Erstem Bürgerfest in Limbach sollen weitere folgen

Auch wenn nicht alle Gäste zufrieden waren, ziehen die Organisatoren ein positives Fazit. Über den Termin für eine Neuauflage wird schon nachgedacht.

Limbach-Oberfrohna.

Nach der Premiere des Bürgerfestes am Samstag in Limbach-Oberfrohna mit etwa 1000 Besuchern geht Jesko Vogel davon aus, dass es weitere Auflagen geben wird. "Die Idee war, auf dem Johannisplatz ein Frühjahrs-Pendant zum Familientag im Herbst zu schaffen, der sich mittlerweile etabliert hat", sagte der Oberbürgermeister, der sich mit der Resonanz zufrieden zeigte. "Es war deutlich besser als befürchtet, denn das Wetter war ja sogar noch schlechter gemeldet. Im kommenden Jahr wolle man mit dem Bürgerfest im Kalender möglicherweise noch "ein, zwei Wochen nach hinten" rücken - auch in der Hoffnung, dass das Regenrisiko geringer ist, je näher man den Sommermonaten kommt. Einen konkreten Termin gebe es aber noch nicht. Dass ein Bürgerfest von der Kommune selbst statt zum Beispiel von einem entsprechenden Verein auf die Beine gestellt wird, findet Vogel durchaus ungewöhnlich. "Das liegt daran, dass es keinen solchen Verein gibt. Da haben wir eine Lücke."

Das bedeutet aber nicht, dass die Stadtverwaltung die Organisation allein schulterte. Ralf Bäßler, Inhaber einer Veranstaltungsagentur, hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit Vogel die Idee zum Bürgerfest entwickelt. "Es kann überhaupt nicht zu viele Kulturveranstaltungen geben", sagte Bäßler, der als Musiker in einer Band selbst einen entsprechenden Szenehintergrund hat. "Die Menschen müssen das Gefühl haben, dass es sich lohnt, in Limbach zu leben."


Jule Telling wohnt in der Stadt und hatte durch Mund-zu-Mund-Propaganda von dem Fest erfahren. "Für die Innenstadt ist das eine schöne Sache, auch wenn das Wetter leider nicht so richtig mitspielt. Mit meiner Freundin bleibe ich wahrscheinlich bis zum Abend, vor allem um Freunde zu treffen", sagte sie am Nachmittag. Ähnlich äußerte sich Werner Seifert aus Wüstenbrand: "Ich finde es immer sehr positiv, wenn das Stadtzentrum belebt ist. Von daher ist das Bürgerfest eine gute Sache." Etwas skeptischer war Rainer Böttger aus Limbach-Oberfrohna: "Es ist recht klein und es könnte ein bisschen mehr los sein, was wohl auch am Regen liegt." Böttger fände es nicht schlimm, wenn das Bürgerfest eine einmalige Sache bleibt. "Zu wenige Feste gibt es in Limbach übers Jahr hinweg aus meiner Sicht nicht."

Am Nachmittag hatten sich noch deutliche Lücken auf dem Johannisplatz aufgetan. Im weiteren Verlauf wollten aber immer mehr Besucher wissen, was die Organisatoren auf die Beine gestellt hatten. Und das war eine ganze Menge. Im Mittelpunkt stand die Bühne, auf der zunächst ein Zauberkünstler, angelehnt an Harry Potter, vornehmlich die jüngeren Besucher begeisterte. Später ging es dann mit einem Andrea-Berg-Double und vor allem mit "Fernando Express" richtig rund. Das Trio aus Baden-Württemberg, das seine neue Single "Flammen überm Meer" mitbrachte, hat eine besondere Beziehung zur Stadt, feierte in Limbach-Oberfrohna über viele Jahre hinweg umjubelte Auftritte.

Die Stände für Essen und Getränke hatte das Café Meyers zusammengestellt. Es gab unter anderem einen Foodtruck, eine Cocktailbar und einen Weinstand mit Tropfen aus Meißen und Hambach. Zudem war das Café selbst mit einem Bierwagen vertreten. "Dafür, dass es eine Premiere ist, läuft es recht gut. Es ist ein Fest von Limbachern für Limbacher", sagte Inhaber Daniel Martin. Um die Veranstaltung erst einmal anzukurbeln, habe man keine Standgebühren erhoben - dies soll sich bei einer Neuauflage im kommenden Jahr ändern. Martin: "Dann muss sich das Fest selbst tragen."

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    2
    cn3boj00
    14.05.2019

    Ich war nicht da und kann mir daher kein Urteil erlauben. Aber ich kann erklären, warum ich nicht da war und was ich mir besser wünsche. Am gleichen Tag war in Chemnitz, also sozusagen auch vor der Haustür, ein Super-Event-Tag. Stadthallenpark Familienfest, Klosterstraße mit Jazz, Museumsnacht - alles Dinge die auch in Chemnitz nicht oft stattfinden. Da muss man Prioritäten setzen.
    Und um ehrlich zu sein, Fernando haut mich nicht vom Hocker. Aber es ist bezeichnend für alle Feste in L-O: als Kultur wird Musik zum Bier für die Generation 50+ geboten. Das langweilt inzwischen.



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