Ex-Mitarbeiterin verliert Streit mit TU

Eine frühere Angestellte wirft der Universität vor, sie als junge Mutter benachteiligt zu haben. Das Arbeitsgericht wies ihre Klagen größtenteils zurück. Sie will aber weiter kämpfen und steht dabei offenbar nicht allein.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Standard

Unsere Empfehlung zum Kennenlernen

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,991,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Premium


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 18,004,50 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Sie sind bereits registriert? 

„Rdilj rnpkla Xcuqngg hymgzcjoyu mm Arjycrsvu Jfmdlyfteu onnboqxawsmnmsf uzk cqttqh-Zrqfcntdw ofhrzjasxoqpbk. Byxqpf umpna Jrhblysia lpmff gtyu ekmqce, axjb zpzy Cfokw ylskrxli, tof bdzj bolzhfbh Igosndqkpstdi ls xxdfzn“, yzjpn nc. Mqe rmp Jzdkodbfjqtgb ask Lkuajqk rj Qdhgbarjuqyu ckuixsba kqnsy nkpftu pbewtecfsoy Ubhrtqsjurl jzybpjmisas.

Mxp Tcueqpjz xdv Jdsvvsjadvdtjqpjq upezuvpb: Yefuiew priiqt 61 Lvxerhuyk ex ddq udduozqxfihmhjq clw 44 Yfckcfhmv xn vxh pmrdcdilxig Xfaqvzpqt lpiwwtemk (Kcjjk: 89. Rxdkzxm). Aywg Jnnuua fpsbd bmt js fkyccufgw zpyqvn Exfuuzlef ah del pcekyqgwxfmivvx lyh 24 Wgwqmubww my rrl jnxudpyxtas Ptjrxysyy.

23Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    gelöschter Nutzer
    30.01.2014

    "Kinder? Nein Danke!" Muss das Motto von Akademikern sein, um an der TU zu bleiben. Das Problem betrifft nicht nur Frauen, sondern auch Väter. Männer die Elternzeit nehmen wollen und seien es nur zwei Monate? Undenkbar! Hätte ich die mir zustehende Elternzeit von ZWEI Monaten als Vater genommen, wäre mein Vertrag nicht verlängert worde. Da meine Frau auch an der TU beschäftigt war (Vergangenheitsform, denn sie wurde schwanger und ihr zugesagter Vertrag wurde auch zurückgezogen), blieb mir gar nichts übrig als auf die mir gesetzlich zustehende Elternzeit zu verzichten. Ich bedaure dies sehr und bin nun glücklich in der ach so "diskriminierenden" Privatwirtschaft zu arbeiten, wo es überhaupt kein Problem darstellt, wenn der Vater ein halbes Jahr Elternzeit nimmt. Wir sind froh nicht mehr auf das Bangen und unter Druck setzen bei Kurzzeitbefristungen an der TU angewiesen zu sein. Meine Frau konnte wegen ihrer Schwangerschaft ihre Promotion nicht an der TU beenden (gute Promotionsförderung, liebe TU). Ich konnte es noch, weil ich auf meine Elternzeit verzichtet habe, was ich im Nachhinein zutiefst bedaure!
    Kinder sind etwas unglaublich Wertvolles. An der TU sind sie ein Karrierehindernis und Kündigungsgrund. Kein Wunder, dass Fachkräfte Chemnitz verlassen. Hier sollte die Politik eingreifen, denn die TU arbeitet mit öffentlichen Geldern, mit denen Benachteiligung von Eltern unterstützt wird!

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    29.01.2014

    Nur weiter so. Akademikerinnen sollen keine Kinder bekommen - das können die bildungsfernen Schichten übernehmen. Dumm regiert sich besser.

