Feuerwehren wollen um Nachwuchs werben

Tag der offenen Tür in Claußnitz und Fest zu Jubiläum in Diethensdorf

Claußnitz.

Die vier Ortsfeuerwehren der Gemeinde Claußnitz zählen nach Angaben der Wehrleiter derzeit insgesamt 90 aktive Mitglieder. Die Einsatzbereitschaft sei gesichert, weil bei Bedarf alle vier Wehren alarmiert werden, erklärte Gemeindewehrleiter Heiko Jungfer. Damit das so bleibt, brauchen die Wehren allerdings Aufmerksamkeit. Die ist ihnen laut Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU) bei zwei Veranstaltungen im September sicher.

Wie der Ortschef zur jüngsten Ratssitzung informierte, lädt die Freiwillige Feuerwehr Claußnitz am kommenden Samstag, 1. September, zu einem Tag der offenen Tür an ihr Gerätehaus, Am Anger 10 in Claußnitz, ein. Für Kinder soll es an diesem Tag laut Ortswehrleiter Falk Stein eine große Hüpfburg geben und für Erwachsene abends Tanz im Gerätehaus. Ab 15 Uhr sollen zudem eine Technikschau und Rundfahrten stattfinden. Am darauffolgenden Wochenende feiert die Ortsfeuerwehr von Diethensdorf mit einem zweitägigen Fest ihr 135-jähriges Bestehen. Beide Veranstaltungen bieten Informationen und Unterhaltung für die Gäste. Die Wehren haben zudem Gelegenheit, sich und ihre Arbeit zu präsentieren. Denn Nachwuchs für die anspruchsvollen Aufgaben findet sich nach Einschätzung der Wehrleiter nur, wenn Kinder zu den Feuerwehrmännern und -frauen aufschauen und Erwachsene die ehrenamtliche Arbeit der Kameraden schätzen.

Aktuell sind in der Claußnitzer Feuerwehr nach Angaben ihres Wehrleiters Falk Stein 22 Männer und eine Frau aktiv. Die Zahl der Einsatzkräfte der anderen Ortswehren gibt Gemeindewehrleiter Heiko Jungfer mit 28 in Markersdorf, 23 in Diethensdorf und 16 in Röllingshain an. Bisher gebe es in Claußnitz zu keiner Tages- oder Nachtzeit Probleme mit der Einsatzbereitschaft, versicherte Jungfer. Während andernorts zunehmend über Schwierigkeiten geklagt werde, zwischen 6 und 17 Uhr genügend ehrenamtliche Brandschützer zusammen zu bekommen, fänden sich in Claußnitz laut Gemeindewehrleiter nach der Alarmierung stets in kurzer Zeit 15 bis 20 Kameraden ein. "Viele unserer Feuerwehrleute arbeiten im Ort, vier von ihnen im Bauhof der Gemeinde", erklärte er das Phänomen. Etwa 20 Einsätze haben die Claußnitzer Wehren nach seinen Angaben in diesem Jahr bisher absolviert. Bei Sturmtief "Friederike" im Januar waren sie an mehreren Stellen im Ort gefordert.

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