ADFC-Geschäftsführer Sachsen. Beim Test 2018 gaben nach seinen Informationen 72 Prozent der Chemnitzer an, sich beim Radfahren gefährdet zu fühlen. 87 Prozent der an der Befragung Beteiligten fühlten sich mit dem Rad auch an Baustellen unzureichend geschützt, während 77 Prozent die geringe Breite der Radwege bemängelten. 76 Prozent der Chemnitzer empfanden das Miteinander von Autos und Fahrrädern auf der Straße als problematisch, 86 Prozent der Umfrageteilnehmer kritisieren den Winterdienst in der Stadt. 84 Prozent der Befragten gaben an, Kinder nicht mit gutem Gewissen allein Fahrrad fahren zu lassen. (gp)

Der Online-Fragebogen steht unter www.fahrradklima-test.de und kann mit PC, Tablet oder Smartphone ausgefüllt werden. Am Ende bietet der Test, der bis 30. November läuft, die Möglichkeit für Anmerkungen und Hinweise auf lokale Probleme.

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