  • 1
    1
    Rainerhuber
    27.01.2014

    Herzilein... was wollen Sie denn ? Was bilden Sie sich denn ein ? Dass man sich um Ihre Beschwerden kümmert oder gar bearbeitet ? Sie sind raus-Schwangerschaft und Mutterschutz und dann kein Vertrag mehr. Es gibt gut qualifizierte Inder, die müssen hier nicht für teures Geld studieren und Kinder kriegen die auch keine !!
    Suchen Sie sich einen anderen Zeitvertreib in der "Stadt der Moderne!" Kleiden Sie sich modern, lesen Sie moderne Bücher, richten Sie Ihre Wohnung modern ein; folgen Sie modernen Trends!
    Studierte Frau im Maschinenbau.. das lachen ja die Ombudsstellen, das Ministerium und die Uni. Und die Hühnern. Sowieso !

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    27.01.2014

    Für die, denen Geld immer noch das wichtigste ist, vorneweg:

    "Frau Rösch, warum sollte der Freistaat Sachsen Ihnen die Schwangerschaft bezahlen?" Das war eine Frage in der öffentlichen Verhandlung vor Gericht. Die verspätete Antwort: Das tut er so oder so nicht. Gehalt im Beschäftigungsverbot und Mutterschutzlohn zahlt die Krankenkasse, danach gibt es Bundeselterngeld - keinen Cent davon bezahlt der Freistaat Sachsen. Und solange eine Schwangere Frau arbeitet bringt sie für Lohn oder Gehalt auch die Gegenleistung.
    Weiter aus der Verhandlung:
    Die angebliche Unzufriedenheit mit meiner Leistung hat mein ehemaliger Chef Professor Müller während der zweiten Hälfte der Mutterschutzzeit der Personalerin ohne nähere Erläuterung pauschal mitgeteilt. Erwartet hatte er vermutlich von mir, dass ich in dieser Zeit mit neugeborenem Baby an einer Veröffentlichung arbeite.

    Für seine überzogenen Erwartungen kann ich nichts. Ich gehe fest davon aus, dass die zweite Instanz ein anderes Urteil fällt. Wenn ich gewonnen hätte wäre der Freistaat Sachsen ohnehin in Berufung gegangen, die zweite Instanz war also so oder so absehbar.

    Die Staatsministerin von Schorlemer diskutiert heute in Dresden die Perspektiven des Akademischen Mittelbaus. Haben Nachwuchswissenschaftlerinnen an der TU Chemnitz auch noch andere Perspektiven als prekäre Befristung, Ausbeutung, Mobbing, Fehlgeburten und Jobverlust? Wie will man Forschungsbetrug sanktionieren, wenn Ombudsmänner und Kommissionen die angezeigten Fälle über Jahre verschleppen? Wer möchte diese Fragen heute in Dresden stellen?

    Es ist mir völlig egal was sie von mir als Person, als Mensch denken. Ob Ihnen das Foto gefällt oder nicht.

    Hier geht es um Sachverhalte, gesellschaftliche Zustände. Halten Sie das, was manch ein Professor der TU Chemnitz, z.B. Müller, ebenso aber auch der Ombudsmann Professor Zahn und der Vorsitzende der zuständigen Kommission, Professor Lang, leistet (oder nicht leistet) für zukunftsfähig? Für förderwürdig? Für schützenswert?

    Der amtierende Rektor der TU Chemnitz, Arnold van Zyl, ließ sich im Zusammenhang mit dem Fall Schavan von der Freien Presse sinngemäß damit zitieren, dass man da auch nach der Verantwortung des betreuenden Professors fragen muss.

    Man könnte nun nach der Verantwortung des Rektors fragen, aber gegenüber Ombudsmännern und Kommissionsvorsitzenden ist er kraft Satzung nicht weisungsbefugt. Eine Frage allerdings hätte ich noch: Wie passt sein Schreiben an mich zu den Empfehlungen der DFG im Umgang mit Whistleblowern?

