Fahrradfahrerin von Auto überrollt und schwer verletzt

Das Kind im Fahrradanhänger blieb unverletzt. Fahrer war ohne Fahrerlaubnis unterwegs.

Chemnitz.

Eine 39-jährige Fahrradfahrerin ist bei einem Unfall am Donnerstagnachmittag im Chemnitzer Ortsteil Grüna schwer verletzt worden. Laut Polizei wollte ein 73-jähriger Autofahrer mit seinem Kia gegen 16 Uhr vom Parkplatz eines Einkaufsmarktes auf die Chemnitzer Straße auffahren. Dabei übersah er die Fahrradfahrerin, die mit ihrem dreijährigen Kind im Fahrradanhänger unterwegs war. Es kam zur Kollision. Dabei wurde die Frau vom Auto überrollt. Die 39-Jährige musste von der Feuerwehr unter dem Kia geborgen werden. Sie erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Das dreijährige Kind im Fahrradanhänger blieb unverletzt.Gegen den 73-Jährigen wird nicht nur wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, sondern auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Er ist nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins. Der Sachschaden wurde mit rund 5000 Euro beziffert. (bj)

1919 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 3
    1
    lupus
    22.11.2020

    Hallo defr0ke
    wissen sie wirklich dass man das darf und wissen sie auch wo man das lesen kann?
    Darf man auch auf dem linken Bürgersteig fahren und hat man dann die Vorfahrt?
    Schade dass man wohl das Urteil nicht erfahren wird.

  • 1
    0
    Bär53
    22.11.2020

    @defr0ke: ich glaube nicht, dass Fahrradhänger mit Kindern auf dem Fußweg erlaubt sind, möglicherweise nur wenn man schiebt.

  • 1
    1
    defr0ke
    22.11.2020

    Mit einem Kind im Fahrradanhänger darf man auf dem Fussweg fahren... Das wäre ja sonst unverantwortlich vom Gesetzgeber, wenn er vorschreibt, dass Kleinkinder in einem offenen Fahrrad-Hänger auf der Straße transportiert werden müssen.

  • 5
    4
    lupus
    21.11.2020

    Die Radfahrerin fuhr wohl auf dem linken Bürgersteig landwärts. Wenn das so war dürfte es eine schwierige Entscheidung werden.
    Dazu diese Info aus dem Netz:

    Gehwege sind für Radfahrende tabu, die älter als zehn Jahre sind. Wer auf dem Gehweg fährt, gefährdet den Fußverkehr, aber auch sich selbst. Denn an Ausfahrten und Einmündungen kommt es zu gefährlichen Be-gegnungen mit Autos. Bei Unfällen geben die Gerichte fast immer Radfahrenden auf dem Gehweg die Allein-schuld.

  • 4
    2
    defr0ke
    20.11.2020

    Der hatte ja noch nichtmal einen Führerschein... Wenn man ihm den wegen eingeschränkter Fahrtauglichkeit entzogen hat, dann ist das nicht nur fahrlässige Körperverletzung, sondern fast schon versuchter Totschlag. Unabhängig vom Alter sollte man Leute, die ohne Füherschein mit dem Auto unterwegs sind, rigoros bestrafen.

    Muss es denn immer erst unschuldige treffen, bevor man über höhere Strafen nachdenkt? Wenn man keinen Führerschein hat, gehört man nicht mit dem Auto auf die Straße.

  • 4
    1
    1960175
    20.11.2020

    Naja, nach dem update wissen wir ja, dass der Senior, der den Kommentatoren nach zu urteilen seinen Führerschein lieber abgeben sollte, das nicht mehr tun muss.
    Er hat gar keinen. Oh mein Gott, jetzt sind "die Alten" auch noch kriminell! Was machen wir jetzt? Am Besten alle einsperren!

