Erzgebirge will Corona-Teststellen in vier Krankenhäusern einrichten

Zwei Opfer in Bernsdorf hatten Vorerkrankungen - Stadt Zwickau führt Statistik in Westsachsen an - 141 Personen in Mittelsachsen in Quarantäne

Mittelsachsen: Der Landkreis Mittelsachsen hat am Dienstag insgesamt 44 Corona-Fälle und damit neun Infizierte mehr als am Montag gemeldet. Von den Neuerkrankten leben sieben im Raum Freiberg und jeweils eine Person im Bereich Mittweida bzw. Döbeln. Sie sind zwischen 23 und 89 Jahre alt. Bei den meisten Neuerkrankten handelt es sich um Kontaktpersonen. 141 Personen sind in Quarantäne.

Westsachsen: Die Landkreisverwaltung Zwickau hat nähere Umstände zu den zwei Todesfälle aus Bernsdorf bekanntgegeben. Die 84-Jährige und der 87-Jährige waren beide schwer vorerkrankt und standen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis. Die Summe der Erkrankten beläuft sich nach der Statistik am Dienstag, 11 Uhr, im Landkreis Zwickau auf 184. Der Anstieg zum Montag beträgt zwölf Personen. Nach wie vor führt die Statistik die Stadt Zwickau mit 48 Infizierten an. Bernsdorf mit 34, Werdau mit 21 und Lichtenstein mit 13 Fällen folgen. Erstmals im zweistelligen Bereich ist die Stadt Crimmitschau zu finden. In Bernsdorf stagniert die Zahl der Infizierten im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der bisher angeordneten Quarantänefälle beträgt zurzeit 599. Davon konnten 124 Maßnahmen aufgehoben werden. Anfragen an das Corona-Service-Telefon des Landratsamtes sind unter der Ruf-Nummer 0375 4402-21111 von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr sowie samstags zwischen 8 und 14 Uhr möglich. Anfragen per E-Mail: corona-hotline@landkreis-zwickau.de.

Erzgebirge: Bestätigt sind eine weitere Personen im Erzgebirgskreis, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dabei handelt es sich um eine weibliche Person aus Zwönitz und einen Mann aus Schwarzenberg. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit mögliche Kontaktpersonen. Diese werden ebenfalls vorsorglich in häusliche Isolation versetzt. Damit steigt die Gesamtzahl infizierter Personen auf 57. Die Einrichtungen der Krankenhaus-Gesundheitsholding arbeiten derzeit an der Schaffung der technisch-personellen Voraussetzungen zur Einrichtung zusätzlicher Corona-Teststellen. Diese sollen an den Krankenhäusern Annaberg-Buchholz, Stollberg, Zschopau und Olbernhau aufgebaut werden. Corona-Tests werden vordergründig nach wie vor auch in ausgewählten und entsprechend ausgestatteten (Haus-)Arztpraxen durchgeführt. Kliniken und (Haus-) Ärzte entscheiden dabei selbst, wer getestet wird. Dabei orientieren sie sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, sagte ein Landkreis-Sprecher. (bj)


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