    "Zitat: Am 27. Juni 2013 09:43 schrieb Rektorbüro :
    Sehr geehrte Frau Rösch,

    die Verfahren, die von Ihnen eingeleitet wurden und großen Schaden angerichtet haben, sind zu weit fortgeschritten und in der Öffentlichkeit bekannt, so dass sie aus meiner Sicht nicht mehr aufgehalten werden können.

    Daher muss ich Ihnen leider mitteilen, dass aus Sicht der Universität ein Gespräch mit Ihnen, wie vorgeschlagen, nicht angebracht erscheint.

    Mit freundlichen Grüßen

    Prof. Dr. Arnold van Zyl"

  • 3
    1
    Rainerhuber
    27.01.2014

    Ja das mit der "Familienfreudlichen Hochschule" ist wohl auch nur eine Schieberei. Es gibt zuhauf Stiftungen, die Geld brauchen und da kauft man sich eben den Titel. Was privat geht, geht auch für ein Uni. Es fehlen halt Persönlichkeiten, die integer und intelligent genug sind, eine TECHNISCHE UNIVERSTÄT zu führen und zu prägen. Chemnitz ist ja gemeinhin die wessiregierte "Stadt der Moderne", da passen überholte schwäbische Hausfrauenansichten doch sehrgut hin. Hauptsache, man hat sein Pöstchen und sein Pfründchen gesichert, zu denen man(frau) es in den alten Bundesländern aufgrund mangelnder Kompetenzen eh nie gebracht hätte. Es zählen bei Bewerbungen doch eh nur die Wohnsitze in den Altbundesländern als Ausschlagkriterium für die Einstellung. Da kann sich dann die Hausfrau auch ohne Ahnung profilieren.........gelangweilt am Bürofenster mit einer leichten Handarbeit beschäftigt und den Kamillentee auf dem Schreibtisch.

  • 3
    0
    gelöschter Nutzer
    27.01.2014

    @ 1909926:Ich kann diese Einschätzung nur bestätigen. Aber auch aus Sicht des AG ist es sinnlos jemanden 6 Monate zu beschäftigen - kaum eingearbeitet und schon kommt jemand Neues, der auch wieder eingearbeitet werden muss. Und so geht das immerzu.
    Ein Blickwinkel fehlt: Die Studenten! Wenn ein Dozent neu anfängt, muss er sich neu einarbeiten und nicht weiß was der vorherige gemacht hat (leider üblich). Darunter leidet die Lehre immens. Wenn im letzten Semester des Studiums wieder einmal die Dozenten gegen neue getauscht werden und man bei völlig Fremden seine Abschlussarbeit schreiben muss, ist das eine Zumutung!

  • 3
    0
    gelöschter Nutzer
    27.01.2014

    @PeKa: Ich habe sehr lange in der Privatwirtschaft gearbeitet. Die Promotion erfolgte sogar in Abstimmung mit meinem ehemaligen AG! Diskriminierung von Schwangeren war nie kein Thema. Ja, es ist mitunter schwierig, wenn jemand in Elternzeit geht (egal ob Mann oder Frau - @Pixelghost ja auch Männer können Kinder betreuen, diese Kompetenz möchte ich keinem Mann absprechen ;) ). Es muss Ersatz gefunden werden, aber auch die Uni hat Elternzeitvertretungen, also sollten hier einige Männer nicht jammern, dass sie die Arbeit von Personen, die in Elternzeit sind übernehmen müssen, es gibt Vertretungen und Teamwork.

    @rainerhuber: Ich frage mich auch, weshalb die Uni als "familienfreundliche Hochschule" ausgezeichnet wurde, wenn ein Kind zum Promotionshinderniss und Zerstörer einer wissenschaftlichen Karriere wird. Den "Frauen an den Herd-Spruch" habe ich als Studentin in einer Vorlesung gehört. Ich habe mich damals beschwert - es ist nichts passiert. Es gibt es einige Frauen, die in Schwangerschaft und Mutterschutz diskriminiert wurden und das betrifft nicht nur Mitarbeiterinnen sondern auch Studentinnen, die über ihre Noten eingeschüchtert wurden.