  • 17
    6
    marcofischer89
    20.11.2020

    So etwas kann leider sehr oft passieren und auch jeden nur sind beim „übersehen“ auffällig viele Senioren beteiligt. Versicherer rechnen ab 75 Jahren mit einem höheren Unfallrisiko als bei Fahranfängern, über 80 erreicht es dann das Doppelte (!) von 18 Jährigen... dieser Fakt sollte mindestens regelmäßige Reaktions- und Gesundheitstests ab einer bestimmten Altersgrenze begründen. Was in den meisten Ländern (und übrigens einigen Berufen) Pflicht ist, gilt in Deutschland als undenkbar... sehr bedauerlich und unverständlich :-(

  • 15
    14
    Einspruch
    20.11.2020

    @lax: Ihren ersten Kommentar kann man getrost auch umdrehen. Ist es wirklich so schwierig, endlich regelmäßig Nachschulungen für jüngere Verkehrsteilnehmer bei ihren Anfängerfehlern und Prüfung auf geistige Reife zum Führen eines PS starken Geschosses einzuführen? Wie oft kommen Unbeteiligte durch Drogenmissbrauch, Suff und maßlose Selbstüberschätzung oder Raserei zu schaden und der Fahrer ist nichtmal halb so alt? Mal sehen, ob die bei fehlender Eignung freiwillig auf ihren Führerschein verzichten.
    Der jungen Mutter gute Besserung und hoffentlich vollständige Genesung.

  • 37
    0
    mathausmike
    20.11.2020

    Hoffentlich sind die schwe-ren Verletzungen der Mutter nicht so schlimm und möge dass kleine Kind das Trauma einigermaßen verarbeiten und bald wieder bei seiner Mutter sein!

  • 19
    14
    LukeSkywalker
    20.11.2020

    @lax123 aber arbeiten mussen bis 70 ist nicht geschacklos? vllt. musste er ja sseine lebensunterhalt noch verdienen

  • 37
    4
    Tifi
    20.11.2020

    Vielleicht können wir mal festhalten, dass dieser Unfall nicht zwingend taugt die durchaus vorhandene Problematik des Verlustes von Fähigkeiten im Alter, die zum Führen eines KFZ nötig sind, darzustellen. Und es würden nur Extremfälle saktioniert, die auf die Masse der Verkehrsgefährdung kaum Einfluss haben . Fahren Sie Vorsichtig und kommen Sie gut durch den Winter!

  • 32
    17
    1845720
    20.11.2020

    Es häufen sich vermehrt Unfälle mit älteren Fahrern, egal welches Fahrzeug.
    Jeder sollte ab einem bestimmten Alter sich selbst fragen, bin ich noch in der Lage, ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum zu führen oder gegebenenfalls über externe Quellen u.a. einen Seh- , Höhr-, oder Reaktionstest durchführen zu lassen.
    Egal ob schuldig oder unschuldig verursacht, es geht immer um Personen- oder/und Sachschäden, die vermeidbar sind.

  • 44
    11
    Bär53
    20.11.2020

    @lax: Und diejenigen, die vor Verkehrskontrollen flüchten und dabei mit dem doppelten der zulässigen Geschwindigkeiten rote Ampeln ignorieren, sind meist nur halb so alt!
    Der jungen Mutti alles Gute.

  • 42
    43
    lax123
    19.11.2020

    Geschmacklos? Ich bitte Sie. Es ist erwiesen, das Senioren langsamere Reaktionszeiten haben. Es ist im Gegenteil verantwortungslos; dem nicht nachzugehen. Was muss denn noch passieren?!?

  • 48
    24
    j35r99
    19.11.2020

    Man sollte mal die Unfallermittlungen der Polizei abwarten.
    Die Radfahrerin war auf dem Gehweg unterwegs.
    lax123, ich hoffe, Ihnen bleibt so ein Unfall im Leben erspart.
    In ca. 40 Jahren sind Sie auch mal in dem Alter.

  • 53
    29
    1960175
    19.11.2020

    Ist man heute mit 72 schon alt? Man muss bis 67 arbeiten. Das auch wenn man Dachdecker oder Arzt ist. Wo ist das Problem?
    Diese Diskriminierung ist sehr schlimm!

  • 9
    20
    lupus
    19.11.2020

    Berichtigung: Diskriminierung

  • 48
    45
    lupus
    19.11.2020

    Und wenn der Unfallverursacher nur 50 Jahre alt wär? Was dann?
    Diese Altersdiskrimminierung ist geschmacklos!

  • 49
    48
    lax123
    19.11.2020

    Mit Grausen liest man das. Ist es wirklich so schwierig, endlich regelmäßige Prüfungen der Fahrtüchtigkeit von Senioren einzuführen? Hier wurde eine junge Mama verletzt, weil der Senior offensichtlich nicht geguckt hat. Mal sehen ob er auf seinen Führerschein verzichtet.