Erstmals Unterricht in Asylbewerberheimen

In den Chemnitzer Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtungen werden Kinder und Jugendliche seit September erstmalig unterrichtet. Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilt, haben 6- bis 18-Jährige bisher keine schulische Bildung erhalten. Asylsuchende Familien verbringen zunächst bis zu sechs Monate in diesen Einrichtungen. Während ihres Aufenthalts besteht für die Kinder der dort untergebrachten Familien keine Schulpflicht. Daher ist die Teilnahme an dem Unterricht auch freiwillig.

Für die Inhalte des deutschsprachigen Unterrichts ist das sächsische Kultusministerium verantwortlich; unterrichtet werden die Module Mathematik, Englisch, Bewegung und Kunst. Möglich ist auch, dass der Unterricht in englischer Sprache oder in der Muttersprache der Kinder durchgeführt wird. Der Unterricht wird in Altersgruppen und Leistungsstufen unterteilt und soll vier Unterrichtsstunden an fünf Tagen der Woche umfassen. Durchgeführt wird der Unterricht in den Chemnitzer Einrichtungen durch Lehrkräfte der Malteser-Werke. Der katholische Hilfsdienst ist auch Betreiber der Asylbewerber-Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz. Auch in den Einrichtungen in Dresden und Leipzig sollen entsprechende Bildungsangebote etabliert werden. (seho)

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