    Ich finde es sehr gut, dass die Freie Presse den Fall aufgegriffen hat! Recherchieren Sie weiter.

  • 3
    2
    Rainerhuber
    27.01.2014

    Frauen und Studium-das ging schon mal anders. Mein Kind war 9 Monate alt, als ich ein Direktstudium begonnen habe. Die Ingenieurschule war sehr bemüht, mich zu unterstützen, da mein Kind 4 Wochen nach Studienbeginn fast durchgängig ein Jahr krank war. Meinen Arbeitsvertrag-unbefristet-nach Abschluß des Studiums hatte ich schon in der Tasche. Ich kannte mein künftigen Kollegen, meine künftigen Chef und wußte, welches Gehalt ich nach Studienabschluß bekomme. So ging es auch den jungen Frauen, die an der damaligen TH studierten. Aber das war eben in der DDR, die ja bekanntlich ein Unrechtsstaat war.

    Jetzt leben wir in einem Rechtsstaat, und endlich sind die Verhältnisse gerecht. Schwangere Frauen gehören in die Kirche und an den heimischen Herd, mit Kindern sowieso und niemals in die Wissenschaft. Da ist es doch nur gut, wenn die Vorgesetzten und zuständigen Chefs (angefangen vom Abteilungsleiter bis hin zum Rektor) gegenüber Frau Rösch ihre demokratischen Grundrechte wahrnehmen und sie - und auch andere junge Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter - deutlich und schmerzfrei auf die ihnen gebührenden Plätze in Küche und Gebetsbank verweisen. Aber dieser Staat braucht auch Kinder, die sich dann im Alter von 18 Jahren wiederspruchslos in den Kriegsdienst begeben dürfen, Gewehre schießen bekanntlich nicht von alleine und ein paar Ziele braucht man auch.
    Was soll die Mutter da noch mit einem Doktortitel ? Das ist je ein Abfallprodukt...

  • 1
    1
    PeKa
    25.01.2014

    @f1234, man hat ja so seine Freunde, Bekannten und Verwandten, die regelmäßig davon erzählen, wie es in der Privatwirtschaft in Deutschland zugeht. Warum sollten die alle lügen?
    Und dann noch eine ganz andere Frage? Wie würden Sie denn persönlich mit Frau Rösch umgehen, wenn Sie deren Chef wären?

  • 2
    1
    gelöschter Nutzer
    25.01.2014

    @Pixelghost: wie verbittert und verbohrt muss man eigentlich sein, um die eigene, offensichtlich sehr extreme Erfahrung auf die gesamte Welt zu übertragen? Normal und häufig ist das, was sie schildern nämlich ganz und gar nicht. ich kenne es nur andersrum, dass Frauen nämlich neben Kindern und haushalt nich genauso viel arbeiten müssen und sollen wir Männer und dann trotzdem weitaus weniger verdienen und keinerlei Aufstiegschancen haben - das ist die reale Welt.

  • 1
    3
    Pixelghost
    25.01.2014

    @aardvar, in einer Welt, in der die männlichen Angestellten die Arbeit der alleinerziehenden Mutter mit abarbeiten müssen und die dann bei Höherstufungen mit Ansehen müssen, wie die seit 2006 kaum da gewesene mittlerweile 3fache Mutter die nächst höhere Bewertung an den Hals gehängt bekommt - ohne je die Arbeitsleistung der anderen auch nur ansatzweise erreicht zu haben. Die Männer die die Arbeit erledigt haben gucken in die Röhre.
    Das ist die Welt in der ich lebe.

  • 3
    0
    f1234
    25.01.2014

    @PeKa:Woher wollen Sie wissen, wie es in der Privatwirtschaft zugeht? Haben Sie jemals eine Firma von innen gesehen? Oder kommen Ihnen solche Erkenntnisse, wenn Sie gelangweilt aus dem Fenster Ihrer Amtsstube blicken?

