Erzgebirge punktet mit Mietpreisen

Studie bescheinigt Region günstiges Wohnumfeld

Annaberg-Buchholz.

Wenig gut bezahlte Jobs, ein dürftiges Freizeitangebot - das sind die Gründe, warum junge Leute dem Erzgebirge den Rücken kehren. So hieß es zumindest bisher. Die Studie "Wohnen und Arbeiten" des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln zeichnet jetzt allerdings ein anderes Bild vom Erzgebirge. Sie setzt im deutschlandweiten Vergleich die bei den regionalen Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen ins Verhältnis mit den Kosten für die Miete.

Dabei landet das Erzgebirge auf einem vorderen Platz. Denn in Großstädten wie München, so die Verfasser der Studie, sei das Einkommen zwar höher, dafür müsse ein beträchtlicher Teil davon für die Miete ausgegeben werden. Durchschnittlich knapp 13 Euro koste der Quadratmeter im Monat kalt, in angesagten Stadtteilen sogar deutlich mehr. Laut Mietspiegel des Internetportals Mietpreis.de liegt die Durchschnittsmiete im Erzgebirgskreis bei knapp 5 Euro pro Quadratmeter. Für den Arbeitsagenturbezirk Annaberg-Buchholz, also die Erzgebirgsregion, ermittelte die Studie des Kölner Instituts die zweitgeringste Durchschnittsmiete. Damit konnte die Stadt im Bereich Wohnen 10 von 10 möglichen Punkten erzielen.

Auf dem Arbeitsmarkt gehört die Region zu den Top 60 der attraktivsten Regionen. Gut seien die Jobchancen etwa in Annaberg-Buchholz für Altenpfleger, Bauelektriker sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker. Aber auch in den Berufen der Metallbearbeitung fehle es an Fachkräften. Insgesamt habe der Erzgebirgskreis im Ranking der Studie 16 von 20 möglichen Punkten erzielt, heißt es von den Verfassern. (ike)

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