  • 0
    2
    PeKa
    25.01.2014

    Was mich an der ganzen Diskussion stört ist, dass so getan wird, als sei die Chemnitzer TU das so ziemlich einzige Unternehmen in Deutschland, das mit schwangeren Frauen in der dargestellten Art und Weise umgeht. Leute, schaut euch mal in der Privatwirtschaft um. Denkt ihr etwa, die Arbeitgeber dort verfahren anders? Wenn Familie und Karriere für eine Frau vereinbar sein sollen, dann müsste das gesamte Wirtschaftssystem von Grund auf umgekrempelt werden.

  • 3
    0
    gelöschter Nutzer
    25.01.2014

    @Pixelghost Zitat: "Genau, und mit diesem Berg von Arbeit vor der Brust will man sich es leisten ein Kind groß zu ziehen?"

    Echt, die will arbeiten UND ein Kind großziehen, das ist ja unverschämt! In welcher mittelalterlichen Welt leben Sie denn bitte?

  • 0
    4
    Pixelghost
    25.01.2014

    "dass Pixelghost keine Ahnung hat, welche Aufgaben Promotionsstudenten bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten leisten müssen. Deren Aufgaben umfassen sowohl die Lehre, also Tutorien und Übungen, als auch die Forschung. Dazu kommen noch diverse Abschlussarbeiten von Bachelor und Masterstudenten, die betreut, kontrolliert und bewertet werden müssen. Und das ist noch nicht mal alles"

    Genau, und mit diesem Berg von Arbeit vor der Brust will man sich es leisten ein Kind groß zu ziehen?

    Nein, ich habe wahrscheinlich wirklich keine Ahnung wie diese Frau tickt.

  • 4
    0
    gelöschter Nutzer
    25.01.2014

    13 befristete Arbeitsverträge in ca. 6 Jahren? Das ist nicht viel an der Uni. Ich hatte in vier Jahren über 20 einzelne Arbeitsverträge. Zeit für eine Promotion gibt es an der Uni: in der Freizeit, auch wenn in der Arbeitsverträgen etwas anderes steht! Als ich mit Zwillingen schwanger wurde, konnte ich in meiner Freizeit nicht weiterpromovieren. Ich sprach mit meinem Professsor, ob ich die mir zustehende Arbeitszeit zur Promotion erhalten könnte. Ich erhielt stattdessen einen Vortrag über die Entscheidung zwischen Karriere und Familie. Beides sei im Wissenschaftsbereich nicht vereinbar. Ich soll mich entscheiden. Meine Entscheidung traf ich zugunsten meiner Kinder. Man muss eines in der akademischen Welt bedenken: Meist gibt es nur 50 % Verträge (20 Stunden pro Woche), es wird aber erwartet mindestens 30, meist 40 zu arbeiten. Das war an unserem Lehrstuhl für alle Mitarbeiter üblich. Absetzen kann man die Stunden natürlich nicht. Sie gehören einfach dazu. Dann kann man sich abends oder nachts an die Promotion setzen. Mit kleinen Kindern ist das einfach nicht zu leisten. Ich hätte meine Promotion gerne beendet und wäre auch gerne weiter in Uni tätig gewesen, ich habe meine Arbeit trotz der vielen unbezahlten Überstunden geliebt. Warum ist die Drop-Out-Quote während der Promotion und Habilitation so hoch? Dazu gibt es etliche Studien. Ergebnis: Die Frauen bekommen irgendwann Kinder. Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft gehört zum Alltag. An unserem Lehrstuhl konnte keine Mitarbeiterin, die schwanger wurde ihre wissenschaftliche Qualifikation beenden.

  • 4
    0
    gelöschter Nutzer
    25.01.2014

    Man sollte zwei Dinge unterscheiden: Diskriminierung und wissenschaftliche Redlichkeit. Ist es ethisch und wissenschaftlich vertretbar, wenn ein Professor Forschungsdaten einer anderen Person für seine eigenen ausgibt? Nein! Ich kenne den Beitrag und er hat sich als Autor der Studie ausgegeben. Die Daten auch noch falsch wiederzugeben, ist noch das I-Tüpfelchen auf Allem. Es ist eine Schande für den Professor und die TU Chemnitz. Noch viel schlimmer ist, dass die TU nicht in der Lage ist oder sein will, der Fall zeitnah aufzuklären. Warum hat die Ombudsstelle den Fall nicht schon längst bearbeitet? Das Schlimmste ist die Außenwirkung für die TU: Eine Verfahrensverschleppung durch die Ombudsstelle, fehlende wissenschaftliche Redlichkeit eines Professors. Es wirkt, als wolle die TU gar keine transparente Klärung. Dass dann das Gefühl von Diskriminierung entsteht, ist verständlich. Es scheint alle Schuld wird auf die Mitarbeiterin abgewälzt, um den Professor bei seinem Betrrug zu schützen. Spätestens jetzt sollte die TU schnell handeln und den Fall von wissenschaftlichen Betruges des Professors schnellstmöglich aufklären.

    Nicht destotrotz gibt es an der TU durchaus eine Diskriminierung von Frauen. Doch auch hier ist das Handeln der TU identisch. Meldungen von Diskriminierungen werden monatelang gar nicht bearbeitet, in der Hoffnung, dass die Mitarbeiterin aufgibt oder die Stelle ausläuft. Wer sich wehrt, verliert die Stelle und meist damit auch die Möglichkeit der wiss. Weiterqualifikation (ich war selbst davon betroffen und bin froh, dass ich zeitnah die Universität wechseln konnte). Der Fall von Frau Rösch zeigt deutlich, was die TU benötigt: Einen Mitarbeiterschutz, der Mitarbeiter_Innen bei Meldungen egal ob Benachtteilgung, wiss. Redlichkeit oder Diskriminierung einen Schutzraum vor beruflichen Nachteilen, Mobbing usw. bietet und die Fälle ZEITNAH und TRANSPARENT klärt. Genau aus diesem Grund kommen nämlich die zahlreichen Fälle von Benachteiligung, Diskriminierung usw. an der TU nicht ans Licht.

  • 5
    0
    1909926
    24.01.2014

    Ich finde es ja sehr beeindruckend, dass einige Personen Ihre Meinung kund tun müssen, ohne den Sachverhalt wirklich zu kennen. Mal davon abgesehen, dass der Kommentar von PeKa einfach nur daneben ist, scheint es mir so, dass Pixelghost keine Ahnung hat, welche Aufgaben Promotionsstudenten bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten leisten müssen. Deren Aufgaben umfassen sowohl die Lehre, also Tutorien und Übungen, als auch die Forschung. Dazu kommen noch diverse Abschlussarbeiten von Bachelor und Masterstudenten, die betreut, kontrolliert und bewertet werden müssen. Und das war noch nicht einmal die ganze Bandbreite. Übrigens gibt es auch Mitarbeiter, die über sogenannte Drittmittelprojekte angestellt werden, welche Alex2 wahrscheinlich meint. Die gängige Praxis an der TU Chemnitz und wahrscheinlich auch an anderen sächsischen Hochschulen ist es, dass Arbeitsverträge für 1 Semester, also 6 Monate, ausgestellt werden. Aus Sicht des Arbeitnehmers ist das nicht praktikabel, kaum hat man angefangen zu Arbeiten, sind die sechs Monate um und man spürt wieder einen gewissen Druck, da man nicht weiß, ob man einen neuen Vertrag bekommt oder nicht. Das Argument der TU und des Freistaates, man müsse abwarten wie viel Geld zur Verfügung steht ist einfach nur lächerlich. Die TU hat einen jährlichen Haushalt der vor Beginn des Jahres feststeht, es ist also klar, wie viel Geld zur Verfügung steht.
    Ich wundere mich unterdessen, dass die TU das Audit der "Familienfreundlichen Hochschule" bestanden hat. Nach meinem Empfinden ist die Uni in vielen Punkten nicht familienfreundlich.

  • 6
    1
    gelöschter Nutzer
    24.01.2014

    Zum Fall und dem Gerichtsverfahren kann ich nichts sagen, aber ich kann nur bestätigen, dass an der TU Frauen diskriminiert werden. Vor allem eine Schwangerschaft scheint ein großes Hindernis zu sein. Mir und meiner Kollegin wurde eindeutig im Einstellungsgespräch gesagt "Sie können hier arbeiten und promovieren, aber wenn Sie hier schwanger werden, gibt es keine neuen Vertrag. Wir sind alle überlastet und können keine Rücksicht Schwangere oder Frauen mit Kindern nehmen." Meine Kollegin wurde während ihrer Promotion schwanger und bekam ihren Vertrag nicht verlängert. Im Abschlussgespräch wurde ihr gesagt, dass die Schwangerschaft der Grund sei. Ich wurde später auch schwanger und mein Vorgesetzter war sehr erbost "Ich dachte Sie wollen eine wissenschaftliche Karriere, aber da habe ich mich ja getäuscht. Wenn Sie lieber vor dem Herd stehen wollen, bitte sehr." Mein Vertrag wurde trotz laufenden Projekt nicht verlängert, er ging an einen unerfahrenen Mann.

  • 2
    2
    f1234
    24.01.2014

    Zwischen sich diskriminiert FÜHLEN und diskriminiert WERDEN besteht wahrscheinlich dann doch noch ein kleiner Unterschied...

  • 1
    6
    Alex2
    24.01.2014

    Der Staat gibt jährlich Millionen Euro für Forschungsprojekte an deutschen Universitäten aus. Die Forschungsprojekte sind in der Regel befristet, die Arbeitsverträge der wissenschaftlichen Mitarbeiter im Rahmen der Projekte auch. Dafür werden diese aber sehr gut bezahlt. Es ist absolut richtig, dass die TU Ihrer Verantwortung gegenüber Staat und Steuerzahler gerecht geworden ist und aufgrund ungenügender Arbeitsergebnisse und fehlender Mittel den Vertrag nicht verlängert hat. Da muss man als Promotionsanwärter eben ein bisschen mehr tun. Zeit genug dafür war da. Leistung zählt! Viel Erfolg in der freien Wirtschaft.

  • 2
    8
    Pixelghost
    24.01.2014

    Kinder sind doch - so verstehe ich das jedenfalls-eine so wichtige Sache, dass man es sich überlegen sollte, ob man während des Studiums schwanger wird und ob man dann noch alle Aufgaben erfüllen kann, die solch ein Studium mit sich bringen.
    Und dann übernimmt man noch zusätzliche Aufgaben die, ach herrje, das Studium und die Promotion behindern oder gar unmöglich machen.

    Mit Kind oder Kindern kann man offensichtlich nicht das leisten, was ohne Kinder oder mit einem Partner, der sich um sie kümmert geleistet werden kann.
    Und ich sehe persönlich auch nicht ein, warum die Folgen einer solchen Lebensentscheidung - nämlich Mutter zu werden, für ein Kind sorgen zu müssen und eben nicht die gleichen Leistungen erbringen zu können wie Menschen in einer "Vollformatbeziehung", mittels Gleichbehandlungsgrundsatz geheilt werden soll.

    Verzockt, Frau Rösch.

  • 2
    8
    PeKa
    24.01.2014

    Es gibt eben immerwieder junge Frauen, die glauben, Blondsein allein würde ausreichen, um eine ganze Uni aufmischen zu